Mittwoch, 13. Mai 2015

Autorenvorstellung mit Interview: Vanessa Richter

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch wieder eine Autorin vorstellen.
Hierbei handelt es sich um Vanessa Richter.
Ich hab kürzlich ihre beiden Romane "Klapperstörche und andere schräge Vögel" und "Om, es ist nur eine Phase" die beim Bookshouse Verlag erschienen sind gelesen.

Und ich war wirklich schwer begeistert.
Dabei beleuchtet sie eigentlich das alltägliche Leben, aber es ist so wunderbar humorvoll verfasst, daß ich eigentlich immer nur am schmunzeln war.


 

In ihrem ersten Roman um Mia, geht es um Kinderwunsch und die Schwangerschaft an sich, bis der Erdenbürger schließlich das Licht der Welt erblickt.
Sie schafft trotz dem Humorfaktor immer noch die Ernsthaftigkeit der Situation hervorzuheben.
Auch die Zweifel und Ängste stellt sie sehr gut dar.
Und ich als Mutter kann sagen, besser hätte man die Bücher nicht verfassen können.
Es ist eine superleichte Lektüre für zwischendurch bei der man sich herrlich entspannen kann.

 Hier kommt ihr zu meiner Rezension



In ihrem zweiten Roman geht es um das erste Babyjahr und auch dieses Buch ist wirklich wundervoll geschrieben. Absolut authentisch. Auch hier greift sie wieder enrstere Themen auf. So findet man sich letztendlich nicht nur zwischen Babybrei und Kleinkindchaos wieder.
Auch Familie und Bindung wird in ihren Romanen groß geschrieben.
Ebenso der Kampf um den alltäglichen Wahnsinn.
Der ein oder andere wird sich darin vielleicht sogar wiederfinden.

Hier kommt ihr zu meiner Rezension



Beide Romane kann ich wärmstens empfehlen, mir haben sie tolle Lesestunden beschert.






Über die Autorin


© Vanessa Richter

Vanessa Richter, Jahrgang 1979, studierte Germanistik und Anglistik und versucht seitdem, mehr oder weniger begeisterungsfähigen pubertierenden Halbwüchsigen die Feinheiten der deutschen und englischen Sprache näher zu bringen. Sie lebt mit Kind und Kegel zwischen Ruhrpott und Münsterland.

"Om, es ist nur eine Phase", die Fortsetzung zu ihrem Debüt "Klapperstörche und andere schräge Vögel", erschien im März 2015.

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So und nun  meine Lieben, hat Vanessa mir ein paar Fragen beantwortet.
Aber lest selbst ;)






Vor kurzem habe ich deine Romane rund um Schwangerschaft und Babyjahr verschlungen.
Wie entstand die Idee dazu?


Während meiner ersten Schwangerschaft habe ich nach einem Buch gesucht, welches das Thema witzig aufgreift und bin nicht wirklich fündig geworden. Inzwischen gibt es ja doch einige, aber zu dem Zeitpunkt „damals“ war das für mich dann einfach ein Anreiz, selbst eins zu schreiben. 

Die Romane wirken sehr authentisch auf mich.
Sind es deine eigenen Erfahrungen, die du da verarbeitet hast?
Ich hätte die Romane um Mia und Co. sicherlich so nicht schreiben können, wenn ich nicht selbst Schwangerschaften durchlebt hätte. Dennoch bleiben die Geschichten natürlich fiktiv. 

Der Balanceakt zwischen Ernsthaftigkeit und Humor gelingt dir sehr gut.
War es dein Anliegen, daß wir trotz deiner humorvollen Art und Weise, den eigentlichen Kern verstehen?
 
