Samstag, 17. Oktober 2015

[Autoreninterview] Karen Sander

Hallo meine Lieben,

Zu meinen absoluten Lieblingsreihen gehört die Reihe um  Kommissar Georg Stadler und
Psychologin Liz Montario.
Daher ist es mal an der Zeit, daß ich euch die Autorin Karen Sander etwas näher bringe.
Vielen kennen sie ja vielleicht auch unter dem Namen Sabine Klewe, damit schreibt sie auch Kriminalromane und Thriller.



Ich hab mich total gefreut, daß sich die Autorin zu einem Interview bereit erklärt hat, trotz ihrem vollen Terminkalender.
Ich finde sie sehr sympathisch und offen :)
Doch zuerst erzähle ich euch etwas über die Autorin und ihre Bücher und danach folgt das Interview.

Ich wünsche euch viel Spaß dabei :)







© Fotograf: Alexander Vejnovic
"Karen Sander arbeitete viele Jahre als Übersetzerin und unterrichtete an der Universität, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie lebt mit ihrem Mann im Rheinland und hat über die britische Thriller-Autorin Val McDermid promoviert. Unter ihrem wahren Namen Sabine Klewe hat sie bereits zahlreiche Krimis und Thriller geschrieben. Unter dem Pseudonym Sabine Martin verfasst sie gemeinsam mit Martin Conrath außerdem historische Romane."
Quelle: http://www.rowohlt.de/autorin/karen-sander.html
Weitere interessante Seiten,bei denen ihr noch mehr über die Autorin erfahren könnt: 
 http://www.rowohlt.de/autorin/karen-sander.html
 http://karen-sander.de/















Ich verfolge ihre Reihe um George Stadler und Liz Montario schon von Anfang an.
George mag ich unheimlich gern, Liz dagegen löst in mir zwiespältige Gefühle aus.
Der dritte Fall ist unheimlich komplex und besonders getroffen hat mich, was mit George passiert.
Wie entstand die Idee dazu?
Meine erste Idee war: Was wäre, wenn ein Serienkiller berühmte Filmszenen nachstellen würde? Und meine zweite: Was wäre, wenn der Polizist, der den Killer finden soll, selbst in Verdacht gerät? Der Rest hat sich dann sehr schnell aus diesen beiden Ideen ergeben.

Stand der gesamte dritte Fall von Anfang an fest, oder entwickelte sich alles nach und nach?
Die Grundstruktur eines Falls steht immer fest, bevor ich anfange zu schreiben, aber bei den Details lasse ich mich gern von den Figuren führen. Die wissen am besten, was sie wollen und wozu sie in der Lage sind.

Birgit und Miguel mag ich auch sehr gern, besteht die Hoffnung, daß sie noch mehr in den Fokus geraten?
Ich mag die beiden auch. Sie werden wohl immer in zweiter Reihe hinter Georg und Liz stehen, aber es kann durchaus sein, dass es mal einen Fall gibt, in dem sie eine besondere Rolle spielen. Außerdem gibt es ja bei den beiden privat noch so einiges an Entwicklungspotenzial …

Ich muss das jetzt einfach fragen.
Die eigentliche Tat an sich, bekommt man nicht mit.
Warum haben sie sich dazu entschlossen?
Es gibt so viele Thriller, bei denen der Mord ‚live‘ erzählt wird. Ich wollte mal was anderes machen. Man bekommt den Mord ja trotzdem gezeigt, aber eben als Videoaufzeichnung, also quasi wie im Kino. Und da es bei dem Buch ja um Kinofilme geht, fand ich das passend.

Wer von den Charakteren war für Sie am leichtesten zu entwickeln und welcher bereitete Probleme?
Im Grunde habe ich in alle Figuren gleich viel Energie gesteckt, und bei keiner ist es mir besonders
Foyles:Karens Lieblingsort und gleichzeit ihr Lieblingsarbeitsplatz
schwer gefallen. Natürlich kenne ich die Figuren, die ich schon durch mehrere Bücher begleitet habe, besonders gut. Die neuen machen also immer ein bisschen mehr Arbeit. Aber es macht ja auch Spaß, eine neue Figur zu entwickeln und zu überlegen, wie sie ticken könnte.

Gibt es jemanden, den Sie besonders mögen?
Ich mag Liz sehr gern, gerade weil sie nicht immer nett, sondern etwas sperrig ist. Aber natürlich liegen mir alle meine Figuren am Herzen – übrigens auch die ‚bösen‘, sonst könnte ich beim Schreiben nicht so viele Stunden mit ihnen verbringen.

Können Sie uns schon sagen, wieviele Teile im Endeffekt entstehen oder ist keine Ende in Sicht?
Das kann ich nicht sagen. Es hängt davon ab, wie viele Geschichten mir noch einfallen, die zu meinen Protagonisten passen. Und ob deren persönliche Entwicklung irgendwann an einen Schlusspunkt kommt.

