Freitag, 27. Juni 2014

Rezension: Der Knochenbrecher von Chris Carter


















Quelle: amazon

Spannende Story, aber vollkommen unpassender Titel

Seitenanzahl: 416
Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. Mai 2012)
Originaltitel: The Night Stalker
Sprache: deutsch
ISBN - 10:  3548284213
ISBN - 13:  978-3548284217

Klappentext:
Wenn es Nacht wird in Los Angeles gibt es einen Mann, der keinen Schlaf findet.
Von Alpträumen geplagt, ist er auf der Suche nach seinem nächsten Opfer.
Er ist ein kaltblütiger Killer.
Nur einer kann ihn aufhalten: Robert Hunter – Polizist, Profiler, Held des LAPD.
Er weiß, wo er suchen muss.
Die Jagd hat längst begonnen.
Schlaf schön, L.A.!

Meine Meinung:
Diesmal hat es Robert Hunter mit einem äußerst brutalen und scheinbar unsichtbaren Gegner zutun.
Er entführt junge Frauen um die 30 die sich alle ähneln. Gemeinsam mit Carlos Garcia macht er sich auf den Weg um Antworten zu finden.
Und das ist gar nicht so einfach.
Auch der 3. Teil der Reihe hat mich wieder sehr gut unterhalten.
Aber für mich gab es dabei winzige Schwächen.Ich bin ja kein Mensch der großartig recherchiert ob manche Morde wirklich so möglich sind, wie sie geschildert werden. Hier kann ich mich nicht recht dazu entschließen ob es sein kann oder nicht.
Der Ablauf war  ansich schon sehr gut, allerdings für mich etwas zu unvorhersehbar.
Als die Wende kam, ging mir dann plötzlich alles etwas zu schnell.
Sicher alles wurde logisch erklärt und es war auch gut nachvollziehbar. Aber irgendwie hat mir ein klitzekleines bisschen was gefehlt.
Und was mir hier auch aufgefallen ist, für mich zu viele Tote.
Die Brutalität ist auch hier wieder unermesslich hoch und ich musste so manches Mal schlucken.
Allerdings hab ich beim Titel hin und her überlegt und er will für mich so gar nicht passen.
Ein Titel muss für mich das Buch wiederspiegeln und das hat er hier in keinster Weise getan.
Auch hier wieder sehr flüssig geschrieben, die Personen authentisch und Spannung pur.
Insgesamt eine echte Leseempfehlung.
Nicht nur für Chris Carter Fans.
Nun bin ich gespannt auf den 4.Teil, was sich Chris Carter da wohl ausgedacht hat.

Dienstag, 24. Juni 2014

Rezension: Chris Carter - Der Vollstrecker




















Quelle: amazon und Was liest Du?


Chris Carter macht süchtig
Noch besser als der Vorgänger

Seitenanzahl: 496
Verlag: Ullstein Taschenbuch (15.7.2011)
Originaltitel: The Executioner
ISBN -10: 3548281109
ISBN -13:  978-3548281100

Klappentext:
Ein Priester wird geköpft, seiner Leiche ein Hundekopf aufgesetzt.
Eine Frau verbrennt bei lebendigem Leibe in einem verlassenen Haus.
Eine weitere wird an den Füßen aufgehängt und in ihrer eigenen Badewanne ertränkt.
Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia sind auf der Jagd nach einem brutalen und gewissenlosen Killer.
Ein Killer ohne Erbarmen, der weiß, was seine Opfer am meisten fürchten.

Meine Meinung:
Ich war auf den 2.Fall schon sehr gespannt.
Ich dachte, noch mehr steigern kann man sich nicht.
Aber Chris Carter hat mich vom Gegenteil überzeugt.
Er bleibt seinem einzigartigen Stil treu.
Mir gefällt vor allem, wie er versteht, die Spannung aufzubauen und am Kochen zu halten.
Aber gleichzeitig Spuren von Zweifel verstreut.
Er schafft es auch diesmal, daß ich mit dem zentralen Täter danebenlag.
Einfach genial.
Ich glaub, bis zur Mitte des Buches war ich völlig planlos, dann hatte ich eine Ahnung, aber lag natürlich komplett daneben.
Auch die Motive des Täters und die Art der Vollziehung der Taten einfach bemerkenswert gut.
Und dieses Mal haben wir es sogar noch mit 2 Fällen zutun.
Was mir an dieser Reihe besonders gut gefällt. Der Autor richtet das Augenmerk auf die Fälle, aber dennoch kommt das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz.
Obwohl "Der Vollstrecker" noch bestialischer war als "Der Kruzifix-Killer" und bei mir alles wieder wie im Film ablief, kann ich nicht genug kriegen.
Aber ich betone noch einmal, diese Bücher sind nichts für schwache Nerven.
Fazit: Flüssig, authentisch, rasant und absolut genial

Rezension: Chris Carter - Der Kruzifix - Killer




















Quelle: amazon und Was liest Du?

