Donnerstag, 10. März 2016

[Buchvorstellung mit Autoreninterview] Raubzug des Phoenix von D.B. Granzow

Hallo meine Lieben,

Bei Facebook stöbere ich ja immer mal wieder nach neuen Autoren.
Vor einiger Zeit bin ich in der Buchgruppe "Zeilenspringer" über D.B. Granzow gestolpert.
Nun gestolpert wäre zu zuviel gesagt.



Den lieben Dirk hat man da zunächst als Menschen kennengelernt.
Und er hat eine wirklich sehr erfrischende und lebendige Art an sich, es ist nicht selten passiert, daß er meine Lachmuskeln trainiert hat.
Dann habe ich zufällig mitbekommen, daß er auch schreibt und binbei Thalia über sein Buch gestolpert, welches ich mir sofort gekauft hab.
Denn mal ehrlich , alleine das Cover lädt schon zum lesen ein.
Nun zum lesen bin ich zwar immernoch nicht gekommen.
Aber ich möchte euch gern sein Buch vorstellen und ihn einfach als Menschen und Autor näherbringen.




der Autor

"Früher hatten Bücher keinen Platz in meinem Leben. Nur durch die lästigen Schullektüren kam ich damit in Berührung. Ich habe es gehasst. Obwohl es mir wirklich
© D.B. Granzow
nicht geschadet hätte, meine Nase mal aus freien Stücken hineinzustecken. Umso verwunderter bin ich, wenn ich mich jetzt betrachte. Sitze hier und schreibe eine "Autoren"-Biografie. Wie um alles in der Welt ist das passiert? Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht einmal selbst. Aber Fakt ist, ich schreibe inzwischen Bücher. Die Dinger, die ich früher fast nie in die Hand genommen habe. Heute trage ich dazu bei, dass sie entstehen. Ich bin Autor geworden. Autor des Debütromans "Raubzug des Phoenix". Leben kann ich davon nicht, aber wie die Protagonistin im Buch war ich auf der Suche nach meinem Platz in der Welt. Ich habe ihn gefunden. Mit meinen Büchern. Ob das Buch den Lesern gefällt, wird die Zeit zeigen. Ich für meinen Teil bewege mich irgendwo zwischen Aufregung und Angst. Wie auch immer die Reaktionen ausfallen mögen, ich werde weiterschreiben. Da soll jemand mal sagen, die Jugend nutzt ihre Zeit für nichts Sinnvolles. Ob ich mit 22 Jahren noch darunter zähle, lasse ich offen, jedoch gehörte ich mit 19 ganz sicher dazu. In dem Alter habe ich das erste "Buch" geschrieben. Dies ist mein zweites (abgeschlossenes) Projekt. "Raubzug des Phoenix" ab sofort erhältlich."
Quelle: http://www.amazon.de/D.-B.-Granzow/e/B00QS3E90A/ref=la_B00QS3E90A_ntt_srch_lnk_1?qid=1457643685&sr=1-1


Der Raubzug des Phoenix

Genre: Fantasy, Science-Fiction, Dystopie, 400 Seiten
ISBN: 978-1505436402
Erschienen: 9.Dezember 2014
Taschenbuch 9,99€, Ebook 2,99€
Verlag:  CreateSpace Independent Publishing Platform


Inhalt
"Die Welt wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Es gibt keine weitreichende Ordnung. Chaos und Verwüstung regieren die Welt. Hunger, Krankheiten, Tod. Die Welt als Friedhof. Der Ruin der Menschheit. Die Weltbevölkerung ist so niedrig wie nie. Hunderte von Jahren bekämpften sich die Menschen untereinander. Was nicht durch Menschenhand zerstört wurde, machte die Natur dem Erdboden gleich. Die Überreste bilden das Leben am Ende unseres Jahrtausends. Was passiert in der Stadt? Eine Frage, die sich Hayden häufig stellt. Sie zweifelt ihr bisheriges Wissen darüber an, obwohl ihre eigene Familie sie über die Nächte der Plünderung aufgeklärt hat. Die Raubzugnächte, in denen die Menschen von außerhalb in die Stadt eindringen und das Lagerhaus plündern dürfen, ohne eine Bestrafung fürchten zu müssen. Den Ausführungen glaubt Hayden, bis ihre Mutter das schlimmste in jedem der Familienmitglieder hervorruft. Als ihr Cousin und bester Freund Yisle dazu auserwählt wird, an einer dieser Plünderungen teilzunehmen, beschließt Hayden ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und der Wahrheit nachzujagen. Doch manche Dinge bleiben nicht grundlos unausgesprochen. Sie findet sich in der Realität wieder, die nicht zu ihrem Weltbild passt und in der es einzig ums Überleben geht. Wie sie feststellt, hat die Familie ihr unbewusst einen gehaltvollen Begleiter mit auf den Weg gegeben. Das Lied vom Phoenix. Ihr tun sich menschliche Abgründe auf, die sie begreifen lassen, dass es, in einer Welt wie dieser, manche Tore gibt, die man nicht öffnen sollte. Besonders nicht, wenn die Wahrheit unter die Haut geht …"
"Quelle: http://www.amazon.de/Raubzug-Phoenix-D-B-Granzow/dp/1505436400/ref=sr_1_1_twi_pap_1?ie=UTF8&qid=1457643679&sr=8-1&keywords=D.B.+Granzow





