Montag, 18. Mai 2015

Autorenvorstellung mit Interview: Tanja Voosen

Hallo meine Lieben,

Heute ist es wieder soweit.
Ich stelle euch wieder eine sehr beeindruckende Autorin vor.
Eine Autorin mit viel Herz.
Sie ist selbst als Buchbloggerin tätig und ich habe bisher drei Bücher von ihr gelesen und war total begeistert.
Nun bin ich gespannt, ob ihr es auch sein werdet.
Hat vielleicht einer von euch schon etwas von ihr gelesen?
Natürlich gibt es auch wieder ein Interview.
Heute dreht sich bei mir alles um Tanja Voosen.
Sie ist nicht nur total sympathisch, nein ihre Bücher müssen einfach gelesen werden :)






©Tanja Voosen
Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe der Eifel. Geschichten waren nicht immer Teil ihres Lebens, aber seit einer Weile kommt sie davon noch weniger los, als von Kaffee, Serien und verrückten Ideen. Ihr Debütroman und der Folgeband bewegen sich im Genre Fantasy, während ihre neusten Abenteuer in der realen Welt spielen. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu suchen, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, treibt sich in der Welt der Blogger herum oder belästigt ihre Freunde mit ihrem unverbesserlichem Humor, der eines Tag, das Universum erobern wird. 
 

Aktuelle Informationen:
Website der Autorin
Tanja Voosen auf Facebook
























Auf das neue Buch von ihr freue ich mich schon unsagbar doll.
Es erscheint am 4.Juni und ich kann es kaum noch erwarten :)
Dazu wird es dann auch eine Buchvorstellung von mir geben, sobald ich es gelesen und rezensiert habe :)






Ich habe Tanja nach ihrem Lieblingszitat oder ihrem Lebensmotto gefragt und das hat sie mir geantwortet. Das klingt doch sehr sympathisch oder?
Und ich finde sie hat recht :)

Tanja: Also, ich würde sagen, mein Lebensmotto ist einfach "Glaub immer an deine Träume" oder so etwas...weil ich Träume einfach wichtig finde. Ich bin wirklich felsenfest davon überzeugt, dass jeder etwas in seinem Leben haben sollte, das ein Ziel darstellt, um darauf hinarbeiten zu können   und wenn man eine Sache geschafft hat, dann sucht man sich die nächste. Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass das Leben keinen Sinn hat, sondern man dem Leben einen Sinn gibt und das finde ich wirklich sehr gut so :)