Chris Carter lässt mich nicht mehr los
einfach unschlagbar gut

Autor: Chris Carter
Titel: Der Kruzifix - Killer
Seitenanzahl: 480
Erscheinungsdatum: Ullstein Taschenbuch  (15.6.2009)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Cruzifix Killer
ISBN - 10: 3548281095
ISBN - 13:  978-3548281094

Klappentext:
Er kennt keine Gnade.
Er tötet grausam.
Und er ist teuflisch intelligent.
Los Angeles: Die Leiche einer wunderschönen Frau wird gefunden, zu Tode gequält und bestialisch verstümmelt. Keinerlei Spuren. Bis auf ein in den Nacken geritztes Kreuz, ein Teufelsmal: das Erkennungszeichen eines hingerichteten Serienmörders. Detective und Profiler Robert Hunter wird schnell klar, dass der Kruzifix-Killer lebt.
Er mordet auf spektakuläre Weise weiter.
Und er ist Hunter immer einen Schritt voraus - denn er kennt ihn gut.
Zu gut.

Meine Meinung:
Ich habe mir dieses Reihe von Chris Carter zugelegt, weil sie eine Empfehlung von sehr guten Freunden war.
Ich muss ernsthaft sagen, es hat sich wahrlich gelohnt.
Der Auftakt der Reihe um Robert Hunter und Carlos Garcia hat alles, was es benötigt um eine Top - Thrillerreihe zu werden.
Die Protagonisten sind authentisch.
Robert Hunter und auch die anderen Detectives wirken auf mich sehr glaubhaft. Ebenso die Nebenpersonen, der Täter und auch die Opfer.
Der Autor versteht es geschickt, den Personen Leben einzuhauchen.
Er schafft es, daß wir mit jedem einzelnen mitfiebern.
Mit großartigem Spannungsaufbau hält sich der Autor nicht weiter auf. Er kommt gleich auf den Punkt, genau wie ich es mag.
Ich hab das Buch förmlich in mich aufgesogen und und hab zu keinem Zeitpunkt Langeweile verspürt.
Ich hab mir natürlich auch gleich einen Verdächtigen rausgepickt, darin bin ich eigentlich sehr gut. Meistens lieg ich damit auch richtig.
Aber hier lag ich komplett daneben. Das hat mich wirklich überascht. Auf den Täter wäre ich im Leben nicht gekommen.
Dieses Buch ist jedoch stellenweise ziemlich brutal, also nichts für schwache Nerven.
Auch aus wessen Sicht erzählt wurde, fand ich sehr gelungen.
So gelangen wir noch tiefer ins Buch und entwickeln ein Gefühl für jeden einzelne Person und das Geschehen.
Ebenso ist der Schreibstil wunderbar flüssig.
Kurzum ein Thriller der auf mich einen Wow - Effekt ausgeübt hat und definitiv Lust auf mehr macht. 
Dafür kann es nur volle Punktzahl geben.

Samstag, 14. Juni 2014

Rezension: Marlies Lüer - Melissas Welt

Ein zauberhafter Familienroman der alles hat was man sich wünschen kann.


 Quelle: amazon und Traumstundenverlag Essen

Autor: Marlies Lüer
Titel: Melissas Welt
Verlag: Traumstunden; Auflage: 1 (1. Mai 2014)
Seitenanzahl: 310
Sprache: Deutsch
ISBN - 10:  3944896505
ISBN: 13:  978-3944896502





Klappentext:
Melissa Winter, geb. Fink, hat vor über zwanzig Jahren eine außergewöhnliche Frau kennengelernt: Mira Mertens, die im Auftrag der Engel arbeitete und verzweifelten Menschen Geborgenheit gab. Mira hatte auch ihr in großer Not geholfen und nahm die noch junge Melissa zu sich in das Lindenhaus auf. Hier lebt Melissa nun mit ihrem Mann Robert und den Töchtern Hannah und Miranda, genannt Miri. Die spirituelle Macht der alten Mira reicht weit in Melissas Leben hinein und spendet auch Jahrzehnte nach ihrem Tod noch Schutz und Hilfe: in den prophezeiten Tagen des Schwarzen Hahnes.

Aufbau und Handlung:
Wie schon im Vorgänger "Miras Welt" ist auch hier Melissa die Hauptfigur. Das heisst man liest das meiste über sie und mehr oder weniger aus ihrer Sicht.
Aber eigentlich steht ihre Tochter Miri im Mittelpunkt. Es sind nun bereits zwanzig Jahre vergangen und Teenager Miri beginnt Probleme zu machen. Erschwerend kommt hinzu das Miri das Sorgenkind der Familie ist. Sie leidet an Dyskalkulie (Rechenschwäche) und droht in die falschen Kreise zu geraten.
Als es immer schlimmer wird. Hat Vater Robert einen Plan. Er wendet eine besondere Therapie an.
Ein sehr schöner Familienroman, der alles zu bieten hat.
Freude, Spannung, Geheimnisse und Offenbarung.
Im Hintergrund kommt hier auch Mira wieder zum Einsatz um Melissa zu helfen.
Ich möchte jetzt nicht zuviel verraten, aber auch hier ist alles wieder auf magischer Ebene gezeichnet.
Die Autorin bringt das so geschickt rüber, das man träumen möchte und sich an der Seite der Familie befindet.
Auch der Schreibstil ist hier wieder sehr flüssig, es lässt sich sehr gut weglesen.
Man ist etwas traurig, wenn das Buch ein Ende hat.

Meine Meinung:
Ein Buch das mich wieder sehr berührt hat.
Melissa ist eine besondere Person. Nur älter.
Was mir wieder besonders gut gefallen hat. Die Zugaben die man dazu bekommt.
Das Märchen ist einfach wunderschön und bei den tollen Rezepten möchte man gleich ausprobieren, wie es wohl schmeckt.
Alles in allem fand ich es wieder sehr toll.
Von jeder Sparte war etwas vertreten.
Dennoch muss ich auch etwas anmerken, Melissa war mir doch manchmal etwas zu überfordert und auch das Ende war mir jetzt etwas zu glatt.
Toll, fand ich jetzt die Tiere die man ausgewählt hatte, über solche hatte ich bisher noch nie gelesen.
Fazit: Ein traumhafter Roman wie ihn nur Marlies Lüer schreiben kann.