Hallo Dirk,
ich freu mich sehr , daß du dir etwas Zeit nimmst um mir ein paar Fragen zu beantworten.
Der Raubzug des Phoenix" ist dein Debütroman.
Was kannst du uns darüber verraten?
Was kann ich euch erzählen? Hmm. Der Phoenix entführt den Leser in unsere Welt am Ende unseres Jahrtausends, die nicht so aussieht, wie man sich das heute vorstellen mag. Die Blütezeit der Menschheit ist lange vergessen und die Weltbevölkerung so dünn wie nie. Von den Kontinenten sind nur noch drei bewohnbar: Evuum (Amerika), Gitas (Europa) und Nicat (Asien). Auf jedem dieser Kontinente gibt es eine einzige Hauptstadt, wenn man so will. Der Rest der Menschheit lebt in Siedlungen fernab dieser Städte. Hayden lebt auf Evuum, wo die Stadt die Raubnächte / Nächte der Plünderungen eingeführt hat, in denen die Siedler sich Güter aus der Stadt beschaffen können. Mit dieser Ausgangssituation beginnt das Buch. Gerade erst war eine dieser Nächte und Hayden wartet auf die Rückkehr der Siedler, die auf Raubzug gegangen sind.
Erstmal nichts Ungewöhnliches für Hayden - hätte sich ihr Leben nicht bereits vor der Rückkehr der Plünderer schlagartig geändert. Hayden kommen Zweifel an allen Geschichten, die sie je gehört hat - über die Stadt, die Plünderungen und das Leben im Allgemeinen.
In der Geschichte findet der Leser sich in einem Sumpf aus Geheimnissen, Illusionen und Lügen wieder. Gemeinsam mit Hayden begibt man sich auf die Reise nach der Wahrheit und erfährt nach und nach, zu was für Gräultaten die Menschen doch in ihrer Not fähig sind.
Besonders charakteristisch für das Buch ist die düstere Atmosphäre, die zu bedrücken und erschüttern weiß - ja, vielleicht sogar zu schockieren. Denn die Wahrheit ist nichts für zartbesaitete.
Was zudem sicherlich nennenswert ist, diese Geschichte bietet keine Liebesgeschichte in der herkömmlichen Art und Weise. Es gibt zwar eine solche, doch findet die nicht zwischen zwei Menschen statt. Raubzug des Phoenix erzählt von der Liebe zu sich selbst, dem Leben und der Freiheit. Gerade das Leben und die Freiheit sind am Ende unseres Jahrtausends in keiner Weise vergleichar mit unserem heutigen Verständnis. Denn wo die Hoffnung ist, da ist auch Liebe - doch manche Menschen haben jegliche Hoffnung aufgegeben und verloren. Darum geht es im Phoenix! :)