Vor kurzem habe ich Sternenmeer von dir gelesen und es hat mir unheimlich gut gefallen.
Wie entstand die Idee dazu?
Bei Sternenmeer fing alles mit dem Titel an – Etwas, das ich persönlich noch nie bei einer Geschichte hatte. Plötzlich war da dieser Gedanke „Das Leben ist wie ein Meer aus Sternen“ und ich wusste: Dazu musst du irgendwann mal eine Geschichte schreiben :) Nach und nach habe ich mir Gedanken gemacht und da ich selber fasziniert von Sternen bin, wieso nicht den Gedanken weiterspinnen? So kam mir dann Laurie in den Kopf und die Idee zum Buch begann sich zu formen. Ich wollte schon immer mal eine etwas nettere und bravere Protagonistin haben und da hat dieses außergewöhnliche Hobby sehr gut zu ihr gepasst. Der Rest hat sich dann fast wie von selbst ergeben – Das ist bei meinen Ideen sehr oft so.
Gab es ein besonderes Ereignis, daß dir die Inspiration dazu beschert hat?
Ein besonderes Ereignis gab es nicht wirklich – Mal abgesehen vom Titel, der mir irgendwie in den Schoss gefallen ist. Danach hat sich alles in Bewegung gesetzt und ich habe ein wenig recherchiert, wie es um Sternenbilder steht und was ich davon in meine Geschichte einbauen kann.
Du veröffentlichst bei verschiedenen Verlagen und hast dein letztes Buch auch selbstverlegt.
Kann du uns sagen, warum das so ist?
Meine ersten Romane sind bei AAVAA erschienen, weil das der erste Verlag war, der mir damals eine Chance gegeben hat, als ich noch viel Fantasy geschrieben habe. Schreiben war früher für mich ein nettes Hobby - da wusste ich noch nicht, dass ich irgendwann mal richtig Büch-süchtig sein würde. Mit der Zeit habe ich mich und meine Ideen dann weiterentwickelt und wusste, dass Emily zu einem Verlag sollte, wo alles vom Genre her passt. Eine locker leichte Liebesgeschichte – Das klang wie Impress und deshalb hatte ich mich dann dort auch beworben und das Buch wurde genommen. Sternenmeer ist dann letztes Jahr im NaNoWriMo entstanden und ich wusste einfach: diese Geschichte soll nicht weiter in der Schublade liegen. Ich war so stolz in so kurzer Zeit einen Roman geschrieben zu haben, dass ich ihn am liebsten noch am selben Tag veröffentlicht hätte. Kurz bevor die Zusage von Impress kam hatte ich schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ein Buch selber zu veröffentlichen und es bei Sternenmeer dann einfach gewagt. Bekannte Verlage haben zudem auch eine volle Programmliste und wäre Sternenmeer über andere Wege erschienen, dann wäre das alles nicht so schnell gegangen. Bei Impress war zudem bereits das nächste Projekt fest eingeplant (Sommerflüstern erscheint am 4. Juni) und ich dachte – Trau dich einfach!
Hast du auch mal vor, dich in andern Genren auszutoben oder bleibst du deinem treu?
Ohh, das ist eine tolle Frage! Auf jeden Fall würde ich mich in anderen Genre wagen! Fantasy liebe ich als Leser sowieso sehr und ich habe auch eine Menge Ideen für Projekte, auch Jugendthriller oder Kinderbücher finde ich klasse – Im Grunde würde ich in jedem Genre schreiben, das ich selber auch gerne lese. Contemporary ist allerdings wegen der lockeren Dialoge und dem sommerlichen Setting mein persönliches Ding geworden. Meine Gedanken ziehen mich einfach immer wieder in das Genre hinein – Ich kann es nicht ändern :D
Du bist ja noch ziemlich jung, was sind deine Ziele für die Zukunft?
Ich würde sagen mein größtes Ziel ist es, irgendwann vom Schreiben leben zu können. Klischeehafte Antwort – Ich weiß. Es gibt einfach so viele wundervolle Autoren und Autorinnen und wir träumen alle von der gleichen Sache – Ein schöner, wenn auch etwas deprimierender Gedanke. Ich stecke mir deshalb immer gerne kleine Ziele: Das nächste Buch beenden, einen guten Job nach dem Studium finden und morgen früh nicht vergessen die Wäsche aus dem Trockner zu holen! ;)
Neben dem Schreiben, bloggst du auch noch.
Wie gelingt es dir, beides zu kombinieren?  
Tanjas Arbeitsplatz  ©Tanja Voosen
In meinem Keller steht ein Clon-O-Mat und...Mist, das sollte ein Geheimnis bleiben! Ehrlich – Manchmal weiß ich das selber nicht genau. Vielleicht bin ich ein guter Zeit-Dieb. Hier ein paar Minuten zum bloggen, dort ein paar Sätze fürs nächste Buch. Mein Leben ist ein Puzzle und ich stecke die fehlenden Teile immer nach Lust und Laune an verschiedene Stellen. Manchmal wächst mir das alles aber auch über den Kopf und ich habe Angst, irgendwann mit dem Bloggen aufhören zu müssen – Einfach, weil die Zeit nicht mehr reicht. Aber man darf sich keinen Druck machen. Alles was Spaß macht ist super und wenn man keine Lust oder Zeit hat – Davon geht die Welt auch nicht unter.
Was liest du denn privat am liebsten?