Besuchen sie die Autorin auf ihrer Website: Kerzenschatztruhe

Mittwoch, 11. Juni 2014

Rezension: J.D.Robb - Rendezvous mit einem Mörder














Quelle: weltbild

Ein Krimi der mich nicht überzeugen konnte


Autor: J.D. Robb
Titel: Rendezvous mit einem Mörder
Erscheinungsjahr:2001


Klappentext:
In den zehn Jahren ihres aufreibenden Berufes als Lieutenant der New Yorker Polizei hat die gewitzte, mutige Eve Dallas viel Schreckliches gesehen und, für eine so junge, schöne Frau wie sie, viel zu viel erlebt. Doch sie weiß, dass sie sich auf eines garantiert verlassen kann: auf ihren Instinkt. Bei der Jagd nach einem grausamen Serienmörder, der New York in lähmende Angst versetzt, gerät sie an den undurchsichtigen irischen Milliardär Roarke. Alle Indizien weisen darauf hin, dass er nicht so unschuldig ist, wie er vorgibt zu sein. Doch wider jede Vernunft sprechen Eves Gefühle eine andere Sprache. Sie lässt sich von einem hinreißenden Mann verführen, von dem sie nichts weiß, außer dass er als Killer verdächtigt wird und ihr Herz erobert hat...


Meine Meinung:
Eve Dallas bekommt ihren ersten Fall. Prostituierte werden ermordet und scheinbar ist ein Serienkiller am Werke. Eve führen ihre Ermittlungen in unantastbare Kreise.
Aber Eve verlässt sich auf ihren Instinkt und die Politik ist ihr völlig egal.
Alles was zählt ist den Mordfall aufzuklären.

 Eve fand ich sehr interessant, ein Polizistin, wie man sie sich wünscht.
Sie trennt strikt berufliches und privates, daß hat mir sehr gut gefallen.
Es ist ein durchschnittlicher Krimi der mich nicht richtig überzeugen konnte.
Aber das liegt daran, daß er in der Zukunft spielt und damit kam ich überhaupt nicht zurecht.
Ich konnte mich da einfach nicht reinfühlen. Es war als wär da eine Mauer, die mich aussperrt.
Auch wenn die Protagonisten interessant waren, blieben sie für mich doch etwas zu plastisch.
Die Story ansich war nicht schlecht, aber zu vorhersehbar.
Mir hat etwas die Tiefe gefehlt.
Wenn ich ein Buch lese muss ich die Magie spüren, aber nicht mal ein Funke ist bei mir angekommen.
Der Schreibstil ist sehr langatmig, ab der Hälfte des Buches hab ich wirklich überlegt ob ich es nicht weglegen soll. Aber das wäre nicht ich, also hab ich weitergelesen.
Erzählt wird überwiegend aus der Sicht von Eve Dallas.
Ein Buch, daß mir nicht im Gedächtnis bleiben wird.
Aber wer nicht besonders anspruchsvoll ist, dem wird dieses Buch gefallen.


Dienstag, 10. Juni 2014

Mein Interview mit der Autorin Nele Neuhaus

Ihr wisst ja, ich führe hin und wieder Interviews mit Autoren die mich tief beeindruckt haben.
Diesmal konnte ich Nele Neuhaus dafür gewinnen, mir ein paar Fragen zu beantworten.Ich kann nur sagen, es ist ein sehr interessantes Interview mit einer überaus sympathischen und offenen Nele Neuhaus geworden.
 "Sommer der Wahrheit" hat mich sehr beeindruckt und ich bin fest davon überzeugt, es wird mit Sicherheit ein Bestseller werden.
Nele Neuhaus wird mit mit diesem Buch viele neue Leser dazugewinnen können.



















  

Die Autorin: 
Schon als Fünfjährige schrieb die in Münster Geborene ihre erste Geschichte, mit 14 Jahren füllten die Storys schon mehrere Hefte. Und als Nele Neuhaus nach dem Studium von Jura, Geschichte und Germanistik das erste "richtige" Buch geschrieben hatte, ließ sie es "on demand" drucken und vertrieb es selbst. Es verkaufte sich bestens, der Berliner Ullstein-Verlag nahm Nele Neuhaus unter Vertrag, und ihre folgenden Krimis um das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff machten aus ihr eine Erfolgsautorin. Der Durchbruch gelang ihr 2010 mit dem vierten Band der Taunuskrimi-Reihe. "Schneewittchen muss sterben" stürmte seit Erscheinen im Juni 2010 die Bestsellerlisten, Lizenzen wurden in 21 Länder verkauft, ebenso die Filmrechte. Auch ihr erstes Buch "Unter Haien" eroberte nach der Wiederauflage im Mai 2012 die Top-Position der Bestsellerliste, genauso wie die Taunuskrimis "Wer Wind sät" und "Böser Wolf". Im ZDF wurden die Filme nach Motiven aus Neuhaus' Romanen 'Schneewittchen muss sterben' und "Eine unbeliebte Frau" Quotenhits.
Außerdem schreibt Nele Neuhaus Jugendbücher, in denen es um Pferde geht, denn die Autorin ist leidenschaftliche Pferdeliebhaberin, Reiterin und Züchterin. Ihre Bücher verkauften sich bis heute (Januar 2014) allein in Deutschland über 5 Millionen Mal.
Nele Neuhaus lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund im Vordertaunus.

