Dienstag, 20. September 2016

[Autoreninterview] Susanne Ptak

Hallo meine Lieben,

Es ist mal wieder soweit, heute habe ich ein Interview mit einer sehr sympathischen Autorin für euch.
Hierbei handelt es sich um Susanne Ptak, sie ist eine sehr liebe Person und war bereit mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Krimi zu beantworten.

Hierbei handelt es sich um den 3.Teil ihrer Ostfriesland-Reihe rund um Rechtsmedizinerin Dr. Josefine Brenner.
Die Autorin schafft es mit viel Einfühlsamkeit, Witz und Charme den Leser nach Ostfriesland zu entführen und ja , man fühlt sich dann irgendwie wie zuhause.
Wie sie das schafft ist mir ein Rätsel, aber sie kann es.

Aber neben dieser Reihe ist die Autorin vor allem bekannt durch ihre Spinngrupp-Reihe, die inzwischen schon 9 Bände umfasst. Es lohnt sich defintiv auch da mal hineinzuschauen.

All ihre Ostfrieslandkrimis sind im Klarant Verlag erschienen, stöbern bei dem Verlag lohnt sich auf jeden Fall. Neben Krimis findet sich für jeden Leser was.

Aber nun möchte ich euch noch kurz die Reihe um Dr.Josefine Brenner vorstellen und ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ich euch neugierig machen kann.






Band 1: Mord in Greetsiel

Genre: Ostfrieslandkrimi, 200 Seiten
Verlag: Klarant
ISBN: 978-3955732721
Preis: Ebook 3,99€, Taschenbuch 11,99€
ET: 10.Juli 2015

Inhalt:
"In Greetsiel geschieht ein Mord nach dem anderen: Erst eine Journalistin, die einer heißen Story auf der Spur war, dann mehrere Pharmavertreter, denen nach dem Mord brutal die Pulsadern aufgeschnitten werden. Treibt ein kranker Serienmörder sein Unwesen in Ostfriesland? Die zuständigen Kriminalbeamten geraten bei den Ermittlungen an ihre Grenzen, doch dann stößt eine Rechtsmedizinerin mit ihren unorthodoxen Ermittlungsmethoden auf den Fall und ermittelt auf eigene Faust. Natürlich missfällt dies dem Mörder - so sehr sogar, dass die tödliche Gefahr nun auch auf die Ermittlerin lauert…"
Quelle: http://www.klarant-verlag.de/Mord-in-Greetsiel-Ostfrieslandkrimi



Band 2: Mord in Wiesmoor

Genre: Ostfrieslandkrimi, 200 Seiten
Verlag: Klarant
ISBN: 978-3955733360
Preis: Ebook 3,99€, Taschenbuch 11,99€
ET: 14.Dezember 2015

Inhalt:

"In Wiesmoor wird die Mutter eines Landwirts tot aufgefunden erstickt, mitten auf dem Hof. Zufällig sind Josefine und Jessica gerade vor Ort, denn auf dem Bauernhof in Ostfriesland wollten die beiden ein gemütliches Strickwochenende verbringen. Jetzt, wo es eine Leiche gibt, ermittelt Josefine, die Rechtsmedizinerin im Ruhestand, kräftig mit. Mit ihren unorthodoxen Ermittlungsmethoden findet sie schnell heraus: Die Ermordete hatte sich im Leben nicht viele Freunde gemacht. Steckt die Leiterin des auf dem Hof stattfindenden Strickkurses Maria Fokken dahinter? Sie und die Tote hatten eine unschöne gemeinsame Vergangenheit ... Oder hat ihre Schwiegertochter Tomke die endlosen Beleidigungen einfach nicht mehr ertragen? Seit der Tat ist auch Tomkes Bruder verschwunden, auf der Suche nach ihm taucht eine weitere Leiche auf, und ausgerechnet Jessica gerät in tödliche Gefahr ..."
© Klarant Verlag


Band 3:Mord in Leer

Genre: Ostfrieslandkrimi, 220 Seiten
Verlag: Klarant
ISBN: 978-3955734497
Preis: Ebook 3,99€, Taschenbuch 11,99€
ET: 11.Juli 2016

Inhalt:

