Sonntag, 25. Mai 2014

Rezension: Emma Brockes - Sie ging nie zurück



Autorin: Emma Brockes
Titel: Sie ging nie zurück
Seitenanzahl: 352
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1.Juni 2014)
ISBN - 10: 3423260165
ISBN - 13:  978-3423260169
Originaltitel:  She left me the Gun










Quelle: wasliestdu?
Quelle: amazon


Die Geschichte eines Familiendramas aus dem es kein entkommen gibt.
Tiefgründig und aufwühlend. Ich hatte Tränen in den Augen.


Autorin: Emma Brockes
Titel: Sie ging nie zurück
Seitenanzahl: 352
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1.Juni 2014)
ISBN - 10: 3423260165
ISBN - 13:  978-3423260169
Originaltitel:  She left me the Gun

 Klappentext:
 Ihr Leben lang hat Emmas Mutter Paula von ihrer Kindheit und Jugend in Südafrika geschwiegen. Kurz vor ihrem Tod erzählt sie Emma zum ersten Mal davon. Sie war eines von acht Kindern eines gewalttätigen Vaters, der seinen Kindern Schreckliches antat. Nach dem Tod ihrer Mutter will Emma Licht in die Familiengeschichte bringen. Sie reist nach Johannesburg, verabredet sich mit Verwandten, versucht sie zum Reden zu bringen, studiert Gerichtsakten. Was sie dabei erfährt, ist schier unglaublich …

Meine Meinung:
Es ist sehr schwierig.
Es ist ein Unterschied ob ich ein Buch mit fiktiven Protagonisten lese oder ein Buch wo die eigene Vergangenheit aufgearbeitet wird.
Das macht sich hier auch sehr deutlich.
Es ist unheimlich sachlich. Was ich gut nachvollziehen kann, sonst würden wohl die Emotionen überhand nehmen. Dennoch find ich es auch gefühlvoll und unheimlich bewegend, wenn auch auf eine unterschwellige Art und Weise.
Es ist wahrhaft eine Tragödie die Emma da zutage führt.
Ich kann mir vorstellen, sie muss unheimlich gelitten haben, als sie die Vergangenheit ihrer Mutter ergründet hat.
Es gibt hier sehr viele Landschaftsbeschreibungen. Was ansich schön ist, aber mit dem eigentlichen Thema nicht wirklich was am Hut hat. Ich denke es gilt eher die Atmosphäre von damals und heute einzufangen.
Das Schweigen der Verwandten steht groß im Raum, eigentlich möchte niemand drüber reden.
Es liest sich jetzt auch nicht wie ein typischer Roman der ein Familiendrama beinhaltet, es ist eher eine Biografie und sowas find ich immer schwer zu lesen. Man muss erst Mauern überwinden um die richtigen Gefühle zuzulassen.
Berührend fand ich die Familienfotos die in dieses Buch eingebracht wurden, daß bringt uns dem ganzen noch ein wesentliches Stück näher.
Ich persönlich habe wirklich große Hochachtung vor der Autorin. Wie mutig muss man sein um dieses Buch schreiben zu können.
Den Schreibstil find ich etwas trocken und auch stellenweise langatmig.
Das heisst jetzt aber nicht, daß dieses Buch schlecht ist. Es ist nur etwas schwer zu lesen.
Alles in allem würde ich dieses Buch weiterempfehlen, denn es ist für mich ein facettenreiches und tiefgründiges Buch.
Es zeigt mir wie sehr Emma ihre Mutter geliebt hat. Dasselbe trifft auch auf Paula zu.




Freitag, 23. Mai 2014

Rezension: Markus Heitz - Oneiros Tödlicher Fluch


 Quelle:amazon


Autor: Markus Heitz
Titel: Oneiros - Tödlicher Fluch
Seitenanzahl: 615
Verlag: Knaur TB (2.05.2012)
ISBN - 10: 3426505908
ISBN - 13:  978-3426505908

Ein Roman über den Tod der fasziniert und uns in seinen Bann schlägt.
Er lässt uns die Welt um uns herum vergessen.