Hier kommt jetzt das Interview


 Liebe Frau Neuhaus,

ich möchte Ihnen vielmals danken, daß sie sich trotz vollgepackten Terminkalender Zeit für mich nehmen. Um mir ein paar Fragen zu beantworten.

Inzwischen sind Sie mit ihren Büchern ziemlich bekannt geworden. 
Wenn man den Namen Nele Neuhaus hört denkt man sofort an ihre Krimireihe. 
War es von Anfang an geplant, daraus eine Krimireihe entstehen zu lassen?
 
Ganz und gar nicht! An meinem ersten Buch UNTER HAIEN habe ich ca. 8 Jahre lang gearbeitet. Schreiben war schon immer meine Leidenschaft und mein Hobby, aber ich hatte nie viel Zeit. Eines Tages war das Buch fertig, aber ich fand keinen Verlag. Deshalb entschloss ich mich, es selbst herauszugeben und ließ 500 Exemplare drucken. Ich verkaufte das Buch in meinem Bekanntenkreis und an die Kunden der Firma meines Ex-Mannes. Und die wollten mehr von mir lesen! Deshalb schrieb ich einen Krimi (weil ich selbst gerne Krimis lese) und versetzte die Handlung in meine Heimat, den Vordertaunus. EINE UNBELIEBTE FRAU verkaufte sich über 3.000 Mal, Buchhandlungen aus der Gegend bestellten bei mir. Und ich mochte meine Protagonisten und dachte mir mit MORDSFREUNDE einen weiteren Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff aus. Ich wagte es und ließ als Erstauflage 5.000 Exemplare drucken, die ich in unserer Garage lagerte. Doch da waren sie nicht lange, innerhalb von 3 Monaten war die komplette erste Auflage verkauft!
Ich merkte, dass meine Leserinnen und Leser Oliver und Pia mochten – und das war großartig, denn so ging es mir auch. Und ich wusste, dass ich noch mehr Bücher mit den beiden schreiben wollte.


 Hat sich durch den Erfolg etwas für Sie verändert?
 
Ja, durch den Erfolg hat sich sehr viel für mich verändert. Zum ersten Mal verdiente ich eigenes Geld und bekam anerkennendes und begeistertes Feedback von meiner stetig wachsenden Fangemeinde. Fünfundzwanzig Jahre lang hatte ich in der Fleischfabrik meines Ex-Mannes gearbeitet, ohne einen Tag Urlaub. In der „Freizeit“ kümmerte ich mich um die Springpferde von meinem Ex, hielt das Haus sauber – kurzum: ich lebte eigentlich sein Leben, nicht meines. Er hatte wenig Verständnis für meine Schreiberei, mit Büchern hatte er nicht viel am Hut. Vielleicht sah er das Schreiben auch als Konkurrenz und Bedrohung. Eine Weile schaffte ich den Spagat zwischen Firma und Schreiben, aber eines Tages ging es nicht mehr. Mein Ex-Mann ließ mir überhaupt keine Freiheit, er wollte nicht, dass sich etwas verändert und zwang mich weiterhin, tagtäglich in die Firma. Oft hatten meine Tage 18 Stunden, wenn ich abends eine Lesung hatte, morgens aber wieder um 6 das Büro putzen musste. Mein Körper zeigte mir die rote Karte, ich wurde sehr krank, brauchte eine neue Herzklappe. Und da entschied ich: so willst du nicht mehr leben! Ich trennte mich von meinem Mann, bezog meine erste eigene Wohnung und war frei. Das ist jetzt drei Jahre her und ich habe diesen Schritt keine Sekunde bereut.


 Lesungen sind ja für die Autoren sehr wichtig. Wie stehen Sie dazu? Machen Sie es gern? Wie viel Zeit nimmt es in Anspruch?
 
Ich habe schon sehr, sehr viele Lesungen gemacht. Am Anfang saßen da drei Leutchen – und meine treue Familie!  Allmählich wuchs mein Publikum, irgendwann war der erste (kleine) Saal ausverkauft. Bei den ersten Lesungen hatte ich noch einen Vorleser dabei, weil ich mich nicht traute, selbst zu lesen. Aber dann merkte ich, dass es richtig Spaß macht. Sicherlich habe ich schon über 250 Lesungen gemacht – in kleinen Buchhandlungen und in riesigen Sälen. Giovanni di Lorenzo sagte einmal zu mir ich sei eine „Rampensau“ und das stimmt! Ich habe nie Lampenfieber, ich mache das wahnsinnig gerne und liebe es, meine Leserinnen und Leser, denen ich meinen Erfolg schließlich verdanke, bei solchen Gelegenheiten persönlich zu treffen. Ich lese auch nicht nur aus meinen Büchern vor, sondern ich erzähle viel: wie ich zum Schreiben kam, wie ich recherchiere, woher ich meine Ideen bekomme. Außerdem gibt es viele witzige Anekdoten. Mein Publikum hat immer viel zu lachen! Natürlich ist es zeitaufwändig. Früher habe ich nur hier in meiner Heimatgegend gelesen, aber mittlerweile reise ich mit einem neuen Buch durch ganz Deutschland und Europa. Das ist anstrengend und ich hasse es, in Hotels zu übernachten. Ich bin am liebsten zuhause. Trotzdem mache ich es auch in diesem Herbst wieder, nehme meinen alten Jack-Russel-Terrier Shelby mit auf Tour.


