Samstag, 18. Juli 2015

[Autoreninterview] Kate Dakota

Hallo meine Lieben,

In den letzten Tagen habe ich eine ganz tolle Buchreihe gelesen.
Und da die Autorin doch noch recht unbekannt ist, möchte ich sie euch ein wenig näher bringen.
Kate Dakota hat die Prescott-Saga geschrieben.


Als ich die Cover gesehen habe, war ich zwar etwas abgeschreckt.
Denn um ehrlich zu sein, sie haben mich nicht unbedingt angesprochen.
Aber ich habe ihnen eine Chance gegeben.
Und was soll ich sagen, ich bin restlos begeistert.
Diese Frau kann unglaublich gut schreiben, das ist der helle Wahnsinn.
Den Drahtseilakt zwischen brisanten Themen, Familiengeheimnissen und historischen Elementen gelingt ihr unglaublich gut.
Darin behandelt sie Themen wie z.b. Stalking, Depressionen und Homosexualität.
Das sind Themen die ich unglaublich wichtig finde.
Und sie zeigt uns auf, wie ernst man sowas nehmen muss.
Ihre Bücher berühren ganz einfach, aber machen auch unglaublich wütend.
Ich kann es jedem nur ans Herz legen.



Hier kommt ihr zu meinen Rezensionen
Band 1 der Prescott Saga - Die Tiefe einer Seele
Band 2 der Prescott Saga - Erins bunte Steine
Band 3 der Prescott Saga - Die letzte Rose
Band 4 der Prescott Saga - Das Flüstern der Feder

Aber auch privat ist Kate Dakota eine total liebe und sympathische Person.
Sie nimmt auch Kritik an und versucht damit zu arbeiten.
In Form eines Interviews möchte ich sie euch nun ein wenig näher bringen.
Und vielleicht... habt ihr ja Lust auf ihre tolle Saga um die Prescotts bekommen.
Mich würde das total freuen :)

Wenn ihr mehr über Kate Dakota erfahren wollt, könnt ihr auch gern auf ihrer Website stöbern.
Da erfahrt ihr immer zuerst alle Neuigkeiten.
http://www.kate-dakota.de/







Liebe Kate, ich danke dir, dass du dir etwas Zeit für mich nimmst.
Da gibt es nichts zu danken, ich mache das gerne.


Ich habe deine Reihe um die Prescotts verschlungen und ich liebe sie.
Was hat dich dazu inspiriert?
Eigentlich sollte es gar keine Reihe werden. Mein Leben lang habe ich davon geträumt, einen Roman zu schreiben und mit "Die Tiefe einer Seele" habe ich mir diesen Traum erfüllt, nachdem ich mich lange Zeit einfach nicht getraut habe. Inspiriert hat mich "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes, vielmehr das aus meiner Sicht sehr deprimierende Ende des Buches. Da habe ich endlich den Dreh gekriegt und es angepackt. Ich wollte eine Geschichte schaffen, die eine große Tragik in sich birgt, die aber dennoch letztendlich Hoffnung vermittelt. Erst beim Schreiben des Buches, als ich immer mehr Charaktere ins Spiel brachte, kam mir die Idee, eine Reihe rund um die Familie Prescott daraus zu machen. Ich wollte mit den Büchern verschiedene Genres antasten und hoffe, dass mir das halbwegs gelungen ist.

Das ist dir mehr als gut gelungen, ich bin völlig hin und weg.
Die Charaktere sind unheimlich facettenreich und ich persönlich mag Amy am liebsten.
Welche Person war am schwierigsten, von der Entwicklung her?
Das war zweifellos Anabel, die Ex-Frau von James. Eigentlich mag ich es, klare Charaktere zu schaffen. Solche, die eindeutig gut oder eindeutig böse sind, auch wenn das langweilig erscheint. Anabel ist ein absolut zerrissener Mensch. Eine Frau, die polarisiert. Ich wollte, dass der Leser sich nie sicher sein kann, ob er sie nun mag oder nicht. Das war manchmal nicht ganz einfach umzusetzen.

Das hab ich mir fast gedacht, jedoch muss ich sagen, daß ich nie wusste, was ich von ihr halten soll.
Gab es ein Grundgerüst, daß der Story zugrunde liegt?
Nicht wirklich! Ich hatte beim ersten Buch eine Art Schreibplan, habe aber gemerkt, dass ich mich nie daran gehalten habe. Die Geschichte hat mich geführt, nicht ich sie. Darum habe ich mir bei den anderen Bänden die Planerei erspart. Ich wusste, wie die Geschichte beginnen und wie sie enden soll. Das was dazwischen liegt, ist mir irgendwie "aus den Fingern gefallen", wie ich es gerne nenne.