Klappentext:
In Leipzig hütet ein Bestatter ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin tödliche Experimente durch, in Paris rast ein Airbus ungebremst in ein Flughafenterminal … Die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug auf das Gebäude traf. Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich. Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht …

Meine Meinung:
Ein sehr unterhaltsamer Roman über den Tod und die Todesschläfer, der mich doch ungemein fasziniert hat.
Über den Inhalt verrate ich jetzt nicht viel.
Ansich find ich diesen Roman sehr gut geschrieben.
Einige Figuren haben mir doch ein Grinsen entlocken können. Vor allem wenn ich mir dann noch alles bildlich vorstelle, gibt es kein Halten mehr.
Aber nein, es ist kein amüsanter Roman, er regt eher zum nachdenken an.
Man denkt doch eher dran, daß das eigene Leben ziemlich kostbar ist.
Eine sympathischer Hauptprotagonist, eine unsympathische Wissenschaftlerin, ein Westernheld der für Gerechtigkeit sorgt und ein schlimmer Bursche aus den eigenen Reihen der seine eigenen Ziele verfolgt, runden das Bild ab.
Nach und nach fügt sich alles zusammen und ergibt ein schlüssiges Bild.
Mit seinen 615 Seiten ist dieses Buch doch ein ziemlicher Wälzer, ich habe es dennoch geschafft , es in 4 Tagen durchzulesen.
Es hat mir sehr gut gefallen, dennoch denke ich das es das einzige Buch des Autors bleiben wird, daß ich lesen werde.
Ich kehre nun doch liebend gern wieder in die Genre zurück die ich am liebsten mag.
Das Buch liess sich recht flüssig lesen, hin und wieder wurde es etwas langatmig.
Es hätte vielleicht auch etwas kürzer sein können.
Das Ende hat mir ganz gut gefallen. Bei manchen Dingen muss ich aber auch sagen, daß muss dann doch nicht sein.
Die Figuren fand ich doch glaubhaft und sie wurden für mich auch menschlich.
Jeder , der gut unterhalten werden möchte, sollte dieses Buch lesen. Er wird seine Freude daran haben.

Dienstag, 20. Mai 2014

So siehts aus wenn man von der ältesten Tochter beim Rezi schreiben überrascht wird.


Rezension: Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki - Eingeladen und abgeschleppt










Angiff auf die Lachmuskeln garantiert, ein Roman über die Liebe der vor Witz und Charme nur so sprüht.
Lesevergnügen pur.



Autoren: Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki
Titel: Eingeladen und abgeschleppt
Seitenanzahl: 420
Verlag: Traumstundenverlag Essen (21.02.2013)
ISBN - 10: 3942514478
ISBN - 13:  978-3942514477

Klappentext:
Während eines Treffens ihrer ehemaligen Abiklasse werden die 32-jährigen Zwillingsschwestern Julie und Sophia brutal an fehlende Partner, und diese fiese, biologisch immer lauter tickende Uhr erinnert. Scheinbar nur eine Kleinigkeit, doch sie bildet den Anstoß für die Suche nach "dem Mann fürs Leben". So unterschiedlich die Schwestern sind, so unterschiedlich sind auch ihre Vorstellungen - und das Schicksal lässt sich eh nicht in die Karten schauen. Bis sie endlich ihren Prinzen finden, müssen beide eine Menge Frösche küssen. Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki schufen einen weiteren, amüsanten Roman mit Geschehnissen mitten aus dem Leben.

Aufbau und Handlung:
Wie finde ich den Mann fürs Leben?
Diese Frage stellen sich die Zwillinge Julie und Sophia.
Bis sie an ihr Ziel gelangen, müssen sie nicht nur Frösche küssen.
Es gilt vor allem ihre Einstellungen diesbezüglich zu überdenken.
Sie machen eine lange Reise der Veränderung durch.
Letztendlich wird der Leser dann erfahren, ob es sich gelohnt hat.
Der frische, spritzige und flüssige Schreibstil lässt uns durch dieses Buch fliegen.
Mit seinen 420 Seiten ist es keinesfalls eine schwere Lektüre. Zu keinem Zeitpunkt kommt Langeweile auf. Sie ist lockerleicht und lässt uns an die wahre Liebe glauben.
Einige Protagonisten sind uns sofort ans Herz gewachsen, andere weniger.
Letztendlich ist es eine Geschichte, die das Leben schreibt.
Sehr realistisch. Hin und wieder wird sich von Klischees bedient, aber so ist das Leben.
Man kann sich in diesem Buch verlieren.
Man träumt, man lacht, man weint.
Überwiegend wird aus der Sicht von Julie und Sophia erzählt.  