Hatten Sie in ihrer bisherigen Schriftstellerkarriere ein einschneidendes Erlebnis, das sie niemals vergessen werden?
 
Es gab zwei dieser Erlebnisse. Das erste und vielleicht großartigste war der Moment, als ich das erste gedruckte Exemplar von UNTER HAIEN in Händen hielt. Das war im September 2005 und ich bin mit dem Buch und meinem Hund spazieren gegangen, weil ich einfach alleine sein musste. Richtig freuen tue ich mich am liebsten ganz für mich …  Es war toll, dieses Buch zu sehen, zu fühlen und darin zu blättern. Ich hatte ein großes Ziel erreicht und das gegen alle Widerstände – kein Verlag, Gegenwind durch meinen Mann und viele Skeptiker in meinem Bekanntenkreis. Ich hatte es gewagt! Was danach kommen würde war mir eigentlich egal.
Das zweite Erlebnis war der Tag, als ich im Januar 2008 eine E-Mail vom Ullstein-Verlag erhielt. Ein Exemplar meines Buches MORDSFREUNDE war auf dem Schreibtisch einer Lektorin gelandet und sie war begeistert von meinem Schreibstil, den Figuren, der Art, wie ich Spannung aufbaue. Man bot mir einen Vertrag an und ich zögerte nicht lange und unterschriebe. Seitdem bin ich „richtige“ Autorin. Dieser Schritt war goldrichtig, denn nun konnte ich mich aufs Schreiben konzentrieren, um alles andere kümmerte sich nun der Verlag.


Ihr neues Buch "Sommer der Wahrheit" ist mal ein völlig anderes Genre. Ich persönlich mag solche Geschichten sehr gern und denke das wird in Zukunft sehr gefragt sein. Was hat Sie dazu inspiriert dieses Buch zu schreiben?
 
In meinen Krimis kommt das Persönliche, Intensive oftmals zu kurz. Sehr gerne würde ich Pia und Oliver mehr Platz einräumen, aber das geht nicht, denn schließlich steht immer der Kriminalfall im Mittelpunkt. Ich wollte ein Buch schreiben, in dem ich mir diesen Raum für meine Hauptfigur nehmen konnte. Dazu muss ich sagen, dass ich immer das schreibe, was ich selbst gerne lese oder lesen würde – und irgendwie treffe ich damit den Geschmack von Millionen Menschen! Die ursprüngliche Idee zur Geschichte um Sheridan Grant hatte ich vor vielen Jahren, als ich in den USA war. Aber ich habe nur zwei Seiten geschrieben, dann fehlte mir die Zeit. Da ich über 25 Jahre so gut wie nie verreist bin, liebte ich es, „Urlaub im Kopf“ zu machen, über andere Länder zu lesen und zu recherchieren. Nebraska, der mittlere Westen der USA, faszinierte mich schon immer: die Weite des Landes und die Beschränktheit seiner Bewohner, diesen Kontrast wollte ich beschreiben. Ich sprach mit meiner Lektorin und meiner Agentin über diese Idee und sie ermutigten mich, dieses Buch zu schreiben. Selten hat mir das Schreiben so viel Spaß gemacht! Ich habe mit Absicht die Ich-Perspektive gewählt, weil ich dadurch Sheridans Gefühls- und Gedankenwelt viel intensiver erzählen konnte als in der 3. Person, und ich war richtig traurig, als das Manuskript fertig war.


"Sommer der Wahrheit" fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Man spürt, wie viel Herzblut und Liebe darin steckt. Wie schafft man es, eine solche Magie einem Buch zu verleihen? Wird es noch mehr solcher Bücher von Ihnen geben?
 
Ich kann mich sehr gut in meine Figuren einfühlen, ganz besonders, wenn ich in der Ich-Perspektive schreiben kann. Das habe ich schon bei meinen Jugendbüchern (Elena- und Charlotte-Reihe) gemerkt. Und die Gefühlswelt eines Teenagers kann ich noch aus eigener Erfahrung beschreiben. Autobiografisch ist SOMMER DER WAHRHEIT trotzdem nicht, ich hatte ein sehr viel normaleres und langweiligeres Leben als Sheridan - zum Glück!
Ich hätte schon eine Idee für eine Fortsetzung der Geschichte um Sheridan Grant. Immerhin gibt es da noch große Geheimnisse in ihrer Vergangenheit: sie weiß nicht, wer ihr leiblicher Vater ist und sie hat ja einen Halbbruder, den ihre Adoptivmutter als Baby weggegeben hat! Außerdem hat sie ihr musikalisches Talent und ich könnte mir vorstellen, dass sie daraus etwas macht.
Zu entscheiden ob es weitergeht überlasse ich aber meinen Leserinnen und Lesern. Wenn SOMMER DER WAHRHEIT gut ankommt, dann wäre ich sehr, sehr glücklich, denn diese Geschichte mag ich einfach gerne weitererzählen. Aber ich habe auch noch andere Ideen für Romane, ganz abgesehen davon, dass ich die Taunus-Krimi-Reihe fortsetzen möchte.


