Sonntag, 8. Oktober 2017

[Rezension] Jennifer L. Armentrout - Scorched (Frigid 2)

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Scorched
Originaltitel: Scorched
Übersetzer: Vanessa Lamatsch
Teil einer Reihe: Frigid Dilogie - Band 2
Genre: Liebesromane, Gegenwartsliteratur
Erschienen: 3.April 2017
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492310277
Seitenanzahl: 304
Preis: Taschenbuch 9,99€, Ebook 8,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle/Cover: © Piper Verlag 







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" Wie weit würdest du gehen, um deine Liebe zu retten?

Andrea und Tanner. Tanner und Andrea. An den meisten Tagen weiß Andrea nicht, ob sie Tanner näherkommen oder ihm lieber eine verpassen will. Er ist definitiv heiß, aber sie halten es fast nie länger als fünf Minuten in einem Raum zusammen aus. Bis jetzt. Der gemeinsame Sommerurlaub in einer Hütte in West Virginia ändert alles. Plötzlich können die beiden nicht mehr ohne einander. Aber Andrea hat private Probleme, die sie völlig aus der Bahn werfen und ihre Liebe zu Tanner zu zerstören drohen. Wird Tanner dennoch für sie da sein? "
Quelle: © Piper Verlag





Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der Frigid Dilogie. Es ist aber nicht notwendig zwingend den ersten Band vorher zu lesen.

Was soll ich sagen. Ich tauchte ein und war schon komplett verloren. Die Autorin weiß einfach, wie man Bücher schreibt. Sie lässt die Brust eng werden, die Tränen fließen und zaubert eine Atmosphäre die beklemmend und berührend zugleich ist.
Natürlich handelt es sich auch hier wieder um eine unheimlich tolle, aber auch facettenreiche Liebesgeschichte.
Sie schneidet Themen an, die wirklich an die Grenzen bringen, etwas verändern und darüber nachdenken lassen.
Aber vor allem zeigt sie uns Charaktere, die man mit jeder Sekunde mehr ins Herz schließt.
Tanner und Andrea sind solche Menschen. Nicht unbedingt einfach, denn einfach will heute niemand mehr.
Besonders Andrea empfand ich als sehr kompliziert. Ich mochte sie von Anfang an. Ihre freche Art, ihre Impulsivität. Ihr Feuer und zuletzt auch ihre tiefgehenden Emotionen. Mit jeder Zeile begreift man, was für ein Mensch sie ist. Das sie über reichlich Ecken und Kanten verfügt. Es gibt Dinge an ihr, die ich nicht toll fand. Aber ich spürte ihre Verletzlichkeit, ein Stück weit Einsamkeit und auch ihre Ängste.
In Andrea steckt so unglaublich viel, sie muss es nur rauslassen.
Doch hat sie die Kraft dazu?
Jede Sekunde hatte ich das Gefühl, ich müsste sie völlig zerbrochen am Boden auflesen und wieder zusammensetzen.

Tanner ist so ganz anders. Heiß, sinnlich und von einer Aura umgeben, die mich unglaublich fasziniert und nicht losgelassen hat.
Ich genoss die Dialoge von den beiden unheimlich. Aber ebenso die prickelnden und alles verändernden Momente. In einem Moment kringelt man sich noch vor lachen, um im nächsten Moment auch schon wieder loszuheulen. Ein Gefühlsstrudel, der sich stetig wiederholt und nicht zur Ruhe kommen lässt.
Mir hat es sehr gut gefallen, das man von beiden die Perspektiven erfährt, wodurch man sehr gut in sie hineintauchen und sie verstehen konnte. Sie brannten sich ins Herz und man kam einfach nicht mehr weg.
Doch abseits davon verfiel man auch in Grübeleien. Man wurde mit Dingen konfrontiert, die sehr schmerzlich sind und zeigen wie zerbrochen alles ist.
Man verfolgt die Entwicklung und kann es gar nicht erwarten zu sehen, was dabei herauskommt.
Dabei geht es auch ordentlich dramatisch zu. Es kocht hoch und man spürt förmlich das Entsetzen und die Ausweglosigkeit dahinter.
Liebe kann heilen und einfach ganz besonders sein. Doch trifft das auch hier zu?
Oder ist es längst zu spät?
Es gab wirklich Momente da hat mich Andrea schier in den Wahnsinn getrieben und ich hätte sie am liebsten geschüttelt und zur Besinnung gebracht.
Sie ist wirklich enorm unter die Haut gegangen und hat mich sämtliche Stadien der Emotionen durchlaufen lassen.
Schreien, wüten, toben, lachen, weinen und lieben. Am besten alles auf einmal.

Man erfährt mehr über die Hintergründe. Man kann es stellenweise nachvollziehen, aber deswegen noch lange nicht gutheißen.
Man kämpft und leidet, möchte seine Hand beschützend darüber legen.
Jennifer L. Armentrout ist hier mehr als ein Liebesroman gelungen. Auch wenn er größtenteils vorhersehbar war, so hat sie es doch gekonnt verstanden, Wendungen einzubauen, die mich doch überrascht und zu Boden gerungen haben.
Sie verbindet gekonnt Leichtigkeit mit Ernsthaftigkeit und das macht diese Geschichte letztendlich auch so gut.
Leider bin ich durch ihren leichten, fließenden und bildgewaltigen Schreibstil wieder durch die Seiten geflogen, wodurch ich viel zu schnell am Ende angelangt war.
Schlussendlich ein Roman der mich berührt, nicht losgelassen und zum nachdenken gebracht hat.



Die Autorin weiß wie man Bücher schreibt. Daher ist es auch keine Überraschung das mich Tanners und Andreas Geschichte sehr berührt, mitgerissen und zum nachdenken gebracht hat.
Er ist heiß, keine Frage. Aber dazwischen ist noch so unendlich viel mehr.
Man lacht, man träumt und weint.
Ein Roman der alles hat , um ein gelungenes Leseerlebnis zu erzielen.
Eine klare Leseempfehlung.


1 Kommentar:

  1. Hey meine Liebe,

    schön, dass dir auch diese Reihe der Autorin sogut gefällt. Mich konnte sie leider nicht überzeugen, wenn ich auch nur eines dieser Bücher gelesen habe. Allerdings habe ich entschieden, diese auszulassen. :)

    Dir dennoch viel Spaß beim Suchten. :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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