Samstag, 15. Juli 2017

[Rezension] B.C. Schiller - Targa: Der Moment, bevor du stirbst

Autor: B.C.Schiller
Titel: Targa: Der Moment, bevor du stirbst
Teil einer Reihe: Targa - Band 1
Genre: Thriller
Erschienen: 10.Juli 2017
Verlag: Penguin
ISBN: 978-3328101512
Seitenanzahl: 400
Preis: Ebook 8,99€, Taschenbuch 10,00€
Wertung: 3/5
Bildquelle/Cover: © Penguin Verlag 










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"Niemand kommt dem Bösen so nahe wie sie.

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?"
Quelle: © Penguin Verlag





Ich mag die Bücher des Autorenduos eigentlich total gern, aber ich muss zugeben Targa lässt mich etwas zwiegespalten zurück.
Es ist eine etwas ungewöhnliche neue Reihe mit interessanten Charakteren, die durch ihre fehlenden Emotionen hervorstechen.
Der Einstieg selbst hat mir eigentlich gut gefallen und ehrlich gesagt habe ich mich auf eine Menge Action gefreut.
Der Schreibstil war sofort sehr einnehmend, aber auch fließend und ich freute mich auf mehr.
Doch schnell merkte ich, das ich da wohl etwas auf dem Holzweg bin. Denn all zuviel an Action gab es eigentlich nicht. Es besticht eher auf der psychologischen Ebene , als durch Brutalität und Tempo.
Die Spannung drückt sich eher unterschwellig aus. Was im Prinzip nicht schlecht ist, da man so doch auch einiges an Spielraum hat und alles doch besser fühlen kann.
Targa selbst mochte ich sehr gern. Ich mochte ihre kühle wohlkalkulierte Art sehr gern. Eine junge Frau die aus der Masse heraussticht und doch einiges zu bieten hat. Angefangen bei dem Hintergrund, wo man mitunter doch das ein oder andere erfährt. Viel zu viel blieb für mich jedoch noch im Dunkeln.
Auch Sandman fand ich faszinierend, seine Besessenheit mit dem Tod hab ich voller Interesse verfolgt. Er ist böse , keine Frage und dennoch hatte ich das Gefühl, da fehlte noch das entscheidende und er lässt es nicht richtig heraus. Seine Spielchen sind beileibe kein Zucker schlecken, drücken sie doch sehr gut seine Abgründigkeit und seine Eiseskälte aus. Gefühle sind fehl am Platz, es sei denn , es geht um die eine Sache die ihm wichtig ist.
Doch dann trifft er auf Targa und ein perfides Katz- und Mausspiel wird eingeläutet, bei dem es nur einen Gewinner geben kann.
Unabhängig von diesem Handlungsstrang taucht noch ein weiterer auf. Ich geb zu, ich war ehrlich verwirrt.
Was hat das mit dem ganzen zutun und was soll mir das sagen?
Lange erkannte ich überhaupt keinen Zusammenhang , es war mysteriös und nur langsam zu greifen. Das Ganze entwickelte eine Dimension die ich dann doch voller Interesse verfolgt habe, es wurde mir jedoch zu abrupt abgehandelt. Irgendwie hatte ich in dem Moment einfach viel mehr erwartet.
Es war zu einfach, zu schnell.
Derweil geht das Psychospielchen zwischen Targa und Sandman munter weiter.
Sie umkreisen sich und es schließt sich merklich der Kreis und macht viel größerem Platz.
Wie die beiden miteinander umgegangen sind, hat mir wirklich gut gefallen und ich erhoffte mir voller Spannung ein explosives Finale.
Das bekam ich dann auch, wenn auch anders als erhofft.
Es lag so viel Verzweiflung, Sehnsucht, aber auch Adrenalin darin, das einem die Sinne schwanden.
Zwei Gegner die sich aufs Blut beekämpfen.
Der Abschluss des Ganzen hat mich etwas unruhig zurückgelassen, es konnte mich einfach nicht restlos überzeugen und von sich einnehmen und immernoch denke ich, das gewisse Etwas fehlt einfach.
Hilfreich fand ich die Perspektiven, denn es sind verschiedene, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Was ihnen deutlich mehr Präsenz und Raum verschafft.
Man kann sie ergründen, sich in sie hineinversetzen und so mehr über sie erfahren.
So bekommt man auch hautnah mit wie sich Sandman seinen Opfern nähert und mit ihnen verfährt, was durchaus enorm faszinierend war und das eigene Grauen noch weiter heraufbeschwor.
Die Ermittlungsmethoden des Ganzen fand ich gut, wenn auch nicht tief genug ausgearbeitet, man konnte sich jedoch ein Bild machen.
Die Emotionen blieben für mich teilweise etwas auf der Strecke, da mich das Ganze eigentlich nicht wirklich berührt hat, was ich wirklich als schade empfand, denn dann hätte es mich wohl stärker gepackt.
Abschließend sei gesagt, Targa ist faszinierend und interessant, konnte mich jedoch in seiner Ausarbeitung nicht vollends überzeugen.
Dennoch bleibe ich dran und bin gespant wie sich Targa weiterentwickelt und was da noch alles zum Vorschein kommt.



Targa ist in seiner Grundidee sehr interessant, die Ausarbeitung konnte mich jedoch nur bedingt mitreißen.
Starke Charaktere die sich ebenbürtig sind und ein perfides Katz- und Mausspiel bei dem es um mehr geht, als man zunächst annimmt.
Abgründig und kalt.
Ein Thriller der in mir jedoch so einige zwiespältige Gefühle ausgelöst hat.
Auch wenn ich nicht vollends überzeugt bin, so bin ich doch gespannt wie sich das Ganze weiterentwickelt.


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