Donnerstag, 8. Dezember 2016

[Rezension] Marlena Anders - Ein Himmel aus Lavendel

Autor: Marlena Anders
Titel: Ein Himmel aus Lavendel
Teil einer Reihe: Band 1
Genre: Fantasy
Erschienen: 12.Oktober 2016
Verlag: Drachenmond Verlag
ISBN: 978-3959919159
Seitenanzahl: 284
Preis: Taschenbuch 12,90€, Ebook 3,99€
Wertung: 4/5
Bildquelle: © Drachenmond Verlag 

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"Deine Seele gegen eine Gabe. Oder einen Fluch?

Es heißt, es sei gar nobel, sein Leben für das eines geliebten Menschen zu geben. Doch niemand hat davon gesprochen, wie es sich anfühlt, diejenige zu sein, die diese Bürde auf sich nimmt. Darf man eine solche Entscheidung bereuen?

Diese Frage stellt sich Emery in ihren dunkelsten Momenten. Denn weder ihre Mutter noch ihre Schwester wissen, auf was sie alles verzichtet, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen. Ein Fremder war es, der ihr für ihre Seele eine Gabe versprach – die Fähigkeit, in gefährlichen Situation wie ein Phönix in Flammen aufzugehen. Doch auch wenn der Phönix für neues Leben steht, bringt jede Verwandlung Emery einen Schritt näher an den Tod.

Um dies zu verhindern, macht sich Emery verzweifelt auf die Suche nach einer Möglichkeit, um den Handel rückgängig zu machen. Dabei soll ihr Nael helfen, der ihr eine Ausflucht aus ihrem alten Leben bietet. Aber ihm sind seine eigenen Dämonen dicht auf den Fersen … "
Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/ein-himmel-aus-lavendel/





Das Cover dieses Buches ist unwahrscheinlich schön und hat mich sofort angezogen. Der Inhalt klang genauso vielversprechend und obwohl es mir gefallen hat, hatte ich damit doch so meine Probleme.
Was würdest du für die Menschen die du liebst tun?
Deine Seele verkaufen?
Sowas ist leicht dahingesagt, aber was ist, wenn man es wirklich tut.
Emery steht an diesem Punkt. Sie hat nie ein leichtes Leben gehabt, was man im Laufe des Buches immer wieder erfährt.
Ihre ganze Seele, ihr ganzes Sein istv getrieben von Verzweiflung und Hoffnung auf Besserung. Es schmerzt, wenn man ihren Weg verfolgt. All die Qual, die Zerrissenheit brechen ihren Bahn und lassen einen in die Geschichte abtauchen.
Emery ist ansich eine wirklich tolle Protagonistin, die mich ihre tiefe Emotionen spüren lassen konnte.
Jedoch kam sie mir das ganze Buch über einfach nicht nahe. Sie hat mich berührt, keine Frage. Jedoch hatte ich das Gefühl, ich könnte sie nicht greifen. Sie blieb immer auf Abstand. Was ich wirklich schade fand. Das, womit sie sich rumschlägt, ist nicht einfach. Man sucht nach Erlösung, Besserung, einen Weg aus dieser Dunelheit.
Doch gibt es den tatsächlich?
Oder ist ihr Ende längst beschlossen?
Den Fluch empfand ich sehr interessant und wollte mehr darüber erfahren. Die Hintergründe erfährt man nach und nach und kann sich demzufolge damit auch auseinandersetzen.
Doch leider wurde für mich die Geschichte mitunter etwas langatmig. Was jetzt nicht an der Grundthematik liegt, denn diese ist wirklich interessant. Es ist eher dieses Schwere, drückende, das mich immer wieder stocken ließ. Es hat mich runtergezogen in einen Strudel aus Düsternis und Qual.
Es gab jedoch auch Momente , die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Ascher, Caia und Rhys haben mein Herz aufblühen lassen. Sie sind mir sofort in Fleisch und Blut übergangen. Ich mochte sie unheimlich gern. Sie haben das ganze etwas erleichtert und ich empfand es sehr erfrischend.
Die Spannung ansich ist von Anfang an gegeben. Mit jeder Zeile entdeckt man neue Herausforderungen, neue Abenteuer und neue Wagnisse und Konflikte die man eingehen muss. Dabei sind vor allem die Emotionen unheimlich gut spürbar.
Emery tat mir im Laufe des Geschehen immer mehr leid und ich habe wirklich mit ihr mitgefiebert.
Aber hier ist nie etwas einfach.
Die Autorin hat Wendungen eingebaut, die mich sehr überrascht haben. Einerseits fand ich es schlüssig, aber andererseits hat es mir einen völlig neuen Blickwinkel verschafft, was sehr gut gelungen ist. Aber dann dachte ich wieder, wie kann sie mir das jetzt antun?
Es ist ein Buch in dem die tiefste Dunkelheit, die Abgründigkeit sehr gut zum Vorschein kommt. Es zeigt uns Dinge auf, die man nicht sehen will und doch muss.
Ein erster Band, der durchaus gelungen ist. Beim Ende jedoch dachte ich wirklich, das ist jetzt nicht ihr Ernst.
Das hat mich nämlich wirklich getroffen.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Emery, was ihr mehr Raum und Tiefe schenkt.
Die Charaktere sind ausdrucksstark und verstehen es , für sich einzunehmen.
Manche von ihnen wirken jedoch noch etwas blass, aber ich denke im Folgeband wird man mehr darauf eingehen.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind meist gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal bis lang gehalten.
Der Schreibstil ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend gehalten.
Das Cover mit der Maske passt wirklich gut, da es eine zentrale Rolle spielt, anderseits hätte ich mir da, aber auch mehr Düsternis gewünscht. Der Titel passt jedoch ohne Wenn und Aber.



Ein erster Band der durchaus gelungen ist. Ich hatte jedoch mit der Schwere so meine Probleme und leider auch mit Emery.
Es ist jedoch eine sehr interessante Srory, die mit Wendungen einhergeht, die einfach überraschen und sprachlos machen.
Es gibt Charaktere, die haben mich wirklich verzaubert und Emotionen, die immer wieder ihren Bahn brechen.
Ich empfehle es gern weiter.


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