Sonntag, 29. November 2015

[Rezension] Lucinda Riley - Die Sturmschwester (Die sieben Schwestern, Band 2)

Autor: Lucinda Riley
Titel: Die Sturmschwester
Originaltitel: The Storm Sister
Übersetzer: Sonja Hauser
Teil einer Reihe: Die sieben Schwestern - Band 2
Genre: Gegenwartsliteratur, Historische Romane
Erschienen: 9.November 2015
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 978-3442313952
Seitenanzahl: 576
Preis: Gebundene Ausgabe 19,99€, Ebook 15,99€
Wertung: 4/5
Bildquelle:  © Goldmann Verlag

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"Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war..."
Quelle: http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Sturmschwester-Roman/Lucinda-Riley/e470965.rhd





Hierbei handelt es sich um den zweiten Band aus der Reihe um die sieben Schwestern.
Hier geht es um Ally. Sie ist eine großartige Seglerin und muss in kurzer Zeit zwei Schicksalschläge verarbeiten. Als erstes verliert sie ihren Pa Salt. Er war ihr ein und alles. Wer den ersten Band gelesen hat, weiß das alle 6 Schwestern nach den sieben Plejaden benannt wurden. Allesamt hat Pa Salt sie in verschiedenen Abständen adoptiert.
Nach seinem Ableben hat er jeder von Ihnen ein Hinweis auf ihre Herkunft hinterlassen.
Hier ist es an Ally ihre wahre Herkunft herauszufinden.
Doch möchte sie das und wohin wird sie das führen?

Als ich mit lesen begonnen habe, hatte ich das Gefühl nach Hause zu kommen. Ich fühlte mich Ally sofort auf eine ganz besondere Art und Weise verbunden. Ihr Schicksal hat mich ergriffen und ich musste schon nach wenigen Seiten aufs heftigste losheulen.
Der ganze Schmerz und das Ausmaß dessen was es in Ally auslöst konnte ich mit jeder Zeile spüren. Es war so schwer das alles mitzuerleben.
Es ist schon schlimm genug wenn man liest das sie ihren über alles geliebten Pa verliert, aber kurz darauf noch den Tod ihres Freundes Theo mitzuerleben, war einfach nur schwer zu ertragen.
Danach begibt sich Ally auf Spurensuche ihrer Herkunft.
Es führt sie nach Norwegen wo sie die Biografie einen norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert ergründet.
Darin spielt die junge Anna Landvik eine sehr große Rolle.
Wir lernen Anna und ihr Leben kennen, erfahren wie sie sich verändert und was sie ausmacht.
In diese Geschichte kam ich nur schwer rein. Ich war noch völlig von Ally gefangen, das ich Mühe mit der neuen Situtaion hatte. Es war für mich erstaunlich wie naiv und unbedarft Anna doch anfangs wirkte. Manchmal fand ich das etwas zuviel. Oft hatte ich den Gedanken, so naiv kann doch kein Mensch sein.
Doch ihre Erfahrungen haben ihr Leben geprägt und das merkt man doch recht deutlich.
Ihr Weg ist von Schmerz und Leid gezeichnet. Hierbei spielt Liebe auch eine große Rolle.
Je mehr ich von Anna las umso mehr fand ich Zugang zu ihr Ich kann nicht behaupten das ich sie immer verstanden habe oder mochte. Aber ich konnte sie begreifen und mich in sie reinfühlen.
Mit der Zeit wurde die Story um Allys Herkunft immer verzwickter und komplexer.
Manches mal musste ich auch nochmal zurückblättern um das ganze Ausmaß zu begreifen.
Es ist sehr emotional gehalten und hat mich doch spürbar ergriffen.
Jedoch verzeichnet dieses Buch auch ein paar Längen, was den Lesefluss für mich mitunter etwas beeingträchtigt hat.
Der Autorin gelingt es auch hier nochmal Wendungen einzubauen, die mich doch überrascht haben und die ich so nicht erwartet habe.
Das Ende dieses Buches hat mir jedoch ganz gut gefallen.
Man bekommt auch schon einen guten Einblick darauf, was uns im nächsten Band erwartet.
Sehr hilfreich fand ich hierbei die Auflistung der Personen rund um Allys Familie.
Auch den Stammbaum der Familie Halvorsen hat mir geholfen alles zu überblicken, da es doch ziemlich viel ist.
Die Autorin hat es sehr gut berstanden uns die Zeit von damals zu Füssen zu legen, anhand der guten Beschreibungen von Land und Leute sowie den Gefühlen der Personen konnte man sich alles recht gut vorstellen.

Die Personen sind recht authentisch gezeichnet. Dabei werden einige intensiver gezeichnet als andere. Der letzte Teil um die Familie Halvorsen war mir persönlich zu wenig. Ich konnte mich nur schwer da reinfühlen, weil es einfach zu schnell ging.
Die Handlung an sich ist gut durchdacht und recht komplex gehalten. Das Buch erfordert die ganze Konzentration, sonst hat man Mühe alles zu überblicken.
Abschließend kann ich sagen, haben mich besonders Ally und Anna berührt.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Ally und Anna, was Ihnen mehr Tiefe und Raum verschafft. Gerade die beiden schaffen es im Laufe des Buches immer mehr Leben und Seele zu entwickeln. Ich hab mich oft dabei ertappt, das ich Allys Ansichten geteilt habe. Meine Gedanken waren quasi ihre.
Das Buch ist in verschiedene Teile unterteilt, die einzelnen Kapitel sind normal bis lang gehalten.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt fließend und stark einnehmend, aber auch sehr mitreißend und bildgewaltig gestaltet.
Das Cover und der Titel passen sehr gut zum Buch.



Ein komplexer und spannender zweiter Band der Reihe um die sieben Schwestern, in denen zwei Zeitepochen behandelt werden.
Ally und Anna haben mich dabei sehr berührt und nicht mehr losgelassen. Gerade bei Ally musste ich unglaublich weinen.
Für alle Fans von Lucinda Riley ein absolutes Muss.
Ich liebe die Bücher der Autorin, dennoch konnte mich dieser Band nicht ganz so sehr überzeugen wie der Vorgänger.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten.


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