Meine Meinung:
Ich bin ja so die Krimi- und Thrillertante.
Mit Liebesromanen hab ich eigentlich nichts am Hut, sie langweilen mich eher.
Aber dieses Buch hat mich im wahrsten Sinne des Wortes schier von den Socken gehauen.
Man muss es einfach lieben. Ich tue es.
Ich war so fasziniert und gefangen. Lediglich beim Schluss, fand ich es etwas zu dick aufgetragen.
Mein Fazit: So spielt das Leben.
Eine Reise in die Welt von Julie und Sophia zu unternehmen, lohnt sich zu einhundert Prozent.
Man spürt förmlich, wieviel Lebenslust, Feuer, Energie und Herzblut in diesem Buch steckt.
Für mich ein tolles Leseerlebnis und ein echtes Highlight.
Das Cover finde ich sehr gelungen. Es hat mich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam gemacht.
Für mich muss das Cover wie ein Spiegel des Buches sein. Und das ist hier gelungen.



Samstag, 17. Mai 2014

Rezension: Marcus Sammet - Ausgeschlachtet





Ein Sterbewohl Krimi der mich wieder in den Bann gezogen hat

Autor: Marcus Sammet
Titel: Ausgeschlachtet
Verlag: Traumstunden Verlag Essen; Auflage: 1., Neuauflage (10. Februar 2013)
Seitenanzahl: 192
ISBN - 10: 3942514532
ISBN - 13: 978-3942514538
Preis: 9,95€

Klappentext:
 Max Hermann ist durch und durch Profi. Seine Opfer sind nie unschuldige, unbescholtene Menschen. Sie stammten immer selbst aus der Unterwelt. Sein nächstes Ziel ist wegen der außergewöhnlichen Blutgruppe für den organisierten Organhandel äußerst wertvoll. Ines Mellinghof soll sein letzter Auftrag sein, bevor sich Max Hermann zur Ruhe setzen will. Doch die Begegnung mit ihr verändert alles ...

Aufbau und Handlung:
Wieder ein sehr stimmiger Krimi aus der Feder von Marcus Sammet.
Diesmal befasst er sich mit dem Thema Organhandel.
War ich auch anfangs etwas skeptisch, so wurde ich doch weniger später überzeugt.
Der Autor wartet auch hier wieder mit einigen Überraschungen auf.
Das Ende erschien anfangs etwas zu glatt.
Aber durch die geschickten Spuren , die auch da wieder gelegt wurden, gab es einen finalen Showdown.
Wir haben hier auch ein Wiedersehen mit unseren alten Figuren, was mir sehr gut gefallen hat.
Max Herrmann gewann sofort an Sympathiepunkten, das war vom Autor wohl auch so gewollt.
Er schildert sehr eindrucksvoll, wie Max zu der Person wurde, die er jetzt ist.
Der gewohnte flüssige Schreibstil macht es uns auch hier wieder leicht, dieses Buch zu lesen.

Meine Meinung:
Dieses Buch konnte mich auch hier wieder voll überzeugen.
Einzig gestört hat es mich, das es mehr oder weniger ein reibungsloses Ende ist. Es wär vielleicht gar nicht mal so schlecht. Wenn noch Fragen offen bleiben würden.
Sonst hat dieses Buch alles was ein guter Krimi benötigt.
Auf das eigentliche Thema hätte man vielleicht intensiver eingehen können. 
Max mochte ich besonders gern.
Für mich persönliches gab es jetzt nicht so große Überraschungen, aber das war ok.
Ich bin gespannt was sich der Autor als nächstes einfallen lässt.
Alles in allem eine Leseempfehlung für einen gemütlichen Abend.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Gestern hab ich mir 2 Stunden Zeit genommen um meine Bücher gründlich und intensiv abzustauben.
Das ist sozusagen mein wöchentliches Pflichtprogramm und diesmal hatte ich Unterstützung von meiner fast 3jährigen Tochter.
 Sie hat es wie Mama gemacht.
 Schwupps, war sie verschwunden, hat ihre Bücher geholt und sie ebenfalls abgestaubt.