Am allerliebsten lese ich inzwischen witzige Liebesgeschichten im Jugendbuchbereich, aber an zweiter Stelle steht Urban-Fantasy – Was früher mein Lieblingsgenre war. Ich glaube, wenn man wie ich viel in einem bestimmten Genre schreibt, dann liest man darin auch automatisch mehr. Außerdem habe ich (leider) das Gefühl, dass der Buchmarkt auch gar nicht mehr so viel gute Fantasybücher herausbringt.
Wir  leben ja in einer Welt der Elektronik und des World Wide Web. Ohne Handy, Tablet und sonstiges geht ja eigentlich gar nichts mehr.
Wie wichtig ist dir das und könntest du auch ohne leben?
Ich gestehe: Ohne meinen Laptop würde ich die Wände hochgehen. Dem Internet eine Weile fernzubleiben ist für mich kein Problem, aber ohne Laptop fühle ich mich einsam – Schließlich ist er wie das Zuhause aller meiner Manuskripte. Eine Weile hab ich auch sehr an meinem Smartphone gehangen, weil es das Leben so viel einfacher macht. Ganz verzichten auf Internet & Co würde ich aber nicht wollen. Man kann über Facebook, Blogs etc. so wunderbar Kontakt zu Lesern, Freunden, Bloggern – allen möglichen Leuten herstellen und ein paar meiner besten Freunde habe ich durch Zufall online getroffen :D Ich glaube auch ein Leben ohne alles ist in unserer Gesellschaft unvorstellbar geworden.
Was macht für dich eine Freundschaft wertvoll und was macht sie für dich aus?
Eine wertvolle Freundschaft machen für mich Dinge wie Loyalität, Ehrlichkeit und Humor aus. Menschen, mit denen ich nicht lachen kann, die mich in Zeiten der Not allein lassen oder mich belügen können mir gestohlen bleiben. Mir ist einfach wichtig, dass wir auf einer Wellenlänge liegen und die gleichen Dinge im Leben schätzen. Durch dick und dünn gehen, das ganze Programm eben.
Du wirkst recht locker und sympathisch.
Wie würdest du dich selbst charakterisieren?
Locker und sympathisch! Ne, Scherz am Rande :D Solche Fragen habe ich bei Vorstellungsgesprächen immer gehasst *g* Ich denke, ich bin kreativ (ich schreibe Bücher, aber verrats keinem), direkt (weil ich manchmal sage, was ich denke, ohne zu denken und dann etwas zu sagen) und total chaotisch.
An welchen Orten kann du am besten abschalten?
Zählt mein eigener Kopf auch als Ort? Ich sitze manchmal da und starre ganz apathisch aus dem Fenster, weil ich dann in Tanja-Hausen unterwegs bin und denke. Mein Bett wäre auch eine Alternative. Da liege ich nachts und grüble in der Stille vor mich her. Autoren brauchen nämlich keinen Schlaf. Durch unsere Venen fließt Kaffee. Ich hoffe, niemand aus meiner Familie braucht jemals eine Blutspende!
Wenn du etwas an der Welt ändern könntest.
Was wäre das?
Ich würde eine Menge ändern. Meine beste Freundin und ich führen nachts manchmal diese endlos Gespräche über das System, in dem wir leben. Ich würde wirklich gerne irgendwo eingreifen wollen. Angefangen bei uns mit der Schule, Krankenkassen, Politik – Das würde als Antwort alles zu weit führen, aber ich finde, das Leben, so wie wir es kennen folgt einem blöden Baukastensystem und die Leuten könnten viel individueller gefördert werden oder Hilfe bekommen, wenn man außerhalb der üblichen Grenzen denken und handeln würde.
Wo liegen deine Stärken und deine Schwächen?
Aufs Schreiben bezogen würde ich sagen: Dialoge – Yay! Überleitungen – Nay! Aufs echte Leben bezogen: Ich lerne super gerne neue Leuten kennen und quassle mir den Mund fusselig – Ob man mich nun mag oder nicht, man wird mich jedenfalls nicht so schnell los :) und Schwächen? Mhh...ich treffe nicht gerne Entscheidungen. Das fängt schon bei simplen Dingen wie dem Frühstück an. Kaffee oder Tee? Ich weiß es nicht – Dann lass ich es ganz. Folge: Ich bin unzufrieden (und sehr durstig).
Wie gehst du mit Kritik und Lob um?
Kritik ist immer so eine Sache, wenn sie konstruktiv ist höre ich sie mir gerne an und überdenke meine Entscheidungen/Ansichten/Geschichten. Wenn sie böse ist und darauf abgezielt mich oder meine Bücher niederzumachen, dann höre ich sie mir an und setze mental einen Haken hinter die Sparte „Heute beleidigt worden – Check!“ - und lebe mein Leben ganz normal weiter. Man muss der Realität halt einfach ins Auge blicken. Es wird immer Menschen geben, die mögen, was man tut oder es hassen. Ich selber finde Ehrlichkeit auch wichtig, daher höre ich mir lieber die schlimmste Kritik an, wenn sie ehrlich ist, als das beste Lob, wenn es nicht von Herzen kommt. So oder so, man darf sie nichts zu sehr zu Herzen nehmen. So lange man selber hinter dem steht, was man tut, wird man es auch weiter tun. Lange Rede kurzer Sinn: Kritik und Lob sind wichtige Dinge, um sich Weiterentwickeln und seinen Freude an allem beibehalten zu können.
Wenn du schreibst, wieviel persönliches fließt da mit ein?

