Sonntag, 16. Oktober 2016

[Rezension] Markus Heitz - Wedora: Staub und Blut

Autor: Markus Heitz
Titel: Wedora: Staub und Blut
Teil einer Reihe: /
Genre: Fantasy, Science Fiction
Erschienen: 1.August 2016
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3426654033
Seitenanzahl: 608
Preis: Broschiert 16,99€, Ebook 14,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle: © Knaur Verlag 

>> Beim Verlag erhältlich << 
>> Bei Amazon erhältlich << 

 





"Lebensspendend oder todbringend, geheimnisvoll oder verkommen - Juwel der Wüste oder Ende aller Hoffnung? Willkommen in Wédōra, dem Schauplatz von Markus Heitz' neuem Dark-Fantasy-Roman "Wédōra - Staub und Blut.
Im Mittelpunkt einer gigantischen Wüste liegt die schwer befestigte Stadt Wédōra. Sämtliche Handelswege der 15 Länder rings um das Sandmeer kreuzen sich hier, Karawanen, Kaufleute und Reisende finden Wasser und Schutz. In diese Stadt verschlägt es den Halunken Liothan und die Gesetzeshüterin Tomeija.
Doch Wédōra steht kurz vor einem gewaltigen Krieg, denn die Grotte mit der unerschöpflichen Quelle, die die Stadt zum mächtigen Handelszentrum hat aufsteigen lassen, war einst das größte Heiligtum der Wüstenvölker. Nun rufen die geheimnisvollen Stämme der Sandsee zum Sturm auf die mächtige Stadt.
Liothan und Tomeija geraten schnell in ein tödliches Netz aus Lügen und Verschwörungen, besitzen sie doch Fähigkeiten, die für viele Seiten interessant sind."
Quelle: http://www.droemer-knaur.de/buch/9048660/wdora-staub-und-blut





Auf das neue Werk von Markus Heitz habe ich mich sehr gefreut, doch ich wusste nicht wirklich, was mich hier erwarten würde. Daher war ich umso gespannter.
Liothan und Tomeija sind hier mehr oder weniger die Hauptfiguren und sie begannen mich schon auf den ersten Zeilen zu fesseln.
Beide sind sehr unterschiedliche Charaktere und verstehen es mit ihrer Art in den Bann zu ziehen.
Besonders Tomeija hat mich immer wieder überrascht. Dachte ich mal wieder, es gäbe für sie keinen Ausweg mehr, so belehrte sie mich eines besseren. Sie ist sehr klug und gewitzt und versteht es sich durchzusetzen. Ihre Stärke und ihr Mut zeichnet sich dadurch aus, daß man es einfach nicht kommen sieht und das ist wirklich richtig gut gelungen.
Aber auch Liothan hat seine Vorzüge und versteht zu überraschen.
Hierbei handelt es sich um ein ziemlich komplexes Werk. Ich brauchte erstmal eine ganze Zeit um das Ganze zu überblicken und alles richtig zuzuordnen.
Dennoch der Zauber und die Magie die hier über allem schwebt konnte mich von Anfang an in den Bann legen und vor allem hatte ich mächtig Spaß beim lesen.
Auch die tiefen Emotionen konnten mich runter- und wieder raufziehen. Ich war am Abgrund und schöpfte doch wieder Hoffnung. Es war ein regelrechtes Auf und Ab an Gefühlen, das ich hier durchlaufen habe.
Auch die vielen gewöhnungsbedürftigen Namen haben mir anfangs doch etwas Probleme bereitet. Doch ist man erstmal mitten im Geschehen gewöhnt man sich auch daran.
Es gibt einige Charaktere, die mich doch schwer beeindruckt haben, aber auch einige denen ich sofort mit Abneigung begegnet bin.
Ebenso gibt es natürlich Wesen, die mich doch sehr fasziniert haben und ich begierig darauf brannte mehr darüber zu erfahren. Sei es nun ob sie sichtbar oder nicht sichtbar waren, sie sind einfach absolut fantastisch und man muss sie einfach erlebt und entdeckt haben.
Man merkt sofort wieviel Arbeit, aber auch wieviel Liebe in diesem Buch steckt. Denn alles ist so ausdrucksstark und lebendig entworfen, daß es einfach vollkommen fesselt und flasht.
Es entstanden für mich zwar zwischendrin auch ein paar Längen, doch das störte den Lesefluss nicht.
Ich begab mich auf ein Abenteuer voller Staub und Blut, Verschwörungen, Inrigen und Grauen.
Ein Grauen das mich auffraß und nicht mehr aufatmen ließ.
Es geht natürlich auch etwas blutig zu, aber ich fand es hielt sich immer in Maßen.
Ich war bestürzt, betroffen und doch etwas ließ mich immer wieder nach vorne schauen.
Es gab Szenen, da hatte ich wirklich zu knabbern, aber es passte einfach und gehört dazu.
Denn Wedora ist mehr, als es den Anschein hat.
Wer ist vertrauenswürdig, wer nicht?
Was steckt in dieser Stadt, verbirgt sie etwas?
Auch die Aufzeichnungen die man immer wieder erhält, haben mir sehr gut gefallen. Es hat dabei geholfen, sich ein besseres Bild zu machen.
Auch der letzte Teil war ungeheuer adrenalingeladen und explosiv und ja ich klebte an den Zeilen fest.
Nun möchte ich unbedingt wissen, ob und wie es weitergeht.
Denn, ich würde gern noch mehr Geheimnisse über Wedora entdecken.
Ich muss gestehen, der Schluss war für mich doch überraschend, da ich damit nicht gerechnet hatte.
Schlussendlich ist es kein einfaches Buch, aber sehr faszinierend und absolut magisch und actionreich. Aber auch die Emotionen kommen nicht zu kurz.
Auch die Beschreibungen sind sehr malerisch und dadurch kann man es sich einfach gut vorstellen. Was dazu führt, das es immer mehr Leben und Seele entwickelt.
Mir hat es sehr gut gefallen.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Liothan und Tomeija, was ihnen mehr Raum und Tiefe schenkt.
Die Charaktere sind gut gezeichnet, ausdrucksstark und nehmen völlig für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal bis lang gehalten.
Die Spannung ist die ganze Zeit spürbar und man kommt nicht wirklich weg von diesem Buch.
Die Atmosphäre ist beängstigend und geheimnisvoll.
Der Schreibstil ist fließend und stark einehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.



Mit Wedora hat Markus Heitz ein gewaltiges Fantasy-Werk auf die Beine gestellt.
Es ist kein einfaches Buch, schafft es jedoch mit seinen Charakteren dem Adrenalinpegel und vor allem mit der spürbaren Magie vollkommen in den Bann zu ziehen.
Mich konnte es auf ganzer Ebene überzeugen.
Eine klare Leseempfehlung.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen