Samstag, 15. April 2017

[Rezension] Lauren Oliver - Als ich dich suchte

Autor: Lauren Oliver
Titel: Als ich dich suchte
Originaltitel: Vanishing Girls
Übersetzer: Katharina Diestelmeier
Teil einer Reihe: /
Alter: ab 13 Jahren
Genre: Liebsroman, Jugendbuch
Erschienen: 1.Februar 2017
Verlag: Carlsen Verlag
ISBN: 978-3551583512
Seitenanzahl: 368
Preis: Gebundene Ausgabe 19,99€, Ebook 13,99€
Wertung: 4/5
Bildquelle/Cover: © Carlsen Verlag

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"Die beiden Schwestern Nick und Dara sind grundverschieden und doch unzertrennlich. Bis Dara Nicks besten Freund Parker küsst. Bis zu dem Autounfall, bei dem Dara im Gesicht verletzt wird. Seitdem sprechen die Schwestern nicht mehr miteinander. Als Dara an ihrem Geburtstag spurlos verschwindet, glaubt Nick zuerst an einen dummen Scherz. Doch Dara ist schon das zweite Mädchen, das in der Gegend verschwunden ist. Nick spürt, dass ihre Schwester in großer Gefahr ist und dass sie sie finden muss – bevor es zu spät ist."
Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/als-ich-dich-suchte/68689





Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut und war gespannt was der Inhalt mir alles offenbaren würde.
Der Einstieg gelang mir zwar recht leicht,dennoch hat mir gerade zu Beginn die spürbare Emotionaltität gefehlt.
Der Schreibstil der Autorin ist zwar sehr fließend und stark einnehmend, dennoch brauchte ich gerade am Anfang um mich etwas in die Geschichte reinzufühlen.
Dabei erfährt man die Perspektiven der beiden Schwestern, was im Laufe der Zeit ein recht klares Bild von Ihnen zeichnet.
In erster Linie ist es jedoch Nick, die man immer besser kennenlernt und erfährt, was sie denkt und fühlt. Was sie für Sorgen hat, womit sie sich rumschlägt und welche Bindung sie letztendlich zu ihrer Schwester hat.
Schnell wird klar das die beiden sehr verschieden sind, was sich nicht nur in den Äußerlichkeiten zeigt.
Ich hatte schnell das Gefühl, das sich Nick fühle, als würde sie weniger wahrgenommen als Dara es tat. Als stehe sie sozusagen im Schatten von Dara.
Besonders Nicks Feinfühligkeit mochte ich sehr. Sie geht mit viel Bedacht an alles heran und weiß igrendwie auch wer sie ist. Aber dennoch hatte ich trotz allem das Gefühl, das sie mit ihrer Entdeckung noch nicht fertig wäre. Es war , als wäre sie immernoch auf der Suche nach ihrem wahrem Selbst.
Man erfährt dabei verschiedene Zeitebenen, was dazu führt, das man die Überschriften immer genau im Überblick behalten sollte. Ich achte ja eher weniger auf die Überschriften, wodurch ich doch manchmal innehalten musste.
Gerade im ersten Teil gab es für mich einige Längen, was aber nicht schlecht ist, da die Autorin sehr auf Details achtet und ein klares Bild von der Szenarie und den Schwestern zeichnet.
Es geht um Geheimnisse, Freundschaft, Rivalität und Liebe. Aber es geht auch um Familienbande und wie schwer es manchmal ist eine Schwester zu haben.
Aber dieses Buch erzählt auch vom verschwinden eines Mädchens, dessen Aufklärung lange im Dunkeln lag.
Dabei hat man zunächst kaum Anhaltspunkte, erst nach und nach lichtet sich alles.
Besonders gut haben mir hierbei die Zeitungsausschnitte, Mailverkehr und Tagebucheinträge gefallen. Das hat dem ganzen mehr Brisanz und Spannung verschafft.
Am Anfang sah ich die Geschichte als nichts besonderes an. Ja sie war schmerzvoll und auch die Tragik und die Verzweiflung kamen immer mehr zum Vorschein.
Doch gerade der letzte Teil des Buches hat es geschafft mich völlig aus der Bahn zu werfen, denn mit so etwas hatte ich ganz und gar nicht gerechnet und musste wirklich nochmal zurückblättern, ob ich mich auch nicht geirrt hatte.
Sprachlosigkeit und Fassungslosigkeit inklusive.
Gerade dieser Teil der Geschichte hat für mich einiges dazugewonnen und ja, es hat die Blickwinkel verschoben und man hat alles anders betrachtet.
Aber es geht nicht nur um die Verbindung zwischen den Schwestern, die Autorin webt auch ganz geschickt eine ernste Thematik ein, dessen Umsetzung mir wirklich gut gefallen hat.
Schlussendlich ein Jugendroman, der mich vor allem mit dem was zwischen den Zeilen steht berühren und nachdenklich stimmen konnte.
Defintiv etwas, was man so nicht erwarten würde.



Es ist nicht Besonderes.
Dachte ich.
Doch die Autorin hat mich überrascht und wirklich sprachlos gemacht. Denn neben der Verbindung der Schwestern gibt es noch so man andere Dinge zu entdecken.
Es ist zwar keine emotionale Achterbahnfahrt, dennoch konnte dieses Buch etwas bei mir bewegen und vor allem auch nachdenklich machen.
Wer es lieber eher etwas ruhiger und tiefsinniger mag, der sollte an diesem Buch auf keinen Fall vorbeigehen. Denn die Autorin geht sehr feinfühlig und gefühlbetont zur Sache, was seinen ganz eigenen Charme hat.
 Eine klare Leseempfehlung.


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