Dienstag, 15. Dezember 2015

[Blogtour] Ich sehe was, was du nicht liebst von Heike Abidi /Autoreninterview

Hallo meine Lieben,

In den letzten 3 Tagen habt ihr ja schon einiges über das Buch "Ich sehe was , was du nicht liebst" von Heike Abidi erfahren.
Gestern hat euch Manja von Manjas Buchregal mehr über Marlene und ihre Familie erzählt.
Ich hoffe eure Neugier konnte entfacht werden und ihr lechzt förmlich danach dieses Buch zu lesen.



Ich für meinen Teil kann nur sagen, man sollte es sich unbedingt zu Gemüte führen.
Ich habe es selbst geliebt.

Aber nun zum Thema zurück, wer könnte uns mehr darüber erzählen als die Autorin. Aus diesem Grund habe ich ihr ein paar Fragen gestellt. So könnt ihr mehr über die Hintergründe und die Autorin selbst erfahren.
Aber bevor es soweit ist, gibt es noch den kompletten Tourplan für euch :)


Tourplan
12.12. - Buchvorstellung bei Giulia von Das Buchmonster
13.12. - Bin ich unsichtbar? bei Verena von Books and Cats
14.12. - Marlene Winter & Familie bei Manja von Manjas Buchregal
15.12. - Interview - bei mir
16.12. - Spagat zwischen Familie und eigener Persönlichkeit bei Ingrid von lebens(leseliebe)lust
17.12. Gewinnerbekanntgabe


Das Interview


Hallo Heike, ich danke dir, dass du dir Zeit genommen hast um mir ein paar Fragen zu beantworten.
Vor kurzem ist dein neuer Roman „Ich sehe was, was du nicht liebst“ erschienen. Ich bin hellauf begeistert davon. Er spricht mir förmlich aus der Seele. Witzigerweise kann ich mich total mit Marlene identifizieren. Vielleicht kann du den Lesern kurz etwas über das Buch verraten.
© Ivonne Ntatis
Klar, gerne. In „Ich sehe was, was du nicht liebst“ geht es um eine Hausfrau und Mutter, die sich für ihre Familie total aufopfert und dabei völlig vergisst, auch mal an sich zu denken. Als Marlene sogar ein wohlverdientes Wellnesswochenende mit einer Freundin absagt, könnte man denken, ihr wäre nicht mehr zu helfen. Aber das Schicksal wagt einen letzten Versuch, sie zur Vernunft zu bringen, indem es zu drastischen Mitteln greift: Marlene wird unsichtbar. Damit ist sie nicht nur zur Untätigkeit verdammt, sondern muss auch noch mit anhören, was ihre Lieben so über sie denken und sagen …

Was hat dich zu dieser Geschichte veranlasst, woher kam diese Idee?
Die kam, als ich in einem völlig anderen Zusammenhang auf das Stichwort „unsichtbar“ stieß. Ich dachte darüber nach, dass es Menschen gibt, die sich quasi selbst unsichtbar machen, und fragte mich, was wohl passieren würde, wenn sie sich nicht nur im übertragenen, sondern auch im wörtlichen Sinn in Luft auflösen würden. Als sich diese Grundidee einmal in meinem Kopf eingenistet hatte, ergab sich der Rest quasi von selbst.

Stand das Grundkonzept von vornerein fest oder entwickelte sich alles nach und nach?
Ich gehöre zu den Planern unter den Autoren. Bevor ich auch nur eine einzige Zeile schreibe, steht schon der komplette Inhalt. Normalerweise notiere ich die Story zunächst in Kurzform, ungefähr auf 1-3 Seiten. Dann arbeite ich die Handlung aus und lande damit etwa bei 10 Seiten. Im nächsten Schritt verteile ich den Plot auf Kapitel und lege fest, was in welchem Abschnitt passieren soll. Das ist manchmal schon richtig ausführlich, aber noch überhaupt nicht ausformuliert. Schließlich überlege ich mir die Erzählperspektive, die diesmal eine besondere war – jedes zweite Kapitel ist aus Marlenes Sicht in Ich-Form geschrieben, die anderen jeweils in 3. Person –, dann lege ich los.

Wieviel von dir selbst steckt in Marlene?
In meinen Figuren steckt meistens sehr wenig von mir. Wer mich kennt, entdeckt manchmal Formulierungen, die ich auch in Gesprächen verwende, aber was die Persönlichkeit betrifft, haben weder Marlene noch meine anderen Protagonisten etwas mit mir zu tun. Ich bin ja nur diejenige, die sich die Geschichten ausdenkt und sie erzählt, nicht diejenige, die sie erlebt. Zum Glück!