"Die fünfzehnjährige Marika wird ermordet aufgefunden im Schwimmbad eines Hotels mitten im ostfriesischen Leer. Josefine und Jessica sind vor Ort, denn im selben Hotel sind sie zu einer Silberhochzeit eingeladen. Sofort nimmt Josefine, die Rechtsmedizinerin im Ruhestand, die Ermittlungen in die Hand und kommt gemeinsam mit der hiesigen Polizei der Sache auf die Spur. Das ermordete Mädchen hatte sich mit einem Blog über ihre Schule nicht nur Freunde gemacht. Kurz vor ihrem Tod schrieb sie über eine mutmaßliche Vergewaltigung... Unter Verdacht: Reitstallbesitzer Ihno Venema. Wollte er verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt, und hat Marika deshalb zum Schweigen gebracht? Inmitten der Ermittlungen überschlagen sich die Ereignisse und zwei weitere Mädchen sind scheinbar spurlos verschwunden..."
© Klarant Verlag



 
"Biografie
1964 kam ich in Düsseldorf zur Welt. Meine ersten Autoren-Erfahrungen
© Susanne Ptak
machte ich von 1996 bis 2002 als Bastelbuch-Autorin für den Vielseidig-Verlag. 2003 zog ich mit meinem Mann ins schöne Ostfriesland. Hier erfüllte ich mir 2010 einen Traum, meine eigene kleine Schafskäserei. Doch im Winter 2013 musste ich herausfinden, dass ich keine 25 mehr bin. Mein Rücken setzte mich außer Gefecht. Und wenn man plötzlich viel Zeit hat, hat man auch viele Ideen. So kam ich wieder zum Schreiben.
Ich wollte immer schon Krimis schreiben, aber irgendwie war da nie Zeit und auch nicht die richtige Geschichte. Bis ich den ersten amerikanischen "Handarbeits-Krimi" In die Finger bekam. Genau das war es! Nur würde ich kein Häkel-Kränzchen ermitteln lassen, sondern eine Spinngruppe in Ostfriesland. Das war die Möglichkeit, über alle meine Leidenschaften zu schreiben, denn außer dass ich Krimis mag, bin ich auch noch schaf- und wollsüchtig.
Wer mehr über meine Schafe und mich erfahren möchte, kann das hier:
crazy-sheep-farm.blogspot.com und www.susanne-ptak.de

Bisher bei Klarant-Verlag erschienen:
"Grünlandmord", "Hexenmord", "Wiekenmord", "Rosenmord", "Hebammenmord", "Feuermord", "Familienmord", "Hochzeitsmord", "Jägermord"
In diesen Krimis ermitteln die Mitglieder einer Spinngruppe im ostfriesischen Holtland.

"Ostfriesennebel" - 5 Kurzkrimis. Die Krimis sind auch einzeln erhältlich.

"Mord in Greetsiel", "Mord in Wiesmoor" und "Mord in Leer"
Die pensionierten Rechtsmedizinerin Doktor Josefine Elisabeth Brenner löst gemeinsam mit ihrer Enkelin Jessica spannende Fälle. Beide Bücher sind auch als Taschenbücher erhältlich.

"Tod im Moormerland"
Lena Smidt ermittelt
"
Quelle: https://www.amazon.de/Susanne-Ptak/e/B00IW78UL4/ref=ntt_dp_epwbk_0




"Mord in Leer" ist bereits der 3.Band um Dr. Josefine Brenner.
Magst du uns etwas mehr darüber erzählen?
In „Mord in Leer“ habe ich ein Thema behandelt, das mich schon länger beschäftigte, an das ich mich aber nie so recht herangetraut hatte. Es geht um Kindesmissbrauch – für mich eines der schwersten Verbrechen, das überhaupt begangen werden kann. Darum habe ich lange mit mir gehadert, ob man in einem Krimi, in dem es zwar grundsätzlich um meist schwere Verbrechen geht, der aber ja auch die Leser unterhalten soll, ein solches Thema überhaupt behandeln sollte. Aber es ließ mich einfach nicht los und so habe ich die Geschichte dann doch geschrieben und gehofft, das so einfühlsam wie nur möglich machen zu können. Den Reaktionen meiner Leser nach zu urteilen, scheint es mir gelungen zu sein.