Was hattest du für eine Szenarie vor Augen als du diese Grundidee verwirklicht hast?
Wald, Natur, unberührte Landschaften. Das waren die Bilder, die ich vor Augen hatte, als ich mit dem Schreiben der Story angefangen habe. Die Gedanken wie erschreckend der Wandel der Menschheit allein im letzten Jahrhundert doch vorangeschritten ist, wie sehr sich die Gesellschaft geändert hat und wie wenig der Mensch sein Leben und die Umwelt zu schätzen weiß, haben mich ebenso beim Schreiben begleitet. Ich nehme mich selbst beim letzten Punkt gar nicht raus.
Mir ist durch die Geschichte bewusst geworden, wie nebensächlich unsere Probleme doch sind, ob wir in den Urlaub nach Mallorca oder Malta fliegen, lieber Pizza oder Burger essen wollen - ob wir zu dick oder dünn sind. Es ist leider so, dass wir verlernt haben, was wirklich wichtig im Leben ist und stattdessen total materialistisch und oberflächlich geworden sind. Wir agieren teilweise so unmenschlich und herzlos, dass es mich nicht wundert, wie egoistisch der Mensch geworden ist. Im Beruf geht der Mensch regelmäßig über Leichen, trifft unmoralische Entscheidungen. Das scheint heute völlig normal zu sein. Wir gehen über Leichen, um an unsere Ziele zu gelangen. Zumindest einige von uns. Das gab mir die Idee, wozu der Mensch fähig ist und somit zu der Geschichte um Hayden. Es gibt in dem Buch eine gewisse Anlehnung an die Vergangenheit und eine Vision in die Zukunft. Das ist es, was die Geschichte ausmacht.
Zu der eigentlichen düsteren und dystopischen Szenarie haben mich zudem Bücher wie Hunger Games, Divergent & Co. verleitet. :)

Hayden ist die Hauptperson in deinem Buch.
War dieser Charakter für dich schwer oder leicht zu entwickeln?
Teils leicht, teils schwer bzw anstrengend. Hayden ist ein unglaublich komplexer Charakter. Sie hat ihre Stärken und Schwächen wie jeder Mensch. Gerade am Anfang stellt sie den Leser auf die Geduldsprobe. Sie ist eben eine typische pubertiernde Sechszehnjährige, die ihren Dickkopf hat und mit dem Schädel durch die Wand möchte, statt einen Bogen drumherum zu laufen. Das machte es jedoch auch leicht, sie zu entwickeln und mit ihr diesen Raubzug zu bestreiten. Sie geht ihren Weg von ganz allein, hat sich in knifflige Situationen verrannt und es irgendwie geschafft, sich immer wieder daraus zu befreien. Das machte die Arbeit mit ihr sehr überraschend und spannend - manchmal habe ich eine Szene geschrieben, in der ich etwas geplant hatte und Hayden warf diese
Lieblingsort des Autors  © D.B. Granzow
Pläne postwenden übern Haufen und machte ihr eigenes Ding. Ich habe sie machen lassen, denn trotz all ihrer Schwächen, habe ich nie an ihr gezweifelt. Es gab einige Momente in denen ich dachte, was zum Geier sie nun wieder vorhatte und mir bewusst war, dass sie da nicht unbeschadet herauskommen wird, aber dennoch habe ich sie diese Schritte gehen lassen. Ich vermute, genau das hat sie zu der Person gemacht, die sie ist: Eine starke Protagonistin mit typisch menschlichen Schwächen.

Wie lange hat es gedauert von der Idee bis zum fertigen Buch?
14 oder 15 Monate. Das Schreiben etwa 3 Monate, die Überarbeitung dann nochmal etwa ein Jahr. Wahnsinn, wenn ich mir das nachträglich vorstelle. Es kam mir rückblickend irgendwie etwas schneller vor. *haha*

Das ganze wird ja eine Trilogie, sind die anderen Bände schon fertig oder bist du noch am schreiben.
Und vor allem wann wird der zweite Band erscheinen?
Ganz genau, es stand von Anfang an fest, dass die Geschichte um Hayden dreiteilig sein wird. Jedes der drei Bände hat seinen eigenen Schwerpunkt. Band 2 ist bereits geschrieben und sollte ursprünglich Ende 2015 / Anfang 2016 erscheinen. Bisher bin ich damit also in Verzug. Band 3 steht zurzeit bis Kapitel 5, ist also in etwa zum Sechstel bereits auf Papier. Das wird noch ein paar Monate in Anspruch nehmen, um ihn abzuschließen und somit die Trilogie zum Abschluss zu bringen. Ich bin so nervös und gleichzeitig gespannt, wie das dann so für mich sein wird, Hayden gehen zu lassen! :D