Welche Person war für dich am schwersten und welche am leichtesten zu entwickeln?
Am einfachsten zu zeichnen war Oma Ella. Wenn jemand so rundherum unsympathisch ist, kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und sie mit Genuss fies beschreiben. Schwieriger war es bei Phil. Neben Marlene und natürlich auch den Kindern musste er die größte Entwicklung mitmachen. Vom Macho-Kerl, dem man am Anfang am liebsten in den Allerwertesten treten würde, bis zum liebevollen Ehemann, der einen zu Tränen rührt, als er im Auto sitzend Marlenes Parfum versprüht und sich nach ihr sehnt. Ich hoffe, es ist mir gelungen, diese krasse Veränderung glaubwürdig zu erzählen.

Wie lange hat es gedauert von der Idee bis zum fertigen Buch?
Ziemlich genau 2 Jahre und 2 Monate. Wobei das Exposé ungefähr 2 Jahre in der Schublade lag, bis

es einen Verlag begeistern konnte, und dann musste alles ganz schnell gehen … Reine Schreibzeit war ungefähr 2 Monate. Die Zusage kam Anfang Juli, Abgabetermin war Ende August, das Lektorat wurde im September gemacht, im Oktober kam das Cover, im November die Druckfahne und jetzt, im Dezember erscheint es schon. Ein ziemlich sportlicher Zeitplan, aber ich finde es natürlich toll,
Heikes Lieblingsort , ein Strandfoto aus Holland. ©H.Abidi
dass noch in diesem Jahr ein Unterhaltungsroman von mir erscheint. 2015 waren es sonst nur Jugendbücher und Anthologien.

Schreibst du vielleicht schon an einem neuen Buch und kannst uns etwas darüber verraten?
Momentan arbeite ich an „Endlich 15“, dem letzten Teil der Trilogie, die mit „Tatsächlich 13“ angefangen hat und in diesem Jahr mit „Plötzlich 14“ fortgesetzt wurde. Die Bücher erscheinen in der Reihe PINK bei Oetinger.

Was bist du selbst für ein Mensch?
Wie würdest du dich charakterisieren?
Das finde ich schwierig zu beantworten. Vielleicht solltest du dazu meine Mitmenschen fragen? Aber ich versuch’s mal: Ich bin ziemlich bunt – sowohl meine Klamotten als auch mein Wohnumfeld ist sehr farbenfroh. Ich kann einfach keine Tragödien schreiben, weil meine Geschichten immer irgendwie lustig werden. Vielleicht liegt das daran, dass ich bisher in meinem Leben nur Glück hatte und es mir daher leicht fällt, die Dinge positiv oder wenigstens mit Humor zu sehen. Und ich bin ziemlich spontan. Manchmal platze ich mit etwas heraus, was ich lieber nicht hätte sagen sollen – und das sind dann so Momente, in denen ich gerne unsichtbar würde …

Auf was kannst du beim Schreiben auf keinen Fall verzichten?
Computer. Internet. Strom. Ein Glas Wasser. Das war’s eigentlich schon.



Hast du einen ordentlichen oder einen chaotischen Arbeitsplatz?
Eher einen chaotischen. Aber ich habe auch schon schlimmere gesehen. Außerdem weiß ich ja, warum was wo rumfliegt – also gilt das im Grunde als Ordnung, oder?

Was inspiriert dich und wie kannst du dich am besten entspannen?
Das ist einfach: Was mich inspiriert, sind gute Bücher. Und beim Lesen kann ich auch am besten entspannen. Urlaub bedeutet für mich, jeden Tag mindestens ein Buch zu lesen und kein Wort zu schreiben – nicht mal einen Einkaufszettel.

Wie gehst du mit Lob und Kritik um?
Über Lob freue ich mich natürlich. Über Kritik manchmal auch, denn daraus lernt man schließlich. So bin ich zum Beispiel immer dankbar, wenn mich meine Testleserinnen auf Ungereimtheiten aufmerksam machen oder auch im Lektorat an meinem Manuskript gefeilt wird. Dadurch wird es ja besser. Banale Kritik wie „Ich mag eh keine Krimi“ (zu einem Krimi) oder „Die Geschichte war zwar nett, aber halt ein Jugendbuch“ (zu einem Jugendbuch) nehme ich nicht besonders ernst. Ansonsten hat natürlich jeder das Recht auf eine eigene Meinung. Mir gefallen schließlich auch nicht alle Bücher, die ich lese.

