Sonntag, 13. September 2015

[Rezension] Lena Avanzini - Amsterdam blutrot

Autor: Lena Avanzini
Titel: Amsterdam blutrot
Teil einer Reihe: /
Genre: Kriminalroman
Erschienen: 16. Juli 2015
Verlag: Emons Verlag
ISBN: 978-3954516612
Seitenanzahl: 256
Preis: Taschenbuch 9,90€, Ebook 8,49€
Wertung: 3/5
Bildquelle: http://www.emons-verlag.de/programm/amsterdam-blutrot

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"Grausame Morde an erfolgreichen Frauen erschüttern das Venedig des Nordens. Die Farben hörende Klavierlehrerin und Hobbykriminologin Maxi Mikulicz mischt sich in die Ermittlungen von Hoofdinspecteur Cornelius Bontekoe ein und folgt einer heißen Spur ins Callboy-Milieu. Dort erwartet sie allerdings kein lustvolles, sondern ein lebensgefährliches Abenteuer."

Quelle: http://www.emons-verlag.de/programm/amsterdam-blutrot






Der Inhalt klang für mich mal etwas anders und ich war auf das Buch gespannt.
Der Einstieg verlief für mich jedoch etwas schwierig.
Ich hatte Mühe reinzukommen was vor allem an der Klavierlehererin Maxi lag, die sich doch mehr oder weniger mehr schlecht als recht mit ihren Schülern rumplagt.
Gleich zum Anfang tauchen wir ein, in eine Stunde von ihr.
Ich konnte damit jedoch gar nichts anfangen und es hat mir irgendwie nichts gegeben.
Aber ok, ich war ja gespannt auf den Kriminalfall.
Das ging auch recht bald los. Maxi gerät in einen Leichenfund, als sie ihren Schüler besuchen will.
Und sofort ist ihr kriminalistischer Spürsinn wieder geweckt.
Sie liebt Kriminalromane und so etwas hat man das Gefühl, das sie das reale Leben doch etwas damit vergleicht.
Aber ich mag unkonventionelle Ermittler und war gespannt auf ihr Treiben.
Sie begibt sich auf eigene Spurensuche, nachdem einige angesehene Frauen auf brutale Art und Weise umgebracht wurden.
Doch sollte sie nicht besser die Finger davon lassen?
Sie bringt sich dabei selbst in Gefahr.
Wird sie trotz allem den Fall lösen können?

Neben Maxi lernen wir auch den Hoofdinspecteur Cornelius Brontekoe kennen. Leider konnte mich seine Figur auch nicht so recht überzeugen.
Er ist doch etwas von sich eingenommen und hat seine eigenen Methoden.
Seine Liebe zu seiner Schildkröte Karin macht ihn jedoch nach und nach sympathisch.
Der Fall ansich gestaltete sich als interessant und zunächst etwas wirr.
Vieles war zunächst unzusammenhängend, es hat etwas gedauert bis ich durchgestiegen bin.
Durch einige unvorhergesehene Wendungen schafft es die Autorin den Fall immer wieder in eine andere Richtung zu lenken.
Dabei ist man immer an der Seite von Maxi und verfolgt ihre Spuren.
Nach und nach finden die Fäden langsam zusammen und es wird immer schlüssiger.
Was ich schade fand, großartige Ermittlungsmethoden konnte man nicht mitverfolgen.
Man erfährt zwar schon einiges an Ermittlungsarbeit, aber nicht genug.
Aus der Sicht der Inspecteure hätte ich gern mehr erfahren.
Auch die Charaktere blieben ziemlich flach, da hätte ich mir einfach mehr Hintergrundwissen gewünscht. Das hätte sie auch insgesamt sympathischer gemacht.
So fand ich nicht recht Zugang zu Ihnen.
Einzig Tess, Maxis Mitbewohnerin konnte mir hin und wieder ein schmunzeln entlocken. Ich mochte sie einfach von Anfang an.
Die Mordserie ansich gewinnt schnell Auftrieb und wurde auch recht authentisch dargestellt.
Aber durch vielen Beschreibungen wurde es auch mitunter ziemlich langatmig.
Dabei hält man sich auch viel mit Alltagsdingen auf.
Der Täter  blieb bis zum Schluss im Dunkeln, da blieb einfach kein herankommen. Das hat mir doch recht gut gefallen, da man so immer weiter rätselte.
Der Schlussakt gestaltete sich als sehr dramatisch und explosiv.
Der Abschluss ist recht gut gelungen.
Leider konnte ich bei diesem Kriminalroman nur hin und wieder Emotionen entwickeln und es wurde für mich auch nur stellenweise spannend.
Dieses Buch erzählt von Macht, Abgründigkeit und Wahnsinn.
Die Spannung ist eher unterschwellig spürbar, sie erhält jedoch hin und wieder Auftrieb.
Man kann jedoch toll mit den Personen mitfiebern und mitzittern.
Toll fand ich, daß sich dieser Roman mit seinen Ermittlern und der Vielschichtigkeit doch ziemlich heraushebt aus der Masse.

Hierbei erfahren wir ziemlich viele Perspektiven, am meisten jedoch die von Maxi und Brontekoe.
Einerseits lernt man sie dadurch  etwas kennen, aber insgesamt bleiben sie noch zu sehr im Dunkeln.Ihr Handeln und Fühlen war für mich auch nicht immer nachvollziehbar.
Der Schreibstil der Autorin ist trocken, aber auch irgendwie einnehmend. Ich hatte jedoch meine Schwierigkeiten damit.
Die Kapitel sind normal bis lang gehalten.
Durch die wenigen Seiten kommt man jedoch relativ schnell durch.
Das Cover und auch der Titel sind gut gewählt.
Insgesamt muss ich sagen hätte ich mir einfach für das Gesamtgeschehen und die Ermittler mehr Tiefe gewünscht.



Ein Kriminalfall der vielschichtig gestaltet ist und mit seinen unkonventionellen Ermittlern hervorsticht.
Aber aufgrund des Schreibstils und kleineren Schwächen konnte er mich nur bedingt überzeugen.
Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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