Rezension: Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth


Quelle: amazon


 Ein Muss für jeden der Lebensgeschichten mag, die sich rund um die Kriegzeit drehen.

Es ist eine Geschichtsstunde die uns in den Bann schlägt.

Autor:Charlotte Roth
Titel: Als wir unsterblich waren
Verlag: Knaur TB (2.Mai 2014)
Sprache: deutsch
Preis: 9,99€
Seitenanzahl: 576
ISBN - 10: 3426512068
ISBN - 13: 978-3426512067

Klappentext:
  November 1989. »Willkommen in Westberlin«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alex­andra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird.
 
Ablauf und Handlung: 
"Als wir unsterblich waren" erzählt das Schicksal einer Frau namens Paula , das 1912 begann und bis ins Jahr 1989 reichte.
 Aber damit ist es nicht getan. Denn diese Geschichte beeinflusst das Leben der Generationen die folgen. Nicht nur Paulas Familie ist betroffen. Dieses Buch ist jedoch auch eine sehr gute Geschichtsstunde. Es spielt kurz vor dem ersten und kurz vor dem zweiten Weltkrieg.
Es ist eine tragische Lebensgeschichte und zeigt uns was  der Krieg und  die Umstände aus Menschen machen. Der Krieg hinterlässt immer Spuren, daß ist uns hier sehr eindrucksvoll vorgeführt worden.
Ein Buch das bewegt.
Dennoch hat es die Autorin geschickt verstanden, Schmunzelaspekte mit einfließen zu lassen. Das hat das ganze noch etwas aufgelockert.
Dieses Buch übt eine Magie aus, die sofort ab der ersten Zeile auf den Leser übergreift und ihn bis zur letzten Zeile nicht mehr loslässt.
Man sollte sich für dieses Buch sehr viel Zeit nehmen. Es ist mit einer Intensität geschrieben, die verlangt, daß man sich ausschließlich ihm widmet.
Man spürt richtig wieviel Herzblut die Autorin in dieses Buch gesteckt hat.
Man sollte auch immer mal wieder Pausen einlegen um das ganze zu verinnerlichen und zu verstehen.
Hier drin steckt sehr viel Leben das spürbar ist, man kann alles direkt vor sich sehen und startet ein Kopfkino.
Ein Buch das in Erinnerung bleiben wird.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat von Anfang an, einen Sog auf mich ausgeübt.
Ich war gefesselt, berührt, wütend, tränennass und ja ich durfte auch hin und wieder schmunzeln.
Anfangs hat mich nur Alex in ihren Bann gezogen.
Das hat sich jedoch relativ schnell gelegt. Denn auf einmal war es Paula und ihre Geschichte die mich nicht mehr losgelassen haben und es auch jetzt noch nicht tun.
Es ist soviel Tragik dabei, die mich erschüttert.
Ein Buch das ich nie vergessen werde.
Ich finde das Cover und den Titel sehr gelungen. Es spiegelt den Inhalt des Buches sehr gut wieder. Und man bekommt Lust darauf es zu lesen.
Dieses Buch müsste mehr als volle Punktzahl bekommen. Ich habe nichts zu bemängeln.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Interview mit Gerlinde Friewald



Hier kommt mein Interview mit der Autorin Gerlinde Friewald.
Sie war so freundlich mir ein paar Fragen zu beantworten.
Sie ist eine sehr sympathische Frau.
Und ich liebe ihren Krimi  "Faltenfrei" der Start einer Reihe um Nick Stein.


Die Autorin
hier können sie mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren Gerlinde Friewald
Die Rezension zu ihrem Start der Krimireihe "Faltenfrei" findet ihr auch bei mir auf dem Blog klick



Wie kam es dazu, eine Reihe um den Ermittler Nick Stein zu eröffnen?
Ich liebe Serien-Krimis. Sie stellen für mich ein besonderes Lesevergnügen dar. Sie bestehen nicht nur aus einer spannenden Geschichte, sondern bringen mir Buch für Buch darüber hinaus die handelnden Personen näher.
Und noch einen großen Pluspunkt gibt es: Kennt ihr das Gefühl der Leere, wenn ein tolles Buch zu Ende geht? Bei einem Serien-Roman gibt es das nicht. Es folgen weitere Teile mit neuer Spannung und bekannten Figuren, an deren Leben man teilhaben darf.

