Freitag, 6. Januar 2017

[Rezension] Ruth Ware - Im dunklen, dunklen Wald

Autor: Ruth Ware
Titel: Im dunklen, dunklen Wald
Originaltitel: In a dark, dark Wood
Übersetzer: Stefanie Ochel
Teil einer Reihe: /
Genre: Thriller
Erschienen: 23.September 2016
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
ISBN: 978-3423261234
Seitenanzahl: 384
Preis: Broschiert 15,90€, Ebook 12,99€
Wertung: 4/5
Bildquelle: © dtv

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" Eine bizarre Junggesellinnenparty. Ein Spiel, das aus dem Ruder läuft. Manche Partys sind gut, manche sind schlecht. Diese hier ist tödlich. Als Nora, 26, eine Einladung zum Junggesellinnenabschied ihrer ehemals besten Freundin Clare bekommt, ist sie mehr als überrascht. Sie hat Clare seit zehn Jahren nicht gesehen. Seit dem Vorfall damals, den Nora nie ganz überwunden hat... Und jetzt aus heiterem Himmel diese Einladung. Ein idyllisches Wochenende in einem Haus tief in den winterlichen Wäldern Nordenglands ist geplant. Was kann es schon schaden? Nora gibt sich einen Ruck und fährt hin. Doch etwas geht schief. Grauenvoll schief. "
Quelle: https://www.dtv.de/buch/ruth-ware-im-dunklen-dunklen-wald-26123/





Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, aber von Anfang an hat mich dieser Roman gefesselt. Wobei ich ihn jetzt nicht als Thriller einordnen würde. Ich denke, psychologischer Spannungsroman trifft es schon eher.
Die Charaktere hierbei sind wirklich sehr unterschiedlich und das macht das ganze doch ungleich interessanter und auch facettenreicher.
Von Anfang an empfand ich alles als ziemlich undurchsichtig.
Nora, unsere Hauptprotagonistin ist in Prinzip eine doch sympathische Persönlichkeit. Bei ihr hatte ich jedoch das Gefühl, sie nie einschätzen zu können. Man hatte das Gefühl, als hätte sie eine Mauer um sich herum aufgebaut. Auf mich wirkte sie sehr einsam und auch die Traurigkeit schlägt sich immer wieder durch. Sie macht sich selbst nieder und somit auch zu einem leichten Angriffsziel für andere.
Bei ihrer Person hätte man auch noch mehr in die Tiefe gehen können, man erfährt zwar hier und da ein paar Schnipsel. Aber um sie richtig einschätzen zu können, fehlte einfach noch mehr.
Bei den anderen Personen hält es sich zwar ebenso, aber durch die Grundidee die hier zugrunde liegt, denke ich, ist es ganz gut so.
Die Story war von Anfang spannend und voller Überraschungen behaftet.
Man spürte immer wieder, daß viel im argen liegt und die Geheimnisse alles überschatten.
Ängste und  Verzweiflung sind nahezu spürbar.
Daneben gab es eine Person, die mich auch ziemlich zum grübeln brachte, was dem ganzen natürlich auch nochmal Aufschwung verschaffte.
Ein anfangs heiteres Zusammenkommen entwickelte sich immer mehr zum schieren Alptraum, in dem nichts unmöglich ist.
Rivalität, Intrigen und eine vermeintliche Freundschaft ist hier das Zentrum.
Vor allem um Nora macht man sich immer wieder Gedanken.
Was geschah vor 10 Jahren wirklich?
Was ist ihr großes Geheimnis?
Ich muss sagen, ich hab mir wirklich Horrorszenarien vorgestellt. Die Auflösung dazu gibt es am Ende. Nur leider konnte sie mich nicht gerade vom Hocker reißen.
Doch daneben gibt es noch weitere Wendungen, die vor allem am Ende ziemlich den Boden unter den Füßen wegreißen.
Und obwohl die Idee hinter allem nichts neues ist, haben mich vor allem die unterschwellige Spannung, dieses nicht wissen und die einzelnen Charaktere an dieses Buch gebunden.
Ich musste einfach wissen, was wirklich geschah.
Schlussendlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen, auch wenn ich mir hier un da etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Auch den Showdown hätte man meiner Meinung nach, noch etwas weiter ausbauen können, denn das ging mir etwas zu schnell.
Ein Buch das ich in einem Rutsch inhaliert habe, einfach weil es mich nicht mehr losgelassen hat.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Nora, was ihr mehr Raum schenkt.
Die Charaktere sind ausdrucksstark und nehmen für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind meist gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Es wird immer gewechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was dem ganzen mehr Spannung verleiht.
Der Schreibstil ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.


Ein wirklich guter Roman, zwar ist die Idee dahinter nichts neues, doch hat mich mich die Story von Anfang an, in den Bann geschlagen und einfach nicht mehr losgelassen.
Interessante Charaktere, einige Wendungen und eine Wahrheit, die alles in den Schatten stellt.
Eine klare Leseempfehlung.

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