Wie stehst du zu Lesungen?
Arbeitsplatz der Autorin ©H.Abidi
Lesungen machen mir Spaß. Ich mag es, meine Figuren beim Lesen quasi zum Leben zu erwecken. Und natürlich ist es spannend, die Reaktionen der Zuhörer direkt mitzubekommen, denn normalerweise bin ich ja nicht dabei, wenn sie meine Geschichten auf sich wirken lassen.

Was liest du selbst am liebsten?
Ich liebe Krimis – gerne skandinavische, britische oder bayrische. Möglichst spannend, gerne auch mit Humor gewürzt. Oder Thriller, von Barbara Vine bis Stephen King. Und natürlich Bücher, die mich zum Lachen bringen, zum Beispiel von Douglas Adams, Tom Sharpe oder Arto Paasilinna. Und natürlich schön erzählte Geschichten, wie die von Anne Tyler oder Jonathan Tropper. Nicht zu vergessen die Bücher meiner Kolleginnen und Kollegen, die ich beispielsweise durch das Netzwerk Texttreff oder die Autorenvereinigung DELIA kenne.

Welche Hobbys hast du noch?
Ich singe gerne, am liebsten im Chor, zum Beispiel in diesem: www.vocalis-sambach.de. Singen ist wunderbar entspannend und natürlich ist Musik etwas Wunderbares – schöne Musik und gute Geschichten gehören zu den wertvollsten Dingen im Leben.

Welche Ziele, Träume und Hoffnungen hast du im Leben?
Viele meiner Träume und Ziele habe ich schon verwirklicht bzw. erreicht, und weil ich bisher so viel Glück hatte im Leben, hoffe ich vor allem, dass alles so toll bleibt, wie es gerade ist. Was natürlich nicht übel wäre, das wäre ein richtiger Bestseller. Und eine Verfilmung. Super wäre es aber auch, in Zukunft etwas mehr Freizeit zu haben, zum Beispiel zum Lesen …

Liebe Heike,für die Zukunft wünsche ich dir alles Gute und vor allem das du immer Spaß an dem hast, was du tust.
Danke! Das wünsche ich dir und den Leser*innen ebenfalls!

Wenn ihr mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren wollt,
schaut gern auf ihrer Homepage vorbei.


Das Gewinnspiel

Natürlich habt ihr auch bei dieser Blogtour wieder die Chance etwas zu gewinnen.
Und zwar könnt ihr 1 von 5 Printbüchern von "Ich sehe was, was du nicht liebst"
gewinnen.



Dafür müsst ihr mir nur eine kleine Frage beantworten
(als Kommentar unter dem Post)

Was bedeutet Glück für euch?

  Teilnahmebedingungen
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden. 

Seid auch morgen wieder dabei wenn Ingrid euch mehr über Spagat zwischen Familie und eigener Persönlichkeit erzählt.

~ Susi Aly ~

Kommentare:

  1. Sonjas Bücherecke15. Dezember 2015 um 05:59

    Guten Morgen,

    wieder eine tolle Autorenvorstellung. Man bekommt von Tag zu Tag mehr Lust auf das Buch, das Gute-Laune verspricht.

    Was bedeutet Glück: Wenn es meiner Familie gut geht , alle gesund sind und jeder zufrieden ist.

    Wünsche dir noch eine schöne Adventszeit.
    LG Sonja

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  2. Guten Morgen,
    vielen Dank für das schöne Interview. Zum Glück gehört eigentlich nicht viel dazu, man merkt es erst wenn selbstverständliche Dinge aufeinmal fehlen. Zu allererst Gesundheit, davon hängt soviel ab, wir erleben es grad bei meiner Mutter, unserer herzensguten Oma, die schwer erkrankt ist. Wenn dieser kleine große Punkt begeben ist, sind buchstäblichb bei uns alle glücklich.
    Liebe Grüße Bettina

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  3. Glück ... gute Frage... Glück ist, wenn man jeden Morgen aufstehen darf, alle gesund sind und man abens müde ins Bett fällt weil man k.o. ist von einem bunt gestalteten TAg.
    Glück bedeutet aber auch, zusammen mit den richtigen Menschen, denenen die man am meisten liebt, gemeinsam Zeit verbringen zu dürfen. Dabei sollte es egal sein, ob man wieder einem hinterherräumt, sich über was ärgert oder aber einfach nur Spaß am Leben hat.
    GLÜCK ist für mich auch, geliebt zu werden ... von meiner Tochter, meinem Mann und vielen, vielen andderen auch. DAS macht alles rund und ja ... Glück ist einfach was schönes, und man sollte öfters die Augen was auf machen um es wieder mehr wahrzunehmen und es zu schätzen. ;) <3

    LG Bianca

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  4. Guten morgen

    Glück bedeutet für mich wenn es meinen lieben gut geht.
    Danke für das tolle Interview eine tolle Autoren vorstellung.