Ich fand den ersten Teil sehr facettenreich, werden wir noch tiefere Einblicke auf einzelne Personen aus Nicks Team erhalten?
Ja. Nick steht natürlich weiter im Mittelpunkt. Sein neuer Fall wird nicht leicht zu knacken sein und ihn auf die Probe stellen; ebenso wie die Liebe ;-).
Samantha ist – für mich – von Nicks Seite nicht wegzudenken und auch Doktor Robert Hofer darf nicht fehlen. Hier freue ich mich schon jetzt auf einige Szenen, die ich bereits im Kopf habe. Der arme Nick wird verzagen ;-).
Eine Person aus FALTENFREI ist mir sehr ans Herz gewachsen, sie wird ebenfalls wieder mit dabei sein … in neuer Funktion.

Schreibst Du nur dieses Genre oder auch andere?
Es gibt noch andere. Vor Längerem habe ich zwei antike Krimis geschrieben, die Idee zu einem dritten reift gerade. Sie spielen zur Zeit Kleopatras, Caesars und anderer antiker Berühmtheiten, die alle ihren Auftritt haben. Diese Epoche ist ein „Hobby“ von mir. In den Büchern sind geschichtliche Fakten mit einer geheimnisvollen Geschichte (inklusive Liebe, Eifersucht, Verrat, …) verwoben. Im Mittelpunkt steht übrigens eine Frau.
Dann schreibe ich Liebesgeschichten mit einem kleinen Touch Erotik; sie erscheinen unter Pseudonym.
 Eine interessante Erfahrung war ein Ausflug ins Horror-Genre. In diesem Bereich geht es nächstes, spätestens übernächstes Jahr weiter.

 Was empfindest Du als störend beim Schreiben?
Beim Schreiben selbst: Wenn ich müde bin und mein Gehirn nicht mehr schnell genug arbeitet.
Nach dem Schreiben: die letzten beiden Kontrolldurchgänge. Das Basismanuskript durchläuft bei mir mindestens fünf Durchgänge. Am Schluss mag ich einfach nicht mehr und bin richtig froh, wenn ich die E-Mail mit dem fertigen Manuskript an den Verlag wegschicke. Das Drücken der Senden-Taste ist unglaublich befreiend. Im selben Zug macht sich aber sofort ein anderes Gefühl breit: Habe ich nichts übersehen? Passt alles? Hätte ich nicht doch das eine Wort auf Seite neunundneunzig streichen sollen?

 Hast Du eine Lieblingsfigur aus deinem Buch "Faltenfrei"?
Ganz klar: Nick, trotz (oder auch wegen) seiner Fehler ;-).
Samantha und Peter habe ich ebenfalls sehr gern. Sie sind unterschiedlich in ihrem Verhalten, jeder für sich jedoch eine integre Person. Aber auch die toughe Monika oder den selbstherrlichen Robert mag ich.

 Arbeitest du schon an einem Folgeband?
Ja! Der zweite FALTENFREI-Teil wird nächstes Jahr beim Sutton Verlag erscheinen. Arbeitstitel ist SCHULDFREI. Ich stecke mitten in der Recherche, die ersten Kapitel sind fertig.
Die Recherche ist immer eine sehr aufregende Zeit für mich. Ich lese viel entsprechende Sachliteratur, google ohne Ende, spreche mit Fachleuten, suche nach den „Nadeln im Heuhaufen“ – all die kleinen Hinweise und Verbindungen, um Nick auf die Spur schicken zu können.

 Wie lange dauert es, von der Idee zum Buch bis es dann zum Verlag geht?
Schwierig zu beantworten, weil die Vorbereitungszeit und das Verknüpfen von Ideen, in diesem Zuge bereits das Verfassen einzelner Passagen, oft lange vor dem eigentlichen Schreiben beginnt.
Für das Basismanuskript brauche ich vier bis sechs Monate, davor und währenddessen die Recherche, danach die Kontrollarbeiten.