Unter dem Namen Sabine Klewe schreiben Sie auch Kriminalromane und Thriller.
Warum haben sie für Reihe um George Stadler und Liz Montario einen anderen Namen gewählt?
Für mich ist der Autorenname so etwas wie eine Marke. Und Sabine Klewe steht für eine andere Art Spannungsliteratur als Karen Sander, für Romane, die eher etwas weniger drastisch sind, mehr Krimi als Thriller.

Schreiben sie aktuell schon an einem neuen Buch und können uns vielleicht etwas darüber verraten?
Vor einigen Wochen habe ich mit dem nächsten Liz Montario/Georg Stadler Band angefangen. Viel möchte ich noch nicht verraten, nur dass es um Cold Cases geht, die plötzlich heiß werden, und dass es international wird. Unter anderem ermitteln Liz und Georg in Schweden.

Können Sie schon sagen, wann der nächste Teil mit George und Liz erscheinen wird?
Geplant ist der Band für Herbst 2016.

Was sind Sie selbst für ein Mensch?
Wie würden Sie sich charakterisieren?
Puh, schwierige Frage. Ich bin sehr neugierig, ich interessiere mich für Menschen. Und ich reise gern, finde es spannend, mich von fremden Orten inspirieren zu lassen. Ansonsten bin ich eher ein ruhiger Typ, ich falle in einer Gruppe von Menschen nicht auf, weil ich die bin, die die anderen beobachtet – natürlich aus rein beruflichen Gründen. J

Lebensmotto der Autorin


Was ist für Sie wichtig beim schreiben?
Die Figuren und ihre Entwicklung sind für mich der Kern jedes Romans. Ich muss meine Figuren gut kennen und mich voll und ganz auf sie einlassen. Dann kann ich ganz tief in die Geschichte eintauchen, egal, was um mich herum los ist.

Was inspiriert Sie und was gibt Ihnen Kraft?
Ein schöner Ort zum Schreiben inspiriert mich. Das kann ein Café mit interessanten Menschen sein, oder ein Arbeitszimmer mit Blick aufs Wasser. Kraft tanke ich bei einem Spaziergang im Wald oder am Meer. Da kommen mir auch die besten Einfälle. Immer, wenn ich nicht weiter weiß, laufe ich eine Runde. Und ich nehme immer mein Diktiergerät mit, denn schon nach wenigen Metern sprudeln die Ideen.

Welche Lektüre bevorzugen Sie privat und bei was können Sie am besten entspannen?
Ich bin auch als Leserin ein großer Krimi- und Thriller-Fan, lese aber auch andere Bücher. Ich verschlinge alles, was mir in der Buchhandlung unter die Finger kommt und meine Neugier weckt.

Wie gehen Sie mit Lob und Kritik um?
Über Lob freue ich mich natürlich, Kritik finde ich sehr wichtig, die schaue ich mir genau an, um zu sehen, was ich noch besser machen kann.

Was war ihr eindruckvollstes Erlebnis als Autorin?
Meinen Namen auf der Spiegel-Bestsellerliste unter den Top 10 zu sehen. Das war ein tolles Gefühl. Schließlich möchte ich ja, dass den Lesern meine Bücher gefallen. Dafür schreibe ich. In bleibender Erinnerung sind mir auch viele interessante Recherchen, vor allem die Nacht mit der Polizei auf Streife. Das war ein ganz spezielles Erlebnis.

Haben sie einen chaotischen oder einen ordentlichen Arbeitsplatz?
Ich habe immer viel Kram auf meinem Schreibtisch liegen, aber der ist wohl geordnet. Allerdings
Karen Sander vor ihrem Plakat :)
schreibe ich selten zu Hause, meistens sitze ich in Cafés oder Kneipen, und da ist der Tisch bis auf die Kaffeetasse leer.

Sind sie ein Stadt oder ein Landmensch?
Stadtmensch. Je größer die Stadt desto besser. Ich liebe London, bin sehr häufig dort, auch um zu arbeiten. Tokio finde ich auch grandios. Und Prag, Lissabon, Barcelona …

Was für Ziele und Träume haben sie?
Ein Haus in London, so wie ich es schon einmal hatte. Dort gibt es so viele inspirierende Schreiborte, dass ich jeden Tag im Jahr woanders schreiben könnte. Und wunderbar shoppen kann man auch noch …

Liebe Frau Sander, ich danke Ihnen sehr für dieses Gespräch und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und das sie vor allem immer Spaß im Leben haben.


Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid neugierig auf die Autorin und ihre Bücher geworden.
Ich würde mich sehr darüber freuen :)

Eure Susi Aly

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