In erster Linie möchte ich unterhalten, aber dabei wollte ich nicht vernachlässigen, dass eine Schwangerschaft und die erste Zeit mit einem Baby auch viele Unsicherheiten, Zweifel und Ängste mit sich bringen. Wenn junge Mütter sich heute mit ihren eigenen Müttern unterhalten, bekommen sie bestimmt häufig zu hören, dass sie selbst als Kind immer durchgeschlafen, gut gegessen und nie geschrien haben. Schwangerschaft und Geburt waren selbstredend auch ein Klacks und sechs Wochen nach der Entbindung war die Figur wieder die alte. Das Hirn einer Frau ist erfreulicherweise so programmiert, dass man die „dunklen Stunden“ von Schwangerschaft, Geburt und die Nerven, die einen ein Baby kosten kann, schnell verdrängt. Es ist allerdings wenig hilfreich, wenn man einer Schwangeren oder frischgebackenen Mutter nur von den Sonnenseiten erzählt. Ich will mit meinen Büchern auch zeigen, hey, ihr seid nicht allein, es ist normal, dass nicht alles perfekt läuft und letztlich ist alles doch irgendwie nur eine Phase (auch wenn die mal länger dauern kann.)

Soll es bei diesen beiden Bänden bleiben oder planst du noch mehr?
Wenn ja, kannst du uns vielleicht etwas darüber verraten?
Eigentlich ist die Mini-Reihe mit „Om, es ist nur eine Phase“ abgeschlossen. Aber wer weiß, vielleicht juckt es mich eines Tages doch nochmal in den Fingern und ich schreibe eine weitere Fortsetzung. 

Hast du auch vor, dich in anderen Genren auszutoben?
© Vanessa Richter
Geplant habe ich das nicht. Chick-Lit ist schon durchaus das Genre, in dem ich mich zu Hause fühle. Aber man soll ja niemals nie sagen.

War es schwer, für diese Art von Romanen einen Verlag zu finden?Ich habe mit Anna Mechler von der Literaturagentur Lesen & Hören eine tolle Literaturagentin, die sich für mich auf die Suche nach einem Verlag gemacht hat.

Wie gehst du mit Lob und Kritik um?Wer freut sich nicht über Lob! Aber ich bin wohl nicht so der Typ, der sofort einen Victory Dance aufführt sondern eher verschämt lächelnd rot wird.

Kritik trifft mich natürlich, aber ich versuche, mir anzusehen, was genau kritisiert wurde und überlege mir dann, ob ich etwas daraus ziehen kann, um mich zu verbessern. Aber wenn jetzt zum Beispiel jemand, der sonst nur Kafka liest, meine Bücher kritisiert, weil ihm das Genre nicht gefällt, dann kann ich nach einem kurzen Schlucken auch einfach einen Haken daran machen. 

Was liest du privat am liebsten?Man sollte meinen, dass das Genre, in dem ich schreibe, auch das bevorzugte sei, in dem ich lese. Tatsächlich verschlinge ich aber am liebsten Krimis und Thriller. Aktuell liegt der neue Jussi Adler-Olsen auf meinem Tisch.

Was ist deine größte Schwäche?Ich rede zu viel und muss mich zusammen reißen, andere Leute ausreden zu lassen.
Nun interessiert mich natürlich auch was für eine Art von Mensch du bist.

Wie würdest du dich selbst charakterisieren?
Es ist immer schwierig, sich selbst zu charakterisieren, aber ich denke, dass ich ein recht fröhlicher und umgänglicher Mensch bin. 

Bist du chaotisch oder eher ordentlich? Ich bin das pure Chaos, obwohl es etwas besser geworden ist, seit ich Mutter bin. 

Wo und wann kannst du am besten schreiben? Der Ort ist relativ egal, Couch, Schreibtisch, Strandkorb. Hilfreich ist es allerdings, wenn nicht eins meiner Kinder pausenlos „Mamaaaaaaaa!“ dazwischen quakt! ;) 

Wo kannst du dich am besten entspannen? Mit einem Buch in der Badewanne.

Liebe Vanessa, ich danke dir, daß du dir Zeit für mich genommen hast.
Für deinen weiteren Weg wünsche ich dir viel Glück und vor allem, daß du Spass dabei hast.

Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr seid neugierig auf ihre Bücher geworden.
 


Eure Susi Aly

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