 Wie gehst Du mit Feedback um?
Feedback ist für mich der einzige Weg, mein Werk aus den Augen einer anderen Person zu betrachten. Es hilft in vielen Bereichen, etwa bei der Variation einer Figur oder der Auslegung einer bestimmten Idee, selbst beim grundlegenden Plot von Geschichten.
Natürlich spielt auch die emotionale Seite eine große Rolle. Über lobende Worte freue ich mich wie ein kleines Kind. „Nick ist mir nicht sympathisch“ wäre ein Satz, über den ich grübeln würde. Und bei „Das ist unglaubwürdig“ hätte ich gerne die Möglichkeit zu antworten und meine Rechercheunterlagen vorzulegen ;-).

Liebe Gerlinde, ich danke dir für dieses wundervolle Interview.
Jetzt bist Du mir gleich noch um einiges mehr sympathisch geworden.
Ich versichere Dir, Du hast einen treuen Leser dazugewonnen.
Ich freu mich schon auf dein nächste Buch.


Rezension: Jonas Winner - Der Architekt














 Autor: Jonas Winner
Titel: Der Architekt
Seitenanzahl: 384 Seiten
Verlag:  Knaur
Erscheinungstermin: 1.Oktober 2012
ISBN - 10: 3426512750
ISBN - 13: 978-3426512753

Inhalt:
  Ein aufsehenerregender Mordfall, eine Mediensensation: Der Berliner Stararchitekt Julian Götz ist angeklagt, seine Frau und seine beiden kleinen Töchter bestialisch ermordet zu haben. Nachts, im Schlaf. Alle Indizien deuten auf ihn als Täter, doch er beschafft sich ein Alibi. Der junge Drehbuchautor und Journalist Ben Lindenberger wittert seine Chance, mit einem spektakulären Buch über den Fall zu Bestseller-Ruhm zu gelangen, und stellt Nachforschungen an. Doch bald schon ist er nicht mehr Herr des Geschehens und gerät in einen Sog aus Machtgier, Intrigen, dunklen Geheimnissen und Begierden.


Aufbau und Handlung:
Im Zentrum steht der Prozess , dem Julian Götz gemacht wird.
Glaubt man.
Aber das ist eigentlich nur eine Nebenrolle des ganzen.
Die Geschichte ist viel komplexer als man anfangs annimmt.
Dieser Roman befasst sich mit Begierden, Besessenheit und Machtspielen.
Das Buch ist in 2 Teile unterteilt.
Dieses Buch bestich durch Verwirrungen, der Leser fragt sich wahrscheinlich im ganzen Buch, um was es eigentlich geht.
Es wird teilweise zu verworren beschrieben.
Es ist zwar spannend, aber auch ziemlich holprig.
Die Idee ist nicht schlecht, wenn auch nicht realistisch.
Die Umsetzung nicht wirklich gut.
Dennoch übt das Buch einen Sog auf den Leser aus, weil man unbedingt ergründen möchte, worum es hier eigentlich geht. Der Klappentext gibt den Inhalt des Buches, meiner Meinung nach überhaupt nicht wieder.
 Erzählt wird hauptsächlich aus Bens Sicht.
Und aus der Sicht von Maja.


Meine Meinung:
Ich betrachte das Buch etwas zwiegespalten.
Einerseits find ich die Idee gut, aber andererseits ist es meiner Meinung nach schlecht umgesetzt.
Es geht hier um Machtspielchen und dunkle Begierden.
Letztendlich bin ich nicht wirklich schlau aus dem Buch gewesen.
Mir war alles zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
Ich hatte mir etwas anderes unter dem Klappentext vorgestellt.
Mit Realität hat dieses Buch nichts zutun, darüber sollte man sich von Anfang an im klaren sein.
Darauf hat der Autor auch gleich auf der ersten Seite hingewiesen.
Dennoch würde ich es nicht weiterempfehlen.
Der Schreibstil hätte meiner Meinung nach flüssiger sein können.
Alles in allem würde ich hier 3 von 5 Sternen vergeben.
Ein Buch das man schnell wieder vergisst.
Mir haben zum Ende hin noch einige Erklärungen gefehlt.