Wie hast du die ersten Lesermeinungen empfunden?
Ich habe tausend Tode durchgestanden, hatte unsagbare Angst und Bedenken, dass es den Lesern nicht gefällt. Anfangs hatte ich wirklich große Schwierigkeiten auch nur einen einzigen Leser zu gewinnen und habe lange lange Zeit keinerlei Feedback erhalten. Das hatte ich mir in meinem naiven Köpfchen irgendwie ganz anders vorgestellt. Ein wenig demotivierend war das selbstverständlich schon und ich habe mir wirklich Gedanken gemacht, ob ich den richtigen Weg eingeschlagen habe oder ob ich mich nicht einfach maßlos überschätzt hatte und kein Hahn nach mir und meinen Storys kräht. Dann kamen die ersten Rezensionen und ich habe erst einmal tief durchgeatmet. Ich erinnere mich, dass ich anfangs eine 4-Sterne-Rezension nach der anderen bekommen habe (darunter auch 3,5 Sterne) - es war für mich so erleichternd und hat sich unbeschreiblich toll angefühlt. Da waren Menschen, die mein Buch gelesen haben und tatsächlich irgendwie Gefallen dran gefunden haben. Kritikpunkte gab es einige und ich habe sie mir zu Herzen genommen und mich darüber nicht geärgert, da ich sie durchaus nachvollziehen konnte. Und auf einmal gab es sogar 5-Sterne-Rezensionen, was sich wie ein 6er im Lotto angefühlt hat. Das war der absolute Wahnsinn! Ich war echt gerührt, das kannst du mir glauben. Selbst wenn ich gerade daran denke, werde ich ganz emotional, weil das für einen unbekannten Autor und Selfpublisher wie ein Ritterschlag und ein so großes Kompliment ist - ich glaube es immer noch nicht so richtig.
Ich freue mich über jeden Leser, der mir Feedback zukommen lässt und muss gestehen, dass ich mich vor meiner ersten vernichtenden Kritik etwas fürchte, denn sie wird kommen. Das ist unvermeidbar. Aber ich werde dann die ganzen lieben Kritiken sehen und mich darüber freuen. Die Kritik nehme ich mir generell aber zu Herzen.

Wie wichtig ist dir der Kontakt zu den Lesern?
Unbeschreiblich wichtig! Da mir die Leser nicht die Tür einrennen, nehme ich mir gerne Zeit für sie und versuche so etwas wie eine freundschaftliche Basis mit ihnen zu schaffen. Ich möchte ihnen das Gefühl geben, dass ich für ihre Fragen und Anliegen da bin und mich für sie interessiere, denn das tue ich. Man lernt dadurch einfach so unfassbar viele Menschen kennen und das finde ich so toll daran. Ich bin ein Autor zum Anfassen und hab da keine Allüren oder Berührungsängste. Das macht diesen Teil meines Lebens so wunderbar abwechslungsreich und aufregend. Ich bin jeden Tag dafür dankbar, dass ich diese Erfahrung machen darf. Ich liebe meine Leser und sie wissen selbst meist gar nicht, was es mir bedeutet, dass sie mein Buch lesen und wie wichtig sie mir sind!
Manchmal ist es ganz lustig, dass manche Leser einem wie einem kleinen Promi oder Star entgegentreten. Das ist super schmeichelhaft, aber auch befremdlich. Ich finde es schön, wenn sie sich über meine Antwort freuen o.ä. und natürlich hört jeder Mensch auch gerne Komplimente, aber daran gewöhnen werde ich mich wohl nie.

Wie sind deine Erfahrungen da?
Mit den Lesern? Bisher nur positiv und überraschend herzlich. Ich bin immer wieder begeistert und gerührt, wie offen und freundlich mir die Leser begegnen. Sie sind interessiert und teilen sich mir mit, helfen und unterstützen mich auf die bestmögliche Weise. Es ist einfach wahnsinnig süß und lieb und es erfüllt mich auch ein kleines bisschen mit Stolz, dass ich inzwischen eine kleine Leserschaft erreichen konnte und sie an mich glaubt, mir Mut und Stärke gibt, um weiterhin an meinem Taum zu arbeiten. Das ist so viel wert!
Außerdem sind sie sehr geduldig mit mir und warten tapfer auf die Fortsetzung, auch wenn ich sie zurzeit immer wieder vertrösten muss. Das rechne ich ihnen sehr hoch an. :)