Wie sieht bei Ihnen ein ganz normaler Schriftstelleralltag aus?

Ich bin sehr diszipliniert. Morgens stehe ich um 6 Uhr auf und gehe mit dem Hund raus. Dann ist der Haushalt dran – ich liebe es zu bügeln, dabei kann ich gut nachdenken!
Ab 10 Uhr sitze ich am Schreibtisch. Vormittags beantwortete ich Mails, recherchiere und erledige alles, was so gemacht werden muss.
Meine beste Zeit zum Schreiben beginnt etwa ab 15:00 Uhr, da kann es schon mal passieren, dass ich bis spätabends am Computer sitze, Mein Freund Matthias achtet aber darauf, dass ich etwas ordentliches esse und mein Hund Shelby zwingt mich, an die frische Luft zu gehen. Seit ein paar Monaten habe ich ein Pferd und reite wieder, als Ausgleich für die Schreibtischarbeit. Indy ist übrigens ein American Quarter Horse und ich reite Western – wie Sheridan!


Können Sie inzwischen von ihrem Erfolg leben?
 
Ja, dank meiner vielen Leserinnen und Leser kann ich mittlerweile vom Schreiben leben und dafür bin ich unendlich dankbar! Ich konnte mein liebstes Hobby zu meinem Beruf machen. Wer kann das schon? Mir ist jeden Tag bewusst, wie außergewöhnlich das ist und ich nehme es nie für selbstverständlich.


Welche Träume und Ziele haben Sie?
 
Mein größter Traum – nämlich Schriftstellerin zu werden – hat sich bereits erfüllt! Aber natürlich habe ich noch viele Träume und Ziele: ich will mit Matthias noch viel reisen, ich möchte noch sehr viele Bücher schreiben und ich möchte mit meiner Stiftung tolle Projekte zur Lese- und Schreibförderung von Kindern und Jugendlichen unterstützen.


Besuchen sie Nele Neuhaus auf Facebook: Nele Neuhaus und ihre Bücher
Die Webseite der Autorin: Nele Neuhaus  
Rezenssion zu "Sommer der Wahrheit" :  Sommer der Wahrheit

Freitag, 6. Juni 2014

Rezension: Nele Löwenberg - Sommer der Wahrheit

Nele Neuhaus schreibt als Nele Löwenberg

Ein Roman der uns berührt und uns in Sheridans Welt zieht, die wir nicht mehr verlassen wollen















Quelle:amazon

Autor: Nele Löwenberg
Titel: Sommer der Wahrheit
Seitenanzahl: 496
Verlag: Ullstein Taschenbuch (16.06.2014)
ISBN - 10: 3548285619
ISBN - 13:  978-3548285610

Klappentext:
 Wenn ein Sommer dein ganzes Leben verändert
Nebraska, Anfang der Neunzigerjahre: Sheridan Grant lebt mit ihrer Adoptivfamilie auf einer Farm inmitten von Maisfeldern. Sie leidet unter der Eintönigkeit des Farmlebens und dem strengen Regime ihrer Adoptivmutter, die der hochmusikalischen Sheridan sogar das Klavierspielen verbietet. Zum Glück gibt es den Farmarbeiter Brandon, den Rodeoreiter Nick und den Künstler Christopher, die Sheridan den Hof machen und sie davor bewahren, vor Langeweile zu sterben. Bis in einer Halloween-Nacht etwas Furchtbares passiert. Nun erweist sich, wem Sheridan wirklich vertrauen kann ...

Aufbau und Handlung:
Erzählt wird die Geschichte der 15jährigen Sheridan Grant.
Sie ist auf der Suche nach sich selbst und nach der Wahrheit über ihre Herkunft.
Und was sie da aufdeckt ist erschütternd.
Auch will sie nicht so recht in ihre Familie passen, sie ist begabt , hat große Talente und Träume.
Sie ist etwas ganz Besonderes.
Ihr Weg wird geprägt von Freude, Leid und Schmerz.
Der Leser kann hautnah spüren, wie sie mehr und mehr reift und erwachsener wird.
Sheridan ist ein temperamentvolles und warmherziges junges Mädchen, daß es nicht immer leicht hat.
Und das spürt der Leser.
Sie wird so real dargestellt, daß man meinen könnte, man stünde neben ihr.
Dieser Roman ist so voller Emotionen und so voller Spannung, daß man nicht aufhören kann, bis man dieses Buch zu Ende gelesen hat.
Es übt eine Faszination und einen Sog aus, dem der Leser nicht entrinnen kann.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Seiten fliegen förmlich vorbei.
Erzählt wird aus der Sicht von Sheridan.
Dieses Buch ist mehr als gut, es ist ein Meisterwerk.

Meine Meinung:
Die Geschichte von Sheridan hat mich wahrlich fasziniert und nicht mehr losgelassen.
Ich bin in ihre Welt eingetaucht und es gab für mich kein entrinnen mehr.
Ich hab gefühlt, was sie gefühlt hat.
Es war unglaublich.
Ein bisschen hat mich diese Geschichte an das Märchen von Aschenputtel erinnert.
Ich wünsche mir, daß die Autorin mehr solcher Geschichten zu Papier bringt.
Ich bin total begeistert und würde wenn ich könnte mehr als volle Punktzahl vergeben.
Es passiert nicht haüfig, daß mich eine Geschichte so in den Bann zieht, aber dieses hat es geschafft.
Nun bin ich natürlich neugierig auf die Krimis der Autorin geworden und werde sie mir als nächstes zur Brust nehmen.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen.
Es ist einfach ein Muss. 