Wenn man nun schon den 3.Band herausgebracht hat, wie sehr wachsen einem die Charaktere ans Herz?
Die erste herzliche Verbindung entsteht eigentlich schon beim Schreiben der ersten Geschichte einer Reihe. Passiert das nicht, wird es keine Reihe beziehungsweise das Manuskript verschwindet im Nirvana … Im Laufe der Zeit werden die Hauptprotagonisten ein bisschen zur Familie, hat man doch jeden Tag mit ihnen zu tun. Bei mir ging es sogar so weit, dass ich Dr. Josefine Brenner und den Auricher Kommissaren Coordes und Toben in „Mord in Leer“ die Protagonisten aus meinen Spinnkrimis zur Seite stellte.

Hast du Lieblinge unter ihnen?
Aber natürlich! Josefine Brenner nebst Mops Sir Toby stehen ganz oben auf der Liste. Bei den Spinnkrimis ist es die ein wenig unkonventionelle Martha, Freundin der Hauptprotagonistin Britta von Rabe und inzwischen Ehefrau von Hauptkommissar Werner Harms.

Wenn du eine Grundthematik entwirfst, wie gehst du dabei vor. Ist das eher spontaner Natur oder wählst du gezielt aus?
Absolut spontan. Manchmal entstehen die Ideen durch ein einziges Wort, aus dem sich einfach so im Kopf eine Geschichte entwickelt. Der Auslöser für den Krimi, an dem ich gerade arbeite, war Au-pair.

Alle deine Krimis sind im Klarant Verlag erschienen?
Wie verläuft die Zusammenarbeit und fühlst du dich wohl?
Ja, alle meine Krimis sind im Klarant Verlag erschienen. Ich werde übrigens oft gefragt, ob ich nicht lieber bei einem größeren Verlag wäre. Klare Antwort: Nein. Bei Klarant bin ich nicht eine unter vielen Autoren, sondern meine Verlegerin weiß, wer ich bin. Die Zusammenarbeit, gerade auch mit meinem Lektor, verläuft super. Ebenso mit der Cover-Designerin. Nichts wird über meinen Kopf hinweg entschieden. Ich kann also behaupten, ja, ich fühle mich wohl!

Deine Krimis spielen in Ostfriesland.
Warum hast du dich für diese Location entschieden?
Aus dem ganz simplen Grund, dass ich seit 2003 hier lebe. Die Tatsache, dass es eine sehr große Leserschaft mit Begeisterung für Ostfrieslandkrimis gibt, war mir nicht bewusst, als ich mein erstes Buch „Grünlandmord“ schrieb. Ich selbst las zu dieser Zeit eigentlich eher Krimis, die in England oder den USA angesiedelt waren.
Mit dem Grünlandmord habe ich mir ein wenig den Frust von der Seele geschrieben, der durch meine
Heimat der Autorin © S. Ptak
Arbeit als landwirtschaftliche Kleinunternehmerin im Laufe der Jahre entstanden war. In dieser Zeit hatte ich häufiger Mordgedanken, zum Beispiel weil ich mal wieder eine Weide (Grünland) für meine Schafe nicht bekam, da der Besitzer das Land lieber an einen größeren Landwirt verpachtete …

Was ist für dich das besondere an Ostfriesland und den Ostfriesen?
An Ostfriesland: Gegend, Gegend und noch mal Gegend. Es ist unglaublich schön hier und zwar nicht nur am Meer. Ich liebe die weitläufigen Weiden, die Wieken und auch die idyllischen Dörfer, die es hier noch gibt. Und der Himmel über Ostfriesland ist wie nirgends sonst.
An den Ostfriesen: Offenheit, Ehrlichkeit, Treue, Humor. Zumindest kann ich das von den Freunden, die ich hier gefunden habe, behaupten. Allerdings trifft das auch auf meine Freunde aus dem Rheinland oder wo auch immer sie leben zu. Übrigens habe ich von den angeblich so sturen und mundfaulen Ostfriesen noch keinen kennenglernt. Vielleicht sind einige am Anfang etwas zurückhaltender, aber das bin ich selbst auch. Und ich bin gebürtige Rheinländerin.

Die Ostfriesen lieben ihren Tee mit Sahne und Kandis. Der Ostfriesentee besteht aus 10 verschiedenen Sorten.
Trinkst du deinen Tee auch gern so?
Nicht ganz. Ich ersetze die Sahne durch Milch und trinke aus einem Becher und nicht der Teetasse mit Rosenmotiv. Der Tee ist allerdings Ostfriesentee und Kandis, den man hier „Kluntje“ nennt, muss auch mit rein.

