Sonntag, 4. September 2016

[Rezension] Regina Meißner - Seifenblasen im Orkan

Autor: Regina Meißner
Titel: Seifenblasen im Orkan
Teil einer Reihe: /
Genre: Liebesromane
Erschienen: 29.Februar 2016
Verlag: Booklover
ISBN: 978-3946534020
Seitenanzahl: 350
Preis: Taschenbuch 9,99€, Ebook 2,99€
Wertung: 4/5
Bildquelle: © Amazon



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"Emily lernt Ian übers Internet kennen und fliegt zusammen mit ihrer besten Freundin Amy nach Dover, um ihn dort zu treffen. Am Morgen der ersten Begegnung erkrankt Emily allerdings und bittet Amy, zu dem Date zu gehen. Diese stellt jedoch schnell fest, dass Ian noch nicht für ihre Freundin bereit ist. Damit Emily das perfekte Rendezvous erleben kann, lässt Amy sich auf den Vorschlag ein, Ian darauf vorzubereiten. Während ihrer gemeinsamen Zeit passiert jedoch das Unvermeidliche: Die beiden entwickeln Gefühle füreinander. Aber kann die Liebe, die aus Lügen, Geheimnissen und Verrat entstand, überhaupt eine Chance haben?"
Quelle: http://www.amazon.de/Seifenblasen-im-Orkan-Regina-Mei%C3%9Fner/dp/3946534023/ref=sr_1_1_twi_pap_2?ie=UTF8&qid=1463253587&sr=8-1&keywords=seifenblasen+im+orkan"






Voller Erwartung habe ich mich auf dieses Buch gestürzt, ja ich gebe zu, daß Cover war schuld. Denn es ist wirklich unheimlich schön. Aber auch der Klappentext versprach viel.
Mit Amy der Hauptprotagonistin hatte ich jedoch so meine Probleme. Anfangs mochte ich ihre schüchterne, verletzliche und emotionale Art. Ein graues Mäuschen, das nie aus sich herauskommt, ihr Licht unter den Scheffel stellt und daher auch immer wieder im Schatten ihrer besten Freundin Emily steht.
Doch Amy muss sich nicht verstecken, in ihr steckt so viel mehr, als sie denkt. Vor lauter Unsicherheit und Zweifeln, verliert sie es jedoch völlig aus den Augen.
Mit der Zeit wurde mir jedoch ihre ewig ruhige und von Zweifeln geprägte Art auch zuviel und ich dachte einfach nur, Mädel vergiss das denken und komm einfach mal aus dir heraus.
Vor allem, fang an zu leben.
Emily und Amy sind nach Dover gereist um dort ihren Urlaub zu verleben, aber nicht nur. Emily möchte Ian kennenlernen, den sie über das Internet gefunden hat.
Doch dann wird sie krank und Amy tritt an ihre Stelle.
Das, daß nicht gutgeht, kann man sich vorstellen. Denn mit der Zeit entwickeln sich Gefühle die immer mehr werden. Von daher war es sehr vorhersehbar, dennoch war es interessant zu beobachten, wie sie damit umgegangen sind.
Die Atmosphäre war dabei sehr melancholisch und ein Stück weg traurig.
Besonders die wunderbaren Beschreibungen der Umgebung waren sehr malerisch und haben Fernweh geweckt. Sie sorgten dafür, das alles lebendiger wurde.
Die Charaktere konnten mich aber leider nicht so erreichen. Sie blieben unerreichbar für mich, sie wirkten einfach nicht lebendig genug, auch wenn sie durchaus authentisch waren.
Was mich besonders am Anfang gestört hat, waren diese detaillreichen Beschreibungen, da wäre weniger mehr gewesen.
Der Umstand das Amy Tagebuch geschrieben hat, hat mir wirklich gut gefallen, da man sie als Person so besser kennenlernen konnte.
Auch Ians Hintergrund hat mich nicht losgelassen und mir einen guten Einblick in sein Leben verschafft.
Diese Liebesgeschichte ist sehr emotional, tiefgründig und stellt Ian und Amy vor Entscheidungen, die sie nicht wollen, die sie aber dennoch treffen müssen.
Man wird vor die Frage gestellt, was wichtiger ist, Freundschaft oder Liebe.
Wer wird hier am Ende siegen?
Der Verlauf war sehr wendungsreich, voller Erkenntnissen und neuen Eindrücken.
Man konnte lachen, leiden und sich einfach mitreißen lassen.
Der Abschluss jedoch hat mich wirklich verblüfft, denn damit war nicht zu rechnen. Ich weiß aber noch nicht, ob er mir gefällt oder inwiefern er authentisch ist .
Doch es ist eine gelungene Liebesgeschichte mit einigen Höhen und Tiefen, die vor Prüfungen stellt und auch ein Stück Selbstfindung beinhaltet.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Amy, was ihr mehr Raum und Tiefe schenkt.
Gern hätte ich auch noch die Perspektive von Ian und Emily erfahren, da für mich Emily besonders blass blieb.
Die Charaktere wirken jedoch authentisch und nehmen für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge.
Der Schreibstil ist fließend und mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.



Hier ist eine tiefgründige und sehr emotionale Liebesgeschichte entstanden, die zwar sehr mitreißt, aber mich dennoch nicht ganz überzeugen konnte.
Trotzdem haben mich Ian, Amy und Emily nicht losgelassen und mich durch das Buch fliegen lassen.
Wendungsreich, voller Erkenntnisse und Emotionen.
Ich empfehle es gern weiter.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten.


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