Sonntag, 4. Mai 2014

Rezension: Ursula Schmid-Spreer und Christine Schneider - Der Tote vom Silbersee

Vielen lieben Dank an Ursula Schmid-Spreer  für dieses tolle Buch.
Es zählt schon jetzt zu meinen Lieblingsbüchern.

Ein Krimi der gelesen werden muss.
Er hat mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.






Autoren: Ursula Schmid-Spreer und Christine Schneider
Titel: Der Tote vom Silbersee
Seitenanzahl: 200
Verlag: Edition Oberkassel
Erscheinungsdatum: 3.03.2014

Preis: 11,99€
ISBN - 10: 3943121372
ISBN - 13: 978-3943121377

Inhalt:
  Die Schweizerin Lena Wälchli nimmt an einer Fortbildung in Nürnberg teil. Immer dabei ist ihr Terrier Trixi. Bei einem Spaziergang um den Dutzendteich lernt sie den drogensüchtigen Punk Andy und seinen Kampfhund Lord kennen. Eines nachts findet Trixi in einem der Dutzendteiche, dem Silbersee, eine Leiche. Wie sich herausstellt, ist es der Reporter, Friedhelm Suser. Die Kommissarin Belu Nürnberger geht von einem Selbstmord aus, da Suser psychisch angeschlagen war. Lena glaubt nicht daran, zumal ihr der Name einer Person zugeflüstert wird, die das Sagen in der Hundekampfszene hat. Sie recherchiert weiter, handelt sich damit jede Menge Ärger mit der Kommissarin ein. Nachdem einer ihrer Tippgeber tot aufgefunden wird, gerät selbst Lena in tödliche Gefahr.

Aufbau und Handlung:
Lena und ihr Hund Trixie finden eine Leiche.
Sie freundet sich mit dem jungen Punker Andy und seinem Hund Lord an.
Lena wird immer mißtrauischer was die Leiche im Silbersee angeht.
Sie beginnt zu ermitteln.
Das ganze wird für sie zu einer wahren Obsession.
Sie führt schreckliches zutage und begibt sich in größte Gefahr.
Wird sie dem ganzen trotzdem ein Ende setzen können?

Wer denkt, es handelt sich hier um einen typischen Krimi, der irrt.
Die Geschichte ist viel komplexer, als es zunächst den Anschein hat.
Das Buch beginnt sofort sehr spannend, nimmt immer mehr an Fahrt zu um dann in einem spannendem Finale seinen Abschluss zu finden.
Der Leser wird immer wieder in neue Richtungen geführt.
Das Buch zeigt uns die Abgründe der menschlichen Seele auf und macht uns klar, was gewisse Umstände aus uns machen können.
Wir entwickeln Mitgefühl, wo es eigentlich nicht angebracht ist.
Der flüssige, spannende Schreibstil und die relativ kurzen Kapitel lassen uns dieses Buch schnell durchlesen.
Die Geschichte übt einen Sog auf uns aus, dem sich keiner entziehen kann und der uns sprachlos zurücklässt.
Die Protagonisten sind sehr authentisch und lebendig dargestellt.
Wir befinden uns schnell mitten im Buch und sind hilflos unseren Emotionen ausgeliefert.
Es ist nichts für zartbesaitete Nerven, Tierliebhaber werden dabei an ihre Grenzen stossen.
Das Buch spielt in Gegenwart und Vergangenheit, was das Verstehen noch leichter macht.
Erzählt wird aus der Sicht von verschiedenen Personen, so kann man sich noch besser in das Buch reinfinden.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich sehr in den Bann gezogen und es hat mich nicht mehr losgelassen.
Ich bin wirklich erschüttert und muss jetzt noch darüber sinnieren.
Ich hab gelacht, geweint und hatte auch Angst.
Lena ist mir besonders ans Herz gewachsen, sie ist eine sehr beeindruckende Persönlichkeit.
Es hat mich erschüttert, was Umstände aus Menschen machen können.
Ich kam dem Täter relativ schnell auf die Spur, aber nur weil ich immer nach dem Unmöglichem suche.
Ich denke mir, viele Leser werden überrascht sein.
Ein absolutes Muss für jeden Krimifan.
Ich kann nichts negatives an diesem Buch entdecken, deshalb gibt es volle Punktzahl.  

Samstag, 3. Mai 2014

Rezension: Peter