Bevor du begonnen hast mit schreiben, hast Du deine eigene Schafskäserei betrieben.
Was kann ich mir darunter vorstellen?
Zu meinen „Hochzeiten“ hatte ich 25 Schafe der Rasse Ostfriesisches Milchschaf. Die wurden von Ende März bis Ende Oktober morgens und abends gemolken. Mit der Hand, da ich mir eine Melkmaschine nie leisten konnte … Nach dem morgendlichen Melken habe ich die Milch vom Morgen und vom Vorabend zu Käse verarbeitet. Ich hatte Frisch- und Schnittkäse in verschiedenen Sorten im Angebot, außerdem Camembert und Mozzarella. Die Arbeit hat mir sehr viel Freude bereitet, war aber körperlich auch sehr anstrengend. Dazu kam noch die Vermarktung. Wir hatten Direktverkauf ab Hof in einer kleinen Holzhütte mit
Selbstbedienungskühlschrank. Leider kamen aber nicht genug Kunden zum Hof und so musste ich zusätzlich noch auf Wochenmärkte fahren. Dennoch gelang es mir in vier Jahren nicht, so viel Käse zu verkaufen, dass ich schwarze Zahlen hätte schreiben können. Entgegen den Behauptungen der Medien ist es den meisten Leuten nämlich völlig egal, ob ihr Käse regional und in mühevoller Handarbeit hergestellt wurde. Hauptsache er ist billig …

Außerdem hast du eine Schwäche für Schafe und Wolle, was gefällt dir besonders gut daran und warum liebst du es?
Schafe, besonders das Ostfriesische Milchschaf, sind einfach tolle Tiere. Sie sind unglaublich zutraulich und entgegen der landläufigen Meinung alles andere als dumm. Wegen „Molly“ musste ich sogar die Futtertonne zu ketten, denn die pfiffige Wollmaus sprang immer aus der Box und schaffte es, den Deckel abzuheben und wenn die Tonne voll war, auch etwas daraus zu stibitzen.
Schafe, genauso wie die Verarbeitung ihrer Wolle mit Spinnrad und später mit Strick- oder Häkelnadel, haben eine absolut beruhigende Wirkung. Wenn alles zu viel oder zu stressig wird, dann erdet mich eine „Kuschelrunde“ mit den „Wolligen“ wieder.



Nun zurück zu deinen Kriminalromanen.
Wie viele Bände sind denn von der Spinngruppe und Dr. Josefine Brenner geplant, weißt du das schon?
Nein, es gibt da keine exakte Planung. So lange meinen Lesern die Geschichten gefallen, werden sowohl die Spinngruppe wie auch Dr. Josefine Brenner weiter ermitteln.

Was mich zu meiner nächsten Frage bringt.
Arbeitest du schon an einem neuen Projekt?
Aber natürlich. Gerade besucht Dr. Josefine Brenner ihre Freundin Theda Borchers in Pilsum.

Möchtest du im Krimigenre bleiben oder bist du auch offen für neues und probierst gern, was dir liegt?
Ich bin nicht auf Krimis festgelegt. Und schon gar nicht nur auf Ostfrieslandkrimis. Ich selbst lese sehr gerne Fantasyromane und wer weiß, vielleicht wird’s ja auch mal eine Liebesgeschichte? Definitiv erscheinen wird Ende des nächsten Jahres ein Krimi, der nicht in Ostfriesland spielt, sondern im amerikanischen Lancaster County. Einige wissen vielleicht, dass dort sehr viele Angehörige der Amish-People leben. Also lasst Euch überraschen.

Wie gestaltest du deine Freizeit am liebsten?
Natürlich verbringe ich sehr gerne Zeit mit Wollverarbeitung, am liebsten bei einem spannenden Fernsehkrimi oder einem schönen Film. Spaziergänge mit unserem Langhaar-Collie Liam. Und last but not least Treffen mit lieben Freunden und Kollegen, von denen zum Glück einige in meiner Nähe leben.

Wenn du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre das?
Dass alle meine Lieben, Familie und Freunde, gesund bleiben.

Ich danke dir sehr, dass du dir Zeit für mich genommen hast.
Ich danke dir, das du an mich gedacht hast und für diese interessanten Fragen!

Ich wünsche dir alles, alles Liebe auf deinem weiteren Weg.
Vielen Dank! Das wünsche ich dir auch.

Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und ich konnte eure Neugier wecken.
Wie immer bin ich gespannt darauf, wie eure Meinungen sind.

Eure Susi Aly 

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