Donnerstag, 5. Juni 2014

Rezension: M.J.Arlidge - Eene Meene



















Ein Thriller der gut gefällt und sehr facettenreich ist

Autor: M.J. Arlidge
Titel: Eene Meene
Seitenanzahl: 368
Verlag:  rororo (2. Mai 2014)
ISBN - 10:  3499268833
ISBN - 13:  978-3499268830

Klappentext:
Du oder ich. Sam schläft. Ich könnte ihn jetzt töten. Vielleicht würde ich ihm damit sogar einen Gefallen tun. Als wir nach dem Überfall zu uns kamen, waren wir in diesem alten Schwimmbad. Fünf Meter hohe Kachelwände. Keine Leiter. Ich habe Sam umarmt. Seinen Geruch eingeatmet, den ich so sehr liebe. Dann klingelte das Handy, und wir begriffen den grausamen Plan.Amy sieht mich nicht an. Spricht nicht mit mir. Vielleicht gibt es nichts mehr zu sagen. Jeden Quadratzentimeter unseres Kerkers haben wir nach einem Fluchtweg abgesucht. Nur die Pistole hat keiner von uns angerührt. Bisher.Zwei Geiseln. Eine Kugel.Ein Alptraum beginnt. Auch für Detective Helen Grace.Leben oder Tod? Die Opfer dürfen wählen. Rot oder Grün? Das Cover wählen Sie. Ein alternativloser Thriller mit zwei verschiedenen Umschlägen.

Ablauf und Handlung:
In diesem Buch dreht sich alles um Rache.
Aber an wem Rache geübt werden soll, muss der Leser selbst herausfinden.
Dieser Thriller ist sehr facettenreich, tempostark, voller Spannung und tiefer menschlicher Abgründe.
Die Ermittlerin wurde sehr gut gewählt, auch sie hat Geheimnisse.
Es gibt ein paar Wendungen, aber nichts was sehr überraschend ist.
Der Schluss ist sehr gut in Szene gesetzt.
Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel relativ kurz, so das man gut vorankommt.
Die Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar.
Die Protagonisten gewinnen an Sympathie, manche mehr, manche weniger.
Nur was für starke Nerven.
Dies ist der Auftakt der Serie um Helen Grace.

Meine Meinung:
Mir hat der Auftakt um Helen Grace sehr gut gefallen.
Jedoch hat er auch einige Schwächen aufzuweisen.
Gewisse Handlungen waren für mich manchmal nicht nachzuvollziehen.
Ebenso fand ich , daß einfach zuviel in den 1.Teil reingepackt wurde.
Was mich zu der Überlegung bringt, was soll da noch kommen?
Aber ich werde dennoch die Reihe weiter verfolgen.
Ich mag Helen, sie ist alles andere als perfekt und das wird ihr wohl noch zugute kommen.
Den Schluss hätte ich jetzt so nicht erwartet.
Alles in allem ein Thriller den man gut lesen kann.
Allerdings nichts für zartbesaitete Nerven.
Gibt von mir 4 von 5 Sternen, ganz einfach aus dem Grund, ich fand es einfach zuviel des Guten. 

Mittwoch, 4. Juni 2014

Neuzugänge dieser und letzter Woche

So ich hab mir mal wieder Bücher nageschafft :)
M.J. Arlidge - Eene Meene 
 da bin ich gespannt, wie das ist. Die Meinungen gehen ja stark auseinander
Lars Kepler - Flammenkinder
jetzt als Taschenbuch erhältlich
Lisa J. Smith - Tagebuch eines Vampirs Band 11 Dunkle Ewigkeit
Bin auch da sehr gespannt, wo sie ansetzen werden. Da ja nach Band 10 Schluss sein sollte.
Kate Brady - Mädchen No.6


Rezension: Harlan Coben - Ich finde dich













Quelle:amazon

Ein Thriller, der auf ganzer Linie überzeugt


Autor: Harlan Coben
Titel: Ich finde dich
Seitenanzahl: 416
Verlag: Page&Turner (10.März 2014)
Originaltitel: Six Years
ISBN - 10: 3442204356
ISBN - 13: 978-3442204359

Klappentext:
Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fischer war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen – und macht sich auf die Suche nach Natalie. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat …


Aufbau und Handlung:
In diesem Buch geht es darum das Jacob Fisher seine einstige Liebe Natalie sucht. Sie hat ihn damals für einen anderen verlassen.
Doch wer meint es handelt sich hier um einen einfach gestrickten Thriller, der irrt.
Dieses Buch ist sehr facettenreich und überzeugt durch den einzigartigen Schreibstil und in die Richtung in die es führt. Zu keinem Zeitpunkt ist hier irgendetwas vorhersehbar.
Der Klappentext lässt uns was anderes vermuten, als darum , um was es tatsächlich geht.
Man kommt hier ohne großartiges Blut vergiessen aus, womit es was für jeden Krimifan ist.
Der Schreibstil ist gemächlich, spannend und sehr flüssig.
Erzählt wird aus der Ich -Perspektive von Jacob Fisher, er spricht förmlich mit dem Leser. Es ist nicht nur die Story die er erzählt. Er lässt uns an seinen Gedanken, Gefühlen und Überlegungen teilhaben. Er gibt uns das Gefühl das wir  ein Teil von dem ganzen sind unf hilft uns zu verstehen, warum er die Dinge tut, die er eben tut.
Ein Buch das auf ganzer Linie überzeugt.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von Harlan Coben gewesen und ich bin begeistert.
Der Ablauf und wohin das ganze geführt hat, hat mich überzeugt und gefesselt.
Den Schreibstil find ich einzigartig und gibt uns eine ganze andere Perspektive auf das Buch.
Nur den Abschluss , hätte ich mir jetzt anders gewünscht.
Alles in allem kann es dafür nur volle Punktzahl geben.

