Dienstag, 24. März 2015

Rezension: Rebecca Martin - Die geheimen Worte

Autor: Rebecca Martin
Titel: Die geheimen Worte
Genre: Gegenwartsliteratur, Romane über Familiengeheimnisse
Seitenanzahl: 432
Verlag:  Diana Verlag (9. März 2015)
ISBN:  978-3453357556
Ebook: 8,99€
Taschenbuch: 9,99€
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Bilderquelle und Infos zum Verlag: >> Hier << 







Rebecca Martin studierte Englisch und Deutsch in Frankfurt am Main und in Dublin, Irland. Ihre Leidenschaft gehört dem Reisen, der Geschichte und ihren Geschichten. Ihr Roman "Die verlorene Geschichte" gelangte sofort nach Erscheinen auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, gefolgt von den Romanen "Der entschwundene Sommer" und "Die geheimen Worte". Die Autorin lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf im Nahetal.
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Schuld und Verrat bestimmen das Schicksal nachfolgender Generationen
Bad Kreuznach 1850: In der aufstrebenden Kurstadt verlieben sich die Schwestern Anne und Sophie in den englischen Gast James Bennett. Es ist für beide der Beginn einer heimlichen Leidenschaft: Anne ist verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter, während die viel jüngere Sophie sich nicht traut, dem überaus charmanten jungen Mann ihre Gefühle zu offenbaren. Die Katastrophe ist unausweichlich, als James beide Schwestern zurückweist. Erst zwei Generationen später kommt ans Licht, was damals geschah …




Als erstes muss ich sagen, ich liebe die Romane von Rebecca Martin. Ich verschlinge eigentlich jeden einzelnen von ihr, ohne Rücksicht auf Verluste.
Aber dieser hier, fing schon sehr langatmig an. Zunächst sind wir im Jahr 1855, da dreht sich alles in Bad Kreuznach um Sophie und Anne. Als sie James Bennett kennenlernen, verlieben sich beide  Hals über Kopf in ihn. Das, daß keinen guten Verlauf nehmen kann ist vorprogrammiert. Doch während Sophie frei, jung und ungestüm ist, ist es Anne nicht. Anne ist verheiratet und hat eine kleine Tochter.
Vom Wesen her ist sie rational denkend und sich ihrer Position und ihrer Situation immer bewusst. Sie hinterfragt alles und bedenkt sowohl die Vor- wie auch die Nachteile.
Als sie James kennenlernt, stellt das ihr Leben vollkommen auf den Kopf.
James Motive sind zunächst nicht ganz klar.
Warum ist James wirklich nach Bad Kreuznach gekommen?
Die Geschichte ist viel komplexer als zunächst angenommen, was da mit der Zeit zutage kommt ist erschütternd und wühlt zutiefst auf.
Im Laufe der Zeit spitzt sich die Lage um die Menage a´ trois immer mehr zu. Und es wird dramatisch. Zunächst jedoch erfahren wir immer mehr Nebensächlichkeiten, die einfach den Lesefluss enorm stören.
Mir hat sehr gut gefallen, daß wir viel darüber erfahren , wie es früher zuging.
Wie es den Frauen erging und welchen Stand sie in der damaligen Zeit hatten, denn sie waren alles andere als frei.
Das bringt uns die Situation von damals viel näher und wir können uns mit der Zeit immer besser in das Geschehen von damals hineinversetzen.
Leider werden hier auch ziemlich viele Spaziergänge erörtert, das muss einfach nicht sein.
Man bekommt zwar dadurch ein Gespür für Bad Kreuznach und die Umgebung, aber es ist einfach zuviel.
Hin und wieder konnten mich da auch die Emotionen von Anne und Sophie packen, James jedoch blieb mir emotional gesehen, etwas im dunklen. So richtig offenbart hat er sich selten.
Zeitgleich wechseln wir immer mal wieder ins Jahr 1923.
Da geht es um Marlene, sie soll ihren Jugendfreund Albert heiraten. Finanziell gesehen, der perfekte Partner.
Marlene hatte damit auch bisher kein Problem.
Doch plötzlich trifft sie Adrian, er ist alles andere als eine wichtige und gutsituierte Persönlichkeit.
Doch Marlene verliebt sich Hals über Kopf in ihn.
Plötzlich stellt sie alles in Frage.
Sie will nicht aus zweckmäßigen Gründen heiraten.
Sie will den ewigen Kreislauf einfach durchbrechen.
Marlenes Mutter hat Angst um Marlene. Das sie den gleichen Weg einschlägt wie ihre Ahnin und lässt ihr ein Büchlein zukommen, in den die geheimen Worte verzeichnet sind.
So viel dazu, ich muss an dieser Stelle sagen, daß mich Marlene schon sehr berührt hat. Im Laufe der Zeit haben das jedoch auch Anne und Sophie geschafft.
Obwohl es ab einen gewissen Punkt spannender wird, bleibt es dennoch langatmig.
Die Gefühle der Frauen konnten sehr gut rübergebracht werden. Einigen Handlungen waren nachvollziehbar, andere weniger.
Das Ende gestaltete sich ziemlich unspektakulär, was ich ziemlich schade finde. 
Das hat mich doch etwas enttäuscht.
Die Charaktere waren gut gezeichnet, man konnte sie direkt vor sich sehen.
Wir erhalten hier relativ viele Sichtweisen, da wären z.b. Marlenes, die von James und Anne.
Aber das ist längst nicht alles.
Aber obwohl wir so ihre Gedanken und Gefühle nähergebracht bekommen, fehlt es ihnen doch etwas an Tiefe. Ich konnte sie zwar verstehen, aber nicht alles nachvollziehen.
Dennoch muss ich trotzdem zugeben, hat mich dieser Roman gut unterhalten.
Der zentrale Kern wurde sehr gut dargestellt. Eine Familiensaga die sich über Generationen hinwegzieht.
Sie beeinflusst sowohl die Vergangenheit, als auch die Gegenwart.
Viele Geheimnisse werden gewahrt, die jeden dieser Menschen beeinflussen.
Interressant ist der Verlauf der Geschichte, er macht sowohl traurig als auch wütend.
Von der emotionalen Seite her, hat es mich gepackt, jedoch hätten dem Buch  weniger Seiten gutgetan.
Den Schreibstil fand ich wie gesagt sehr mühsam und langatmig, obwohl die einzelnen Kapitel nicht allzu lang waren, kam ich doch nur schwer voran.
Ich hoffe jetzt einfach mal , daß das nächste Buch der Autorin wieder besser wird.
Das Cover wie auch der Titel sind sehr gut gewählt.




Auf den ersten Blick eine interessante Geschichte. Jedoch ist die Umsetzung weniger gut. 
Viele Handlungsstränge und viele Personen machen den Einstieg schwer.
Es wird zu oft ausgeschweift.
Das Buch ansich hat mir gut gefallen, jedoch hätten weniger Seiten dem Buch mehr Spannung verliehen.
Man hätte sich dann einfach besser in der Geschichte verlieren können.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen, weil es mich leider nicht vollkommen überzeugen konnte.
Schade.



Schaut auch auf der Website des Verlages vorbei, da gibt es immer wieder interessante Bücher zu entdecken.

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