Schreibst du momentan schon ein neues Buch und kannst uns etwas darüber verraten?
Ich schreibe zurzeit aus zeitlichen Gründen eher wenig bis gar nicht. Aber es gibt neue Projekte. Zum einen wird es dieses Jahr einen Fantasyroman geben, in dem es u.a. um verfluchte Bücher und die Magie der Buchwelten geht, zum anderen wird Band 3 der Trilogie geschrieben, zu dem ich an dieser Stelle nicht mehr sagen kann, ohne Band 2 zu spoilern. Ich sage nur, dass in Band 3 die Wahrheit endgültig aufgedeckt werden wird und sich der Kreis endlich schließen wird.
Außerdem erscheint im November eine Weihnachtsgeschichte, die ich spontan im Rahmen eines Adventskalender im Winter geschrieben hatte. Zudem gibts Prologe bzw. erste Kapitel zu insgesamt vier weiteren Geschichten, die mich reizen, aber dazu noch nichts Konkretes. ;)



Was bist du selbst für ein Mensch.
Wie würdest du dich charakterisieren?
O Mann, das ist immer eine fiese Frage.
Ich bin natürlich der netteste und vorbildlichste Mensch auf der Welt mit allen Tugenden und positiven Eigenschaften. *haha* Na gut, Spaß beiseite. Ich würde sagen, dass ich ähnlich wie Hayden ein sehr komplizierter Mensch bin. Ich kann sehr aufgeschlossen, nett, lustig und hilfsbereit sein, um ein anderes Mal total introvertiert und verschlossen, mürrisch und egoistisch zu sein - besonders wenn ich müde bin und Hunger hab. Aber das sind jetzt beides stimmungsabhängige Beschreibungen. Generell bin ich für ne Menge Spaß zu haben, bin durchgeknallt und einfach Bau Eigenmarke. Manche schätzen meine ehrliche und direkte Art, während sie andere nicht vertragen. Ich ecke manchmal an, aber ich denke immer, dass mich nicht jeder mögen muss - nur akzeptieren sollte jeder seine Mitmenschen. Ich bin, wie ich bin und benehme mich, wie ich es für angemessen halte. Da steh ich drüber. :)

Was ist für dich privat sehr wichtig.
Worauf legst du Wert im Leben?
Wenn man sich nachts mit ruhigem Gewissen ins Bett legen und am nächsten Morgen in den Spiegel schauen kann, hat man alles richtig gemacht. Dass man sich selbst treu ist und bleibt, ist mir sehr wichtig. Außerdem finde ich Ehrlichkeit und Höflichkeit sehr wichtig. Man sollte sich zudem auch mal um andere kümmern können und helfen, ohne sich selbst zu vergessen oder sogar im Weg zu stehen.
Geradeaus gucken und seinen Weg gehen - aber von Zeit zu Zeit den Blick auch mal nach rechts und links wenden, darauf lege ich wert - und auf gepflegte Zähne, Essen und Familie und Freunde. :)

Was hast du für Hobbies und was liest du am liebsten?
Das Hobbythema ist nie so einfach. Ich lese, schreibe und zeichne ganz gerne. Gehe gerne mal mit Freunden raus, liebe Musik und Serien/Filme, gehe mal Joggen oder Schwimmen. Damit verbringe ich meine Freizeit. Wenn ich von Hobbies spreche, würde ich also all das erwähnen. :)
Am liebsten lese ich Jugendbücher im Fantasy- und Dystopiebereich.

Hast du einen chaotischen oder einen ordentlichen Arbeitsplatz?
Eher chaotisch. Meist liegen überall Blätter, Zettel, Bücher und Stifte rum. Außerdem steht meist eine Tasse irgendwo rum. Aber ich sehe es noch eher als ordentliches Chaos an. *hahaha*

Was brauchst du unbedingt zum Schreiben, auf was kannst du auf keinen Fall verzichten?
Einen Laptop, PC oder Tablet - also brauche ich Strom. *hihi* Nein, ich brauche jetzt nicht unbedingt
Arbeitsplatz des Autors © D.B. Granzow
etwas Bestimmtes, um zu schreiben. Ich brauche nur Zeit, die irgendwie immer knapper zu werden scheint. Ansonsten brauche ich Musik - egal ob laut oder eher ruhig, mit Gesang oder ohne. Ich mag es nicht so ganz in der Stille zu arbeiten. Da komm ich mir schnell unruhig und gestresst vor. Es mag paradox klingen, aber durch die Musik bleib ich entspannt und am Ball. Außerdem fühle ich mich dann nicht so einsam, denn das Schreiben an sich ist schon ein sehr einsames Unterfangen und die Musik hilft mir, dieses Gefühl zu kompensieren.

