Samstag, 28. Februar 2015

Rezension: Siobhan MacDonald - Zeit der Lügen


Autor: Siobhan MacDonald
Titel: Zeit der Lügen
Genre: Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 400
Verlag:  Piper Taschenbuch (16. Februar 2015)
ISBN:  978-3492304573
Originaltitel: The Blue Pool
Ebook: 8,99€
Taschenbuch: 9,99€
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Bilderquelle und Infos zum Verlag: >> hier <<


Ein sehr tiefgründiger Roman, der nachdenklich macht und nicht alles so unbeschwert erscheinen lässt.

 



Siobhan MacDonald wurde in Cork, Irland, geboren. Nach ihrem Studium in Galway arbeitete sie mehrere Jahre in Schottland und Frankreich als technische Redakteurin, bevor sie in ihre Heimat zurückkehrte. Heute wohnt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Limerick. »Zeit der Lügen« ist ihr erster Roman. 





Die vier Freundinnen Sarah, Maeve, Liz und Julie verbringen gemeinsam ein Wochenende in einem Cottage in den Hügeln Westirlands. Doch nur drei von ihnen kehren nach Hause zurück. Auf der Suche nach Sarah führen alle Spuren ins Leere. Weiß eine der Freundinnen mehr, als sie zugibt? Fünfundzwanzig Jahre später taucht ein Mann auf, der die alten Wunden erneut aufreißt: Er behauptet zu wissen, was damals mit Sarah geschah …





Sarah, Maeve, Liz und Julie verbringen ein gemeinsames Wochenende in einem Cottage.
Doch nachdem das Wochenende vorbei ist, verschwindet Sarah spurlos.
25 Jahre später meldet sich ein Mann und weiß anscheinend einiges über Sarah.
Was ist damals wirklich geschehen?
Gab es ein Verbrechen oder lebt Sarah vielleicht noch?
Und was haben ihre Freundinnen zu verbergen?
Wissen sie mehr als sie zugeben?

Die Kurzbeschreibung hörte sich für mich sehr interessant an und ich war echt gespannt auf diese Geschichte.
Anfangs war es für mich nicht leicht reinzufinden, denn wir springen immer wieder in der Zeit hin und her. Mal sind wir im Jetzt und dann wieder im Geschehen vor 25 Jahren.
Doch nach und nach hab ich mich reingefunden.
Diese Geschichte ist sehr komplex und tiefgründig.
Wir erfahren viel von den einzelnen Personen. Einmal haben wir da Maeve, sie ist quasi das Oberhaupt der Truppe und bewahrt immer einen kühlen Kopf. Mehr als einmal hilft sie den anderen aus der Patsche. Dann wär da noch Liz, sie geht scheinbar mühelos durchs Leben, doch was möchte sie wirklich?
Dann haben wir noch Julie, sie ist ein sehr leichtlebiges Mädchen, die sich immer wieder in brenzlige Situationen bringt und auch so manchen Schicksalsschlag zu verkraften hat.
Und dann haben wir natürlich noch Sarah, sie nimmt nicht alles so ernst, aber auch sie hat ihre innere Dämonen die sie nicht loslassen.
Eine Truppe wie sie verschiedener nicht sein kann.
Sie verleben eine unbeschwerte Studentenzeit, sie wohnen zusammen und teilen auch sonst alles miteinander.
Aber was wissen sie wirklich voneinander?
Ich kann jetzt nicht sagen, daß ich mich in eine von Ihnen besonders reinfühlen konnte. Ich habe durchaus Anteil an ihnen genommen und war auch mal traurig über das Geschehen. Aber das lag vielmehr an der Gesamtsituation. Was sie alles zu bewältigen hatten .
Die Geschichte empfand ich mitunter als etwas langatmig, aber das lag vielleicht auch daran, das wir alles aus ihrem Leben erfahren haben.
Interessant war für mich, als ich ergründet habe, was nach Sarahs Verschwinden mit den Freundinnen passiert ist.
Nur eine einzige gedankenlose Entscheidung, kann manchmal alles verändern.
Es stimmt mich nachdenklich, wenn ich sehe was hier passiert ist.
Und es bringt mich zu der Frage, was wissen wir über die Menschen, die uns nahestehen wirklich?
Ist alles immer so, wie es scheint?
Ich denke, niemand kennt den anderen Menschen wirklich.
Doch ich fand den Roman recht spannend, es gab keine großen Überraschungen, bis auf das Ende, daß ich so nicht erwartet hätte.
Es macht nachdenklich uns lässt und die Sichtweise mal ganz anders betrachten.
Auch die Perspektiven fand ich hier sehr interessant, denn wir erfahren alles aus Julies, Maeves und Liz´ Sicht. Wir erfahren wie sie sich fühlen und was das Geschehen mit ihnen selbst gemacht hat. Es ist teilweise sehr erschütternd und macht traurig.
Mehr als einmal stellt man sich hier die Frage: Was wäre wenn?
Die Schreibweise empfand ich als sehr angenehm und faszinierend. Die Gestaltung der Kapitel hat mir sehr gut gefallen und die Kapitellänge war relativ kurz.
Fazit: Ein sehr ernsthafer Roman, der uns die Dinge mal ganz anders sehen lässt.
Eine klare Leseempfehlung von mir, auch wenn er mich persönlich nicht völlig überzeugt hat.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.









Ein nachdenklich machender Roman, für den man sich Zeit nehmen muss, da er doch recht komplex ist.
Mir hat er doch recht gut gefallen.
Dennoch überzeugen konnte er mich leider nicht ganz.

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