Ich glaube, jede meiner Figuren hat einen winzigen Teil von mir in sich. Für die Schreibdauer eines Romans bin ich ja schließlich in den Köpfen der Protagonistinnen. Gemeinsam haben sie wohl alle ihren Sinn für Humor – Ich finde, ohne Humor ist das Leben echt langweilig. Etwas richtig persönliches gab es eigentlich nicht. Um vielleicht auf Sternenmeer zu kommen, weil es das aktuelle Buch ist – Meine Eltern sind auch geschieden, daher weiß ich natürlich wie sich das anfühlt. Oder wie es sich anfühlt eine jüngere Schwester zu haben (Sommerflüstern) oder eben tausend andere Parallelen zu meinem Leben :D

So ich frag dir wirklich Löcher in den Bauch "gg". Aber nun noch eine letzte Frage.
Arbeitest du schon an einem neuen Buch und wenn ja, magst du uns schon etwas darüber verraten?
Ich arbeite wirklich an etwas Neuem. An mehren Dingen. Zum einem wäre da diese Urban-Fantasy Geschichte, bei der nicht mehr viel bis zum Ende fehlt...an der arbeite ich allerdings schon über ein Jahr und das Ende ist nicht in Sicht – Es geht um Dämonen, einen Orden von Exorzisten und ein Mädchen, das durch einen Zufall ein Teil von etwas Unheilvollem wird. Besonders beschäftigt mich aber gerade der zweite Band bzw. das Companien zu Sommerflüstern, in dem es um die Schwester der Protagonistin geht und eine ganz neue Geschichte, in der meine Protagonistin Cassidy eine Art Schlussmach-Service anfängt und sich absolut nicht verlieben möchte – Natürlich trifft das Gegenteil davon ein ;)
Liebe Tanja, ich danke dir für deine Zeit.
Für die Zukunft wünsche ich dir viel Erfolg und Inspiration.
Susi – Ich danke dir! Die Fragen haben wirklich viel Spaß gemacht und ich hoffe, bei meinen langen Antworten hat es tatsächlich jemand bis zum Ende geschafft. Wenn deine Leser sonst noch etwas wissen möchten dürfen sie mich gerne jeder Zeit auf meinem Blog oder meiner Facebookseite besuchen! :)



Meine Lieben, falls ihr bis jetzt noch nicht eingeschlafen seid, hoffe ich, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid neugierig auf Tanja und ihre Bücher geworden :)

 Eure Susi Aly

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