Wo kannst du am besten entspannen und bei was kannst du am besten Inspirationen sammeln?
Im Wald. Im Wasser. Am Strand ist es auch immer wieder sehr entspannend und inspirierend. Ich liebe die Natur und ich mag Wind, Wellen, Sonne, Regen - einfach alles, was die Natur so bietet. Ich liebe das Donnern beim Gewitter und wenn der Regen auf die Dachschräge trommelt. Ich liebe es aber auch die Augen zu schließen und mein Gesicht gegen die Sonne zu lehnen. All sowas entspannt mich einfach - oder eben Musik.
Inspiration bekomme ich eigentlich so gut wie überall. In den Nachrichten, Serien und Filmen, im TV, in Büchern und Bildern, auf der Straße, in Gesprächen, in den Lyrics von Songs. Inspiration kann mir zu jeder Tageszeit, in jeder Situation an jedem Tag und in jeder erdenklichen Form begegnen.

Wie gehst du mit Lob und Kritik um?
Kritik nehme ich an, sofern sie angebracht und angemessen ist. Ich sehe darin keinen Angriff und nutze sie als Verbesserungsvorschläge und Tipps, um voranzukommen und mich zu verbessern. Natürlich hört man nie besonders gern, was nicht gut ist und man bekommt auch nicht gern seine eigenen Schwächen vorgehalten, doch gerade als Autor ist das enorm wichtig. Im ersten Moment will ich am liebsten auf Durchzug stellen und so die unangenehme Kritik umgehen, aber ich habe mir angewöhnt, stattdessen lieber genau hinzuhören und das Hilfreiche davon herauszufiltern. Dann schreib ich es mir hinter die Ohren, damit ich sie nutzen kann, um meine Arbeit voranzubringen und zu optimieren. Klingt ein wenig wie eine Maschine - optimieren - aber im Prinzip ist das Schreiben nichts weiter als ein Handwerk, eine Technik und daran muss man eben feilen, bis es besser wird.
Lob nehme ich als eine Art Kompliment an und natürlich schmeichelt mir Lob auch wie jedem anderen Menschen. Auch hier mache ich es wie mit der Kritik und ziehe das Nützliche heraus, womit ich etwas anfangen kann. Genauso wichtig wie seine Schwächen zu kennen, ist es, über seine Stärken bescheidzuwissen. Das braucht man, um in Phasen von endlosen Durchhängern nicht den Mut und die Motivation zu verlieren. Dennoch lass ich mich von Lob auch nicht zu sehr pushen und halte mir immer vor Augen, dass auch Lob nur subjektiv ist.
Wichtig ist es, sich weder die Kritik zu sehr zu Herzen zu nehmen, noch sich das Lob zu sehr zu Kopf steigen zu lassen. Lieber von beidem ein bisschen annehmen.

Welche Ziele, Träume und Hoffnungen hast du im Leben?
Ich habe keine allzu großen Ziele. Natürlich gibt es Träume, wie den Oscar fürs beste Drehbuch verliehen zu bekommen oder einen Bestseller zu schreiben. Aber wer keine Träume hat, hat schon verloren, oder? Man muss träumen können und vor allem dürfen. Genauso habe ich Hoffnungen. Die Hoffnung gesund zu bleiben, ein gutes Leben zu führen oder auch einfach glücklich und zufrieden zu sein, wenn ich alt bin. Ich habe auch die Hoffnung, irgendwann einen Verlag zu finden, eine treue Leserschaft zu haben und vom Schreiben leben zu können. Ich hätte gerne eine eigene Familie, eine Wohnung oder ein Haus. Aber das alles ist mir nicht so wichtig, dass ich daran denke, wenn ich meine Zukunft vor mir sehe. Stattdessen möchte ich lieber irgendwann auf mein Leben zurückblicken und mich darüber freuen, was ich erreicht und erlebt habe. Egal wie alt ich sein werde, wenn ich sterbe - ich möchte einfach sagen können: "Ich hab gelebt und es war verdammt gut so, wie es war!"

Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und ich konnte euch neugierig machen, das würde mich sehr freuen.
Wenn ihr mehr über den Autor erfahren wollt, dürft ihr ihn gern bei Facebook besuchen >> D.B. Granzow bei Facebook<< oder ihr geht direkt zu seiner Homepage >> Büchersnack<<

~ Susi Aly ~

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