Wie war die Recherche für dich?
Gar nicht mal so wild! Seit frühester Jugend interessiere ich mich sehr stark für Geschichte, also alles, was in diesem Bereich angesiedelt war, ist mir relativ leicht gefallen. Etwas schwieriger war es mit dem Thema "Depression". Zwar kenne ich die Krankheit aus meinem direkten Umfeld, aber natürlich musste ich mich ein wenig in die Thematik einlesen, wollte allerdings auch nicht zu viel Fachwissen da mit reinbringen. Lediglich bei Amys "letzter" Therapie habe ich etwas mehr dazu geschrieben, was mir gleich bei der ersten Rezi zum Buch einen Rüffel eingebracht hat. Zu viel Detailkram langweilt den Leser, habe ich daraus gelernt.;-)

Mich persönlich hat dieser Aspekt gar nicht gelangweilt, ich fand ihn sehr faszinierend und interessant.
Hast du eine Aussage, die du mit dieser Saga vermitteln möchtest?
Und wenn ja, welche und warum.
Darüber habe ich noch nie nachgedacht, wenn ich ehrlich bin. Wenn ich es aber jetzt tue, dann merke ich, dass die Saga schon eine Aussage vermittelt: Nämlich die, wie wichtig eine Familie ist, in der man sich liebt und vertraut. Mit einem solchen Rückhalt ist alles möglich!


Lebensmotto von Kate Dakota



Um ehrlich zu sein, war ich erstaunt, dass so eine gigantische Story nicht von einem Verlag veröffentlicht wurde. 
Hat es einen Grund warum du es selbst gemacht hast? 
Zum einen war ich mir nicht sicher, ob das, was ich schreibe, gut genug ist, deswegen wollte ich es lieber mal unverbindlich austesten. Außerdem lasse ich mich ungern in ein Korsett pressen, ich wollte einfach nur schreiben. Allerdings habe ich die ganze "Marketing-Geschichte" unterschätzt und zweifele daran, dass das jemals mein Ding wird. Darum habe ich beschlossen, nun doch mal bei Verlagen vorstellig zu werden. Wenn es mit der Prescott-Saga nicht mehr klappt, dann vielleicht mit einem anderen Projekt.

Ich wünsch dir ganz viel Glück bei deinem Vorhaben und ich denke durchaus das sie Anklang finden wird.
Was bedeutet dir persönlich das Schreiben?
Das Schreiben bedeutet mir unendlich viel. Irgendwie ist es ein Gefühl, als wenn man endlich angekommen ist. Das Schreiben macht mir so viel Freude, ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, es nicht zu machen. Egal, was die Zukunft noch so bringt, solange ich diese Freude empfinde, werde ich weiterschreiben.

Welche Lektüre bevorzugst du privat?
Ich lese eigentlich quer Beet. Krimis natürlich, ja, aber auch mal einen Liebesroman und sehr oft Biografien oder Dokumentationen.

Was bist du für ein Mensch?
Wie würdest du dich charakterisieren?
Ich soll mich selber charakterisieren? Na, das kann ja nur ein Eigentor werden*lach*. Aber gut, ich versuch es mal. Alles in allem bin ich ein recht umgänglicher Mensch. Habe ich mal einen schlechten Tag, kann ich allerdings auch zur größten Zicke mutieren. Ich bin sehr wissbegierig, es gibt kaum etwas, wozu ich google noch nicht befragt hätte. Ein Tag, an dem ich nicht etwas gelernt habe, ist für mich verloren. Allerdings hat das auch zur Folge, dass ich zum klugscheißen neige, wenn ich es mal so salopp ausdrücken darf. Ich bin leider sehr ungeduldig, außerdem manchmal ein Schaf, weil ich nur schlecht etwas abschlagen kann. Ja, und dann muss ich noch zugeben, dass ich sehr emotional bin und traurige Filme oder Bücher mich in einem Tränenmeer absaufen lassen. Alles in allem finde ich aber, dass es schlimmere Menschen als mich gibt. ;-)

Welchen Hobbies gehst du nach?
Außer dass ich viel lese, singe ich schon seit Ewigkeiten in einem Chor. Lange Jahre war ich in der regionalen Geschichtsforschung aktiv, das habe ich aber jetzt wegen meiner Schreiberei aufgegeben. Ich koche sehr gerne und liebe es zu gärtnern.

Hast du einen chaotischen oder ordentlichen Arbeitsplatz?
In meinem regulären Beruf (ich arbeite in einem Labor) würde ich meinen Arbeitsplatz als sehr ordentlich bezeichnen. Wenn ich schreibe, kann das schon mal anders aussehen, im Moment geht es. (Siehe Foto)
Arbeitsplatz der Autorin © Kate Dakota

Was inspiriert dich?
Das kann alles sein! Mein Umfeld, ein Zeitungsartikel, ein Film oder auch ein Buch. Plötzlich ist ein Gedanke da, der umgesetzt werden will.

Arbeitest du bereits an einem neuen Buch?
Zurzeit schreibe ich einen Gedichtband. Das wird aber eine Ausnahme bleiben. Einen neuen Roman plane ich ab Mitte September zu schreiben. Es kribbelt schon ordentlich in den Fingern.

Liebe Kate, für die Zukunft wünsche ich dir viel Erfolg und Inspiration.
Ich hoffe, das sich noch viele Leser von dir bezaubern lassen.
Liebe Susi, danke für Deine guten Wünsche und für alle Unterstützung, die ich durch Dich erfahre. Das ist längst nicht selbstverständlich. Deinem wunderbaren Blog wünsche ich auch weiterhin viel Erfolg und für Dich persönlich hoffe ich, dass Du die Freude am Lesen niemals verlieren wirst.

 So meine Lieben, ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid jetzt so richtig neugierig geworden :)

Alles Liebe

Eure Susi Aly

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