    Lg Nicole

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  5. Hallo,
    vielen Dank für den schönen Beitrag.
    Glück bedeutet für mich, wenn es meiner Familie gut geht.
    Viele Grüße, Manu(ElasBookinette)

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  6. Hallo,

    Glück bedeutet für mich, wenn es mir und meiner Familie gut geht und wir gesund sind.

    LG
    SaBine

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  7. Hallo!
    Tolles Interview! Ich mag dass an Blogtouren ganz besonders.Man lernt den Menschen hinter dem Buch etwas kennen.
    Glück bedeutet für mich.....
    - Gesundheit
    - Freunde
    - Träume erfüllen
    - mal etwas außergewöhnliches machen
    - keine Geldsorgen zu haben
    Und noch vieles mehr.Bestimmt kann man ein Buch schreiben,was Glück bedeutet;-)
    Ich freue mich auf morgen.
    LG Marina Mennewisch
    freye1178(ät)gmail.com

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  8. Hey :-)

    Puuuh Glück empfindet jeder Mensch anders. Für mich ist Glück, meine Familie und meine Freunde neben mir zu haben. Das wir alle gesund und zufrieden sind. Ich brauche nicht viel um glücklich zu sein. :)

    Liebe Grüße

    zeki358i@gmail.com

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  9. Hey :-)

    Puuuh Glück empfindet jeder Mensch anders. Für mich ist Glück, meine Familie und meine Freunde neben mir zu haben. Das wir alle gesund und zufrieden sind. Ich brauche nicht viel um glücklich zu sein. :)

    Liebe Grüße

    zeki358i@gmail.com

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  10. Hallo,
    ein interessantes Interview. Glück bedeutet für mich, gesund zu sein, zufrieden zu sein mit dem was man hat und nicht immer neidisch auf die anderen zu schauen, sondern erkennen, was man selbst besitzt und das Leben zu genießen.

    lg, Jutta

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  11. Huhu,
    schwierige Frage. Ich denke mein Glück ist grade drei geworden und sitz neben mir. Und das andere Glück tobt noch in meinem Bauch herum. Wenn das gesund und munter zur Welt kommt, ist mein Glück perfekt. ;-) Lg

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  12. Hallo und schon fast Guten Abend :-),

    das Lieblingszitat ist ja toll.... und sooooo wahr!!!!!
    Die Frage heute ist wirklich gut, denn jeder sieht genau DAS ja anders. Puh.... wie ist das bei mir, bei mir zählen auch schon viele Dinge als Glück, was für andere vielleicht belanglos wäre. Zum Bsp. an einer viel befahrenen Straße einen Parkplatz zu bekommen oder im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein oder das Richtige getan zu haben.

    Liebe Grüße und ich wünsche einen schönen Abend :-)
    Amelie

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  13. Glück bedeutet für mich: Mit mir im Einklang zu sein. Mich wohl zu fühlen. Dass meine Lieben und ich gesund und zufrieden sind. Dass ich einfach das Leben geniessen kann, das bedeutet alles für mich Glück.

    LG Jutta

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  14. Glück bedeutet für mich vor allem Gesundheit, also gesund zu sein und zu bleiben. Denn ohne Gesundheit ist alles nichts, Gesundheit ist das höchste Gut im Leben.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  15. Hi,
    für mich ist Glück einfach dass ich eine wunderbare Familie habe, es uns eigentlich gut geht und wir gesund sind und zueinander stehen, egal was passiert. Mit den richtigen Menschen an der Seite schafft man alles, finde ich! Und das hat sich schon oft genug bewährt!

    Lg
    Gaby

    http://escape-into-dreams.blogspot.co.at/

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  16. Hallo ,

    Glück für mich bedeutet das mein Mann und ich
    gesund bleiben , das wir zufrieden sind und das es
    uns gut geht.

    Liebe Grüße Margareta
    margareta.gebhardt@gmx.de

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