Dienstag, 28. März 2017

[Rezension] Leila Meacham - Sturmtage

Autor: Leila Meacham
Titel: Sturmtage
Originaltitel: Titans
Übersetzer: Sonja Hauser
Teil einer Reihe: /
Genre: Historische Romane, Gegenwartsliteratur, Liebesromane
Erschienen: 19.September 2016
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442205172
Seitenanzahl: 672
Preis: Broschiert 14,99€, Ebook 9,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle: © Goldmann Verlag 

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"Texas um 1900. Nathan Holloway wächst in bescheidenen Verhältnissen auf einer kleinen Farm auf. Dennoch ist der junge Mann mit seinem Leben zufrieden. Bis ihm eines Tages zu seiner großen Überraschung der wohlhabende Trevor Waverling offenbart, dass er sein leiblicher Vater ist und Großes mit ihm vorhat: Trevor will ins Ölgeschäft einsteigen, und Nathan soll seine Firma langfristig übernehmen. Nach anfänglichem Zögern ergreift Nathan die große Chance und nimmt das Angebot an. Der Beginn eines rasanten gesellschaftlichen Aufstiegs und Anlass einer schicksalhaften Begegnung. Denn bei einem Geschäftstermin mit dem reichen Rancher Neal Gordon lernt Nathan dessen junge Tochter Samantha kennen – ohne zu ahnen, wie sehr Samantha sein Leben verändern wird …"
Quelle: https://www.randomhouse.de/Paperback/Sturmtage/Leila-Meacham/Goldmann/e493357.rhd





Von Leila Meacham habe ich bereits die beiden vorherigen Romane gelesen, mit diesen hat sie mich bereits ohne Ende begeistern können.
Auch ihr neuestes Werk steht dem in nichts nach und ich bin einfach nur vollkommen überwältigt.
Der Klappentext verspricht viel Spannung und ein komplexes Werk. Was es auch ist.
Man sollte sich auch keinesfalls von der hohen Seitenanzahl abschrecken lassen, denn es liest sich einfach wunderschön, so das man einfach nur durch die Seiten fliegt.
Von Anfang an hat mich die Geschichte in Atem gehalten.
Allen voran konnte mich vor allem Nathan begeistern, der ein Mann mit spürbaren Ecken und Kanten ist, was ihn gleich lebendig und vor allem authentisch erscheinen lässt.
Auch seine Entwicklung während des gesamten Buches hat mir wirklich gut gefallen. Seine Emotionen waren für mich durchweg gut spürbar und so teilte ich Leid, Freude und Verzweiflung.
Aber auch die anderen Charaktere sind einfach wundervoll ausgearbeitet. Sie wachsen schnell ans Herz und man fühlt und leidet mit Ihnen mit.
Die ganze Story ist in 3 Teile gegliedert, was ich hier auch als sehr wichtig erachte, denn es erstreckt sich über einen gewissen Zeitraum.
Es spielt zur Jahrhundertwende und die Autorin gelingt es mit einem sehr einnehmenden und bildgewaltigen Schreibstil mich immer tiefer in das Buch hineinzuziehen.
Ständig gibt es neue Erkenntnisse und Eindrücke, die mich immer weiter vorangetrieben haben.
Die mich nicht losgelassen und auch das ein oder andere Mal nachdenklich gestimmt haben.
Es gibt einige Überraschungen und Wendungen zu verzeichnen, die man nicht kommen sieht und die gerade auf der emotionalen Ebene besonders mitnehmen.
Es gibt Charaktere die haben mich besonders ergriffen. Allen voran natürlich Nathan der hier einen zentralen Punkt innehat.
Aber auch Samantha hat mir unglaublich gut gefallen. Mit ihrer Art, wie sie fühlt, was sie antreibt.
Aber neben der Liebesgeschichte die mit sehr vielen Details sehr gut ausgearbeitet ist.
Bekommt man auch den industriellen Aspekt geboten, der mehr als interessant ist.
Man erfährt mehr darüber und das hat mich stellenweise wirklich in Atem gehalten.
Man kann sich alles sehr gut vorstellen und sich direkt hineinversetzen.
Dabei spürt man das ganze viel intensiver und kann sich umso besser fallenlassen.
Die Handlung an sich ist in verschiedene Erzählstränge unterteilt und da muss man auch genau aufpassen, um ja nichts zu verpassen. Denn auch wenn anfangs noch alles etwas lose wirkt, so schafft es die Autorin doch wirklich sehr geschickt das Ganze am Ende gekonnt miteinander zu verbinden.
Längen gab es für mich keine zu verzeichnen, da ich das ganze Geschehen sehr interessant fand. Man bekommt dabei auch verschiedene Perspektiven geboten, wodurch das ganze sehr viel Raum und Tiefe entwickelt.
Es ist ein Roman der den Leser in ein Wechselbad der Gefühle reißt.
Man liebt, man leidet und fühlt einfach alle Facetten an Emotionen , was sich einem bietet.
Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl, ich kann gar nicht mehr auftauchen, so sehr hat es mich mitgerissen und in Atem gehalten.
Besonders gut hat mir auch der Nachspann gefallen, wo man dann erfahren hat, was später mit den Personen geschieht.
Was ich vielleicht noch gut gefunden hätte, wäre ein Personenverzeichnis. Dann hätte man alles auf einen Blick gehabt.
Letztendlich ist es für mich ein wahres Meisterwerk das mich vom Flair teilweise an die Dornenvögel  oder auch Dallas erinnert hat.
Wer gerne in die historische Zeit abtaucht und dem auch die Geschichte dahinter interessiert, der sollte hier unbedingt zugreifen.



Leila Meacham ist mit ihrem neuen Werk etwas sehr facettenreiches und bewegendes gelungen, was mich auf ganzer Ebene überzeugt hat und darüber hinaus.
Ein malerisches Setting, tiefgründige und authentische Charaktere und eine Geschichte die mich Tränen und Schluchzer gekostet haben.
Es ist ergreifend, gewaltig und voller Liebe zum Detail gestaltet.
Für mich gehört die Autorin defintiv zu den ganz Großen.
Eine klare Leseempfehlung und für mich ein absolutes Highlight.


1 Kommentar:

  1. @Vielen Dank für deinen Leseeindruck. Ich habe bislang von Leila Meacham erst ein Buch gelesen. Wenn der Tag doch mehr Stunden hätte ☺ Aber definitiv werde ich es mir merken, es scheint genau nach meinem Geschmack zu sein.
    Liebe Grüße Hanne

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