Sonntag, 1. Februar 2015

Rezension: Martin Krist - Kalte Haut




Autor: Martin Krist
Titel: Kalte Haut
Seitenanzahl: 497
Verlag:  Midnight (7. Januar 2015)
ISBN: 978-3-95819-023-8
Ebook: 3,99€
Genre: Thriller
Erhältlich: hier









Bilderquelle und Infos zum Verlag: hier


Wow, was für ein Thriller
Mit dieser komplexen Geschichte konnte mich Martin Krist auf ganzer Linie überzeugen.
 



Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Schriftstellers Marcel Feige aus Berlin. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig und veröffentlichte in unterschiedlichen Genres Bücher. Nach einer Biografie über eine Rotlichtgröße aus dem Ruhrgebiet, über Tattoo-Theo, über die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain sowie zahlreichen anderen Buchprojekten, konzentrierte er sich ab 2005 auf Krimis und Thriller.

www.Martin-Krist.de 





Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Die türkischstämmige Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor: Babicz hatte in den USA bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der „Knochenmann“ nun zurück? 





Es ist eins dieser Bücher, die man nicht aus der Hand legen kann.
Es fesselt enorm und übt einen richtigen Sog auf den Leser aus.
Man ist nicht in der Lage, sich ihm zu entziehen.
Der Prolog beginnt schon spannend und vielversprechend. Danach geht es erstmal spannend aber  gemächlich zur Sache.
Wie vom Autor gewohnt, haben wir erst einmal relativ viele Handlungsstränge.
Zunächst ist noch kein roter Faden ersichtlich, aber nach und nach lichtet sich alles. Und wir können die einzelnen Punkte miteinander verbinden. Zum Ende fügt sich alles sehr schlüssig zusammen und es ist nachvollziehbar. Der Showdown gestaltet sich als sehr spektakulär und explosiv. Aber was uns im Endeffekt präsentiert wird, damit war in keinster Weise zu rechnen.
Ich kann nur sagen, ich bin absolut begeistert.
Dieses Buch besticht vor allem durch Ermittlungsarbeit. Es ist keinesfalls einfach gestrickt, es ist eine sehr komplexe Geschichte, die uns hier erwartet.
Aber das ist auch das interessante an diesem Thriller. Immer wieder ergeben sich neue Richtungen, die wir ergründen müssen.
Zu keinem Zeitpunkt kann man auch nur erahnen, worauf das ganze hinausläuft.
Ich habe natürlich auch meine Verdächtigen gehabt, aber selbst ich tappte völlig im dunkeln.
Dank dem Prolog hat mich persönlich der Fallanalytiker Dr. Robert Babicz enorm fasziniert. Er hat mich in dieses Buch reingezogen. Ich habe mitgefiebert, hab mitgelitten und das Grauen stand mir buchstäblich mitten ins Gesicht geschrieben.
Man liest dieses Buch nicht einfach nur, man lebt es.
Robert ist eine sehr interessante Persönlichkeit und wir lernen ihn enorm gut kennen.
Aber auch die anderen Charaktere fand ich sehr glaubhaft und real. Sie entwickelten im Laufe des Buches eine enorme Tiefe und ich hab das Gefühl gehabt, sie zu kennen. Ich habe Anteil an ihrem Leben genommen und sie waren für mich förmlich greifbar.
Sehr gut fand ich auch das Umfeld beschrieben und bei den Speisen hätte ich am liebsten sofort zugegriffen.
Wir bekommen hier drei verscheidene Sichtweisen präsentiert, die von Dr. Robert Babicz, der Journalistin Tania Herzberg und der Hauptkomissarin Sera Muth. Jeder von Ihnen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und sie haben alle ihre Geheimnisse.  Ihr privates Umfeld lernen wir sehr gut kennen. Ihre Zweifel, ihre Ängste und auch ihre Probleme.
Dank diesen verschiedenen Perspektiven lernen wir verschiedene Seiten an diesem Buch kennen und können alles noch besser nachvollziehen.
Dieser Thriller ist auch für zartbesaitete Nerven geeignet, da die Gewaltszenen einen realtiv kleinen Teil einnehmen.
Es ließ sich sehr angenehm und flüssig lesen. Die Kapitel waren realtiv kurz, gut hat mir die Einarbeitung von Zeitungsartikeln gefallen. Das machte das ganze noch authentischer.
Sehr toll fand ich auch, daß die Kapitel meist mit einem Cliffhanger geendet haben. Das erhöhte die Spannung immens. 
Das Cover gefällt mir sehr gut. Und der Titel ist mehr als passend gewählt.
Mich konnte der Autor auf ganzer Linie überzeugen und atemlos zurücklassen.
Diesen Thriller werde ich so leicht nicht vergessen.
Ein Muss für jeden Thriller Fan.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen








Wow, ich bin immernoch total geflasht.
Ich habe es heute morgen angefangen und konnte es nicht mehr weglegen.
Es ist enorm spannend mit einer sehr komplexen Handlung, die einfach nicht loslässt.
Und die Aufklärung ist einfach nur genial.
Ein Buch das man auf jeden Fall lesen sollte.
Ihr werdet begeistert sein.
Und wie fandet ihr es?

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