Dienstag, 12. Juli 2016

[Rezension] Lisa Jackson - Z: Zeichen der Rache

Autor: Lisa Jackson
Titel: Z - Zeichen der Rache
Originaltitel: Close to Home
Übersetzer: Kristina Lake-Zapp
Teil einer Reihe: /
Genre: Thriller
Erschienen: 1.Juni 2015
Verlag: Knaur HC
ISBN: 978-3426517062
Seitenanzahl: 624
Preis: Broschiert 14,99€, Ebook 12,99€
Wertung: 3/5
Bildquelle: http://www.droemer-knaur.de/buch/8133469/z-zeichen-der-rache

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"Als Sarah McAdams mit ihren Töchtern Jade und Gracie in ihre Heimatstadt nach Oregon zurückkehrt, gerät der erhoffte Neuanfang schnell zu einem schrecklichen Alptraum. Das alte Familienhaus – eine geschichtsträchtige Villa samt riesigem, verwildertem Grundstück, die seit dem Tod von Sarahs Vater leer gestanden hat – ist ihren Töchtern unheimlich, und Gracie behauptet, Gespenster zu sehen. Als auch Sarah eine Frau in weißem Gewand erscheint, glaubt sie, den Verstand zu verlieren. Kurz darauf verschwindet Jade spurlos – wie auch andere junge Frauen in der Gegend. Die Polizei ermittelt fieberhaft, doch vergeblich. So beginnt Sarah selbst mit den Nachforschungen – und enthüllt ein grauenvolles Geheimnis …"
Quelle: http://www.droemer-knaur.de/buch/8133469/z-zeichen-der-rache





Der Klappentext des Buches klang für mich unheimlich vielversprechend und daher hab ich mich voller Spannung daraufgestürzt.
Bereits der Prolog der im Jahre 1924 spielte verschaffte Gänsehaut und Grauen pur. Man spürte förmlich wie sich die ganze Verzweiflung und die Ängste Bahn brachen
Danach geht es in der Gegenwart weiter, in der heutigen Zeit.
Man lernt Sarah und ihrer Töchter kennen, die in Sarahs Elternhaus zurückkehren.
Doch dieses Haus birgt ein Geheimnis, ebenso wie die ganze Familie.
Ein Geist geht um und nur Gracie, Sarahs jüngste Tochter kann ihn sehen.
Was hat es damit auf sich?
Wo ich auch zu meinem ersten Kritikpunkt komme. Gracie ist 12, jedoch hatte ich bei ihr oft den Eindruck als wäre sie viel älter. Das war für mich einfach nicht stimmig.
Sarahs anderer Tochter Jade ist dagegen der typische Rebell und verkörpert dies auch sehr gut.
Langsam machen sich die drei auf die Spuren der Vergangenheit, bei der so einiges zutage kommt.
Es fördert Entsetzen, Grauen und immense Abgründigkeit.
Kein Stein bleibt dabei auf dem anderen und ich muss ganz ehrlich sagen, gerade dabei hätte ich mir einfach mehr Tempo gewünscht. Denn oftmals hatte ich leider das Gefühl, die Story plätschere so vor sich hin.
Was wirklich sehr schade ist, denn Potenzial ist eindeutig vorhanden.
Neben diesem Handlungsstrang gibt es noch einen weiteren, in dessen Verlauf Teenager spurlos verschwinden.
Sie tauchen nicht wieder auf und keiner weiß, was mit ihnen geschehen ist.
Was steckt dahinter?
Hat das Ganze etwas mit Sarah zutun oder handelt es sich um etwas gänzlich anderes?
Hierbei hat mir gut gefallen, daß man sowohl die Opfer- als auch die Tätersicht erfährt. Das macht das Ganze zwar ein Stück weg vorhersehbar, verschafft ihm aber andererseits auch sehr viel Präsenz.
Der Täter bleibt jedoch bis zum Schluss im Dunkeln.
Die Ermittlungsarbeit war ebenfalls sehr spannend, auch wenn ich häufig das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten. Dennoch ist es sehr interessant mitzurätseln.
Was mir wirklich sehr gut gefallen hat, sind die Charaktere, denn diese sind wirklich gut ausgearbeitet. Man kann ihre Emotionen sehr gut nachempfinden.
Man fühlt und leidet in jeder Sekunde mit ihnen.
Die Atmosphäre sorgt noch zusätzlich für Grauen und Adrenalin pur.
Sie war drückend, mystisch und düster.
Das Ende war durchaus überraschend, auch wenn man sich denken konnte worauf es letztendlich hinausläuft.
Eine Liebesgeschichte ist hierbei nicht inbegriffen, was ich sehr begrüßt habe.
Die Grundidee einer Familientragödie gefällt mir sehr gut und wurde auch gut umgesetzt.
Die Idee die hinter den Verbrechen steckt hat mir ebenso gefallen, jedoch wurde diese nicht ausreichend ausgearbeitet. Ich hätte mir da eingfach noch mehr Erkenntnisse und Hintergründe gewünscht.
Letztendlich ist es ein durchaus spannender Thiller, der jedoch zuviele Längen aufweist. Da ich ein großer Fan der Autorin bin, kann ich sagen, daß ich schon bessere gelesen habe.

Hierbei erfahren wir sehr viele Perspektiven z.b. die von Sarah und Jade.
Was ihnen einerseits sehr viel Raum und Tiefe verschafft, aber andererseits auch ziemlich verwirrt. Dennoch hatte ich zu keiner Zeit Probleme sie auseinanderzuhalten.
Die Nebencharaktere sind gut gezeichnet und verstehen für sich einzunehmen.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind meist gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge.
Der Schreibstil der Autorin ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.


Ein Thriller über eine Familientragödie und entführte Teenager, der durchaus spannend ist, aber auch Schwachstellen aufweist.
Düster, geheimnisvoll und sehr emotional.
Und vor allem ist es ungeheuer dramatisch.
Ich vergebe 3 von 5 Punkten, da es einfach einige Schwachstellen gab.


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