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Montag, 2. Juni 2014

Lesezeichen

So nun möchte ich euch doch mal meine Lesezeichen zeigen :)

Rezension: Titania Hardie - Haus des Sturms











Quelle: amazon


Autor: Titania Hardie
Titel: Haus des Sturms
Originaltitel: The House of the Wind
Verlag: Diana Verlag ( Taschenbuch: 10.03.2014)
Seitenanzahl: 560
ISBN - 10:3453291417
ISBN - 13:  978-3453291416

Eine tief bewegende Geschichte die das Schicksal dreier Frauen über Jahrhunderte hinweg verbindet.
Nichts für zwischendurch

Klappentext:
 Drei Frauen und ein Haus voller Geheimnisse - eine Geschichte, die Jahrhunderte überdauert

Nach dem tragischen Tod ihrer großen Liebe flüchtet die junge Amerikanerin Madeline Moretti vor ihrer Trauer nach Italien, das Land ihrer Vorfahren. Hinter den Mauern einer geheimnisumwitterten Villa im Herzen der Toskana stößt Madeline auf die jahrhundertealte Geschichte zweier mutiger Frauen, die sie nicht mehr loslässt und die ihr Leben von Grund auf verändern wird.

San Francisco 2007: Die junge Anwältin Madeline Moretti muss einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Kurz vor der Hochzeit stirbt ihr Freund Christopher bei einem Unfall. Als die Trauer Madeline zu ersticken droht, macht ihre Großmutter ihr ein Geschenk: Sie schickt ihre Enkelin auf eine Reise in die Toskana, die ursprüngliche Heimat der Familie – eine Reise, nach der nichts mehr so sein wird wie zuvor.

Toskana 1347: Seit dem tragischen Tod ihrer Mutter hat Mia kein Wort mehr gesprochen. Eines Nachts bittet ein Paar um Einlass in die Villa ihrer Tante, bei der das Mädchen lebt. Mia ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Doch diese scheint ein dunkles Geheimnis mit sich zu tragen, das die Leben der beiden Frauen bald untrennbar miteinander verbinden wird.

Jahrhunderte stehen zwischen Mia und Madeline, und doch teilen sie ein Schicksal voller Schmerz und Hoffnung.


Aufbau und Handlung:
Erzählt wird in zwei Zeitebenen, einmal zur um Zeit 1347 in der es um Mia geht
Dann zu der Zeit um 2007, da geht es um Maddie
Die Zeit um 1347 wird sehr gut dargestellt, viele mögen diesen Zeitraum mit Hexen in Verbindung bringen.
Hier geht es jedoch mehr um Sagen und mystisches. Es ist ein Hauch, der uns vor die Wahl stellt, ob wir es glauben wollen oder nicht.
Mia´s Geschichte ist ebenso wie die von Maddie überaus bewegend und tiefgründig. Und man kann erkennen, daß das Schicksal sie miteinander verwoben hat.
Maddie muss nach einem Schicksalsschlag zu ihren Wurzeln zurückkehren um sich selbst zu finden.
Der Schreibstil ist etwas langatmig.
Es wird viel drumherum erzählt, es gibt viele Landschaftsbeschreibungen. Was ansich nicht schlecht ist.
Aber hier ist es einfach zuviel.
Das Buch ist in drei Kapitel unterteilt.
Erzählt wird zum einen aus der Perspektive von Maddie und zum anderem aus der von Mia

Meine Meinung:
Ich empfand die Grundidee und die Geschichte ansich schon sehr gut, allerdings muss ich ehrlich gestehen, das ganze drumherum und die vielen Landschaftsbeschreibungen, haben das ganze in den Hintergrund gedrückt und somit verliert es etwas an seiner Faszination.
Es kommt eine Langatmigkeit auf, die mich zwischendurch immer wieder Pausen einlegen liess.
In Mia und Maddie konnte ich mich sehr gut reinversetzen, dennoch hat mir da am Ende etwas gefehlt.
Es fühlte sich nicht abgeschlossen an.
Normalerweise habe ich beim beenden einer Geschichte ein befreiendes Gefühl, aber hier war es einfach nur weiter angespannt.
Dennoch fand ich es sehr schön diese Geschichte zu lesen, gerade Mia´s Zeit hat mich sehr gefesselt.
Das Mystische  und die Sagen waren unglaublich interessant.
Man hätte dieses Buch meiner Meinung nach locker um 200 Seiten kürzen können.
Das hätte dem ganzen für mich mehr Würze, Flüssigkeit und Magie verliehen.
Dennoch würde ich dieses Buch empfehlen, weil es einfach eine sehr gute Geschichte über drei Frauen ist die Jahrhunderte überdauert.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen, weil es eine tolle Geschichte ist, der Abschluss mich aber  eher unzufrieden zurückliess.

Schauen sie auch auf der Seite beim Verlag vorbei, es gibt dort unglaubliche Schätze zu entdecken.