Samstag, 15. Oktober 2016

[Rezension] Thomas Finn - Dark Wood

Autor: Thomas Finn
Titel: Dark Wood
Teil einer Reihe: /
Genre: Horrorthriller
Erschienen: 1.August 2016
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3426518748
Seitenanzahl: 464
Preis: Taschenbuch 9,99€, Ebook 9,99€
Wertung: 4/5
Bildquelle: © Knaur Verlag 

>> Beim Verlag erhältlich <<
>> Bei Amazon erhältlich <<






"Die Handlung: Ein gnadenloser Kampf ums Überleben Die Schauplätze: Norwegens undurchdringliche Wälder. Ein unheimliches Höhlensystem. Ein geheimes Militärlager aus dem Zweiten Weltkrieg mit Forschungslabor. Ein uraltes Wikingergrab. Die Charaktere: sechs Angestellte einer Hamburger Werbeagentur, vier Männer, zwei Frauen, die sich nicht besonders mögen. Das TV-Team einer neuen Reality-Show. Ein Verräter. ETWAS, das in den Wäldern lauert: uralt, grausam – und ansteckend!"
Quelle: http://www.droemer-knaur.de/buch/8848069/dark-wood





Dark Wood klang vom Inhalt sehr vielversprechend und gerade diese Survival Trips in denen es ums nackte überleben geht, entfachten mein Interesse.
Die Grundidee dieser Reality-Show war durchaus vielversprechend und es hat auch nicht lange gedauert bis es losging.
Leider hat man davor nicht allzuviel von den Kandidaten erfahren, was ich zunächst etwas schade fand.
Doch nach und nach entblößten sie sich quasi und man konnte in ihre Seele eintauchen.
Dieser Umstand förderte einiges zutage, mit dem ich nicht gerechnet hatte.
Denn alle diese Personen haben ein Leben , das doch mit reichlich Ecken und Kanten versehen ist.
Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen. Die einen lösten Mitgefühl bei mir aus, andere jedoch einfach nur Abneigung.
Wer bei diesen Personen besonders beeindruckend für mich waren, waren hierbei Sören und Dagmar. Zwei Menschen mit denen man sich durchaus identifizieren kann. Und die doch auch mit ihrem Hintergrund berühren.
Jedoch muss ich grad bei dieser Geschichte anmerken, das es oft um die Hintergründe ging, was doch mitunter in Neid und Missgunst endete.
Geheimnisse werden gelüftet, was zu viel Konflikten und Streitereien führte.
Und irgendwann steht die Frage in Raum,, wem kann ich überhaupt noch vertrauen?
Wer steht mir zur Seite und wer treibt ein mörderisches Spiel?
Wobei man ja gerade sagt, das man im Notfall aufeinander bauen sollte. Doch davon war nicht immer was zu spüren.
Die Show begann und ich war gefesselt und langsam aber sicher kristallisierte sich das wahre Grauen heraus.
Irgendwas lauert in den Wäldern und ist kaum zu greifen.
Es ist erschreckend nah, nicht wirklich zu greifen und doch löst es nackte Panik und das ultimative Grauen aus?
Wobei handelt es sich hierbei?
Ist es Teil dieses Spiels oder lauert dort draußen etwas ganz anderes?
Immer mehr mysteriöse Dinge geschehen, Menschen verschwinden, Leichen tauchen auf und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Plötzlich geht es nicht mehr um den Gewinn, sondern nur noch um das nackte Überleben.
Was sich nach und nach abzeichnete war zwar zwar wirklich erschreckend und meine Nerven waren aufs äußerste angespannt. Dennoch kam bei mir nicht so das rechte Grauen auf. Ich weiß nicht, woran es lag, aber die Emotionen konnten mich einfach nicht völlig erreichen.
Es war eher so, das mich einzelne Personen berührt haben. So das ich auch ihre Ängste und ihre Qualen spüren konnte.
Der Verlauf jedoch war überaus interessant und die Wendungen die das Ganze einnahm, hätte ich nie erwartet und waren sehr gelungen.
Die Entwicklung der Charaktere waren ebenfalls gut spürbar und man bangte und zitterte die ganze Zeit mit.
Leider wurde es für mich stellenweise auch etwas langatmig, was ich schade fand.
Nichtsdestotrotz war die Handlung spannend, von einigen Wendungen und Überraschungen durchzogen und vor allem hat es auch mal wieder gezeigt, was Verzweiflung aus Menschen macht und wie sie dabei reagieren.
Den Hintergrund hinter allem fand ich noch erschreckender und es hat mich einfach nur sprachlos gemacht. Diesen Teil hätte man auch gern noch mehr ausbauen können, da ich gern noch mehr darüber erfahren hätte.
Der Abschluss der Geschichte hat mir gut gefallen.

Hierbei erfahren wir die Perspektive aus der dritten Person, so lernt man verschiedene Charaktere kennen wie z.b. Dagmar, Sören oder auch Lars. Was ihnen mehr Raum und Tiefe schenkt.
All Charaktere sind sehr unterschiedlich, was dem ganzen mehr Würze gibt und es facettenreicher erscheinen lässt.
Sie sind allesamt ausdrucksstark und nehmen für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten, was ein gutes durchkommen gewährleistet.
Der Schreibstil ist fließend und stark einnehend, aber auch mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.



Ein Survival Trip der ins nackte Überleben mündet und mit einem Grauen konfrontiert, das nicht zu fassen ist.
Unterschiedliche Charaktere , eine interessante Idee und einige Wendungen, haben mich durch das Buch fliegen lassen.
Dennoch konnte es mich leider nicht komplett überzeugen.
Doch empfehle ich es gern weiter, da es mir trotzdem Spaß gemacht hat, dieses Buch zu lesen.
Es bekommt von mir 4 von 5 Punkten.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen