Montag, 1. Februar 2016

[Autoreninterview] B.C. Schiller

Hallo meine Lieben,

nun ist es wieder soweit.
Vor kurzem kam ich in den Genuss "Rattenkinder" von B.C. Schiller zu lesen.
Es hat mir soo gut gefallen, daß ich euch unbedingt das sympathische Autorenduo in einem Interview näherbringen möchte.



Wenn ihr neugierig auf das Buch seid könnt ihr << Hier << meine Rezension nachlesen :)




Das Autorenduo

"ist das Autoren-Duo Barbara und Christian Schiller. Ihre abgründigen Thriller sind seit
©Olivier Favre
Jahren fester Bestandteil der E-Book-Bestseller-Charts, sie sind echte Stars der deutschsprachigen Selfpublisher-Szene. Christian Schiller interviewte für seine Radiofeatures viele finstere Gestalten, wie den österreichischen Serienkiller Jack Unterweger. Diese Erfahrungen, aber auch Barbara Schillers bizarre Erlebnisse in Osteuropa fließen in fiktiver Form in ihre Thriller ein. Zusammen mit ihrem Rhodesian Ridgeback-Rüden Kajumba Jabali leben sie auf Mallorca und in Wien. "
Quelle: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/autoren/b-c-schiller/id_5118658



Das Interview


Hallo Barbara und Christian, ich danke euch, dass ihr euch Zeit genommen habt um mir ein paar Fragen zu beantworten.

Vor kurzem habe ich "Rattenkinder" von euch gelesen. Es ist bereits der 6. Band um Tony Braun.
Wie entstand die Grundidee zu dieser Reihe?
Wir wollten einfach einen unkonventionellen Ermittler mit Ecken und Kanten entwickeln, wie es ihn im deutschsprachigen Raum nicht so gibt. Dazu war uns der Bezug nach Osteuropa auch sehr wichtig, da es dort viele soziale Themen gibt, die wir gerne in unseren Thrillern thematisieren. In „Rattenkinder“ ist es die Randgruppe der Roma.

Welche Person war am schwersten und welche am leichtesten zu entwickeln?
Am schwierigsten war die Person von Viktor Maly, da wir sie sehr ambivalent gestalten mussten. Man sollte nie genau wissen, ist er jetzt gut oder böse. Leicht hingegen war die Figur von Tara, das unschuldige Romamädchen, das mit ihren Muttergefühlen ohne wenn und aber ihren Sohn sucht.

Stand das Grundkonzept für diesen Teil von vornerein fest oder entwickelte sich alles nach und nach?
Ja, das Grundkonzept stand von vorneherein ganz klar fest.

Was habt ihr für eine Szenerie vor Augen gehabt, als ihr diese Geschichte entwickelt habt?
Wir haben sehr stark den Slum Dogcity mit den halbfertigen Kreuztürmen vor Augen, dazu die düstere Atmosphäre, die Kälte und den Schnee.

Wie lange hat es von der Idee bis zum fertigen Buch gedauert?
Von der Idee bis zum fertigen Buch hat es sechs Monate gedauert.

Wie habt ihr die ersten Lesermeinungen empfunden?
Wie immer haben wir die ersten Lesermeinungen mit großer Spannung erwartet. Es ist ja immer wieder wie neu, wenn man ein Buch veröffentlicht hat. Zum Glück fanden die „Rattenkinder“ auf anhieb eine sehr positive Resonanz, besonders das Thema der Roma mit dem Kinderhandel fand sehr großen Anklang bei den Lesern.

©Soravit Lertphiphat


Schreibt ihr vielleicht schon am neuen Band der Reihe und könnt uns etwas darüber verraten?
Wir haben gerade den Plot für den nächsten Tony Braun Thriller entwickelt, aber wir dürfen noch nichts darüber sagen. Aber soviel kann verraten werden, die Exfrau von Tony Braun und sein Sohn spielen diesmal eine größere Rolle.

Ihr habt bereits zehn Thriller veröffentlicht. Überwiegend bringt ihr sie selbst heraus. Da stellt sich mir die Frage, wie kam es dazu, dass ihr jetzt bei Bastei Lübbe veröffentlicht habt?
Bastei Lübbe sind an uns herangetreten und haben uns ein interessantes Angebot gemacht, das wir dann angenommen haben. Uns hat besonders das innovative Klima des Verlags und der Enthusiasmus der Mitarbeiter angesprochen.

Ihr schreibt die Bücher zusammen. Gibt es da oft Konflikte oder versteht ihr euch blind? Wer übernimmt denn welchen Part bei euch?
Wir legen nach der Kapiteleinteilung fest, wer welchen Part schreibt. Meistens ist es so, dass jeder die Teile bekommt, die er zunächst nicht sonderlich mag. Bei Christian war es beispielsweise Bernhard Frey, den er nicht leiden kann, deshalb sind diese Passagen auch immer besonders intensiv. Barbara findet Ermittlungsarbeit sehr anstrengend, deshalb sind auch diese Parts immer sehr ausgetüftelt. Am Ende lesen wir uns immer jedes Kapitel wechselweise vor und korrigieren es auch sofort.

Barbara kann die abgründigen und düsteren Aktionen konsequent bis zum Ende durchdenken, so dass man manchmal beim ersten Lesen einen kalten Schauer verspürt. Christian hingegen bringt die zwischenmenschlichen Aspekte so dramatisch auf den Punkt, dass einem die Tränen kommen.
Und klar gibt es sehr oft Konflikte und Meinungsverschiedenheiten zwischen uns, aber das ist auch sehr wichtig für unsere Geschichte und unser Hund ist der beste Mediator. ;-)

Was seid ihr selbst für Menschen?
Wie würdet ihr euch charakterisieren?
Barbara ist ein sehr extrovertierter Mensch mit ungewöhnlichen Ideen und etwas abgründigen Vorstellungen von unseren bösen Protagonisten. Im Gegenzug hat sie eine sehr positive Lebenseinstellung und ein ansteckendes Lachen.
Christian ist der Künstlertyp, der sich gerne mit einer geheimnisvollen Aura umgibt. Er interessiert sich gerne für alles Neue aus Musik und Kultur, betreibt aber daneben viel Sport.

Auf was könnt ihr beim Schreiben auf keinen Fall verzichten?
Barbara braucht unbedingt unseren Hund Jabali zum Schreiben und Christian laute Musik.

Habt ihr einen ordentlichen oder einen chaotischen Arbeitsplatz?
Barbara hat einen etwas chaotischen Arbeitsplatz, aber sie findet immer alles. Bei Christian steht nur das MacBook auf dem leeren Schreibtisch und natürlich große Boxen für die Musik.

Was inspiriert euch und wie könnt ihr euch am besten entspannen?
Das gegenseitige Zuwerfen von Ideen inspiriert uns, denn daraus entwickeln sich immer die besten Plots für unsere Bücher. Am besten entspannen wir uns, wenn wir mit unserem Hund spazieren gehen und ein gutes Glas Wein genießen.



Wie geht ihr mit Lob und Kritik um?
Lob motiviert uns sehr, aber natürlich ist auch Kritik notwendig, denn das gehört zum Leben und ohne Kritik würde man ja das Lob nicht so sehr schätzen. Das ist wie Salz und Pfeffer. ;-)

Wie steht ihr zu Lesungen?
Lesungen mögen wir gerne, weil dabei die Möglichkeit besteht, Fans zu treffen und diese erstmals persönlich kennenzulernen.

Was lest ihr selbst am liebsten und welche Hobbies habt ihr noch?
Wir lesen selbst Thriller oder Biografien, kommen aber sehr selten dazu. Hobbies haben wir eigentlich keine außer, dass wir gerne Bilder von armen und talentierten Straßen Künstlern kaufen und diese dadurch unterstützen.

Welche Ziele, Träume und Hoffnungen habt ihr im Leben?
Wir hoffen natürlich, dass wir gesund bleiben. Träume haben wir natürlich auch. Wir möchten gerne, dass Tony Braun ins Fernsehen kommt und würden selbst gerne Drehbücher für Kinofilme schreiben. Unser Ziel ist, dass wir immer das tun können was uns Spaß macht und das wir frei im Denken und Handeln bleiben können.

Ich hoffe ihr hattet beim Interview genauso viel Spaß wie ich und seid vielleicht sogar neugierig geworden.
Das würde mich sehr freuen :)
Wenn ihr mehr über die beiden Autoren und ihre Projekte erfahren wollt, dann schaut auf folgenden seiten vorbei.

~ Susi Aly ~

1 Kommentar:

  1. Hallöchen,

    dieses Interview hat mich sehr interessiert, da ich die sehr sympathischen Autoren gerade erst kennen gelernt habe. Wir haben uns schon auch auf der Leipziger Buchmesse unterhalten, aber so ein informatives Interview ist dann schon noch mal was anderes. Daher vielen Dank Susi Aly, mir hat es viel Freude bereitet es zu lesen.

    Ich wünsche jetzt schon mal ein fröhliches Osterfest und entspannte Feiertage.
    Liebe Grüße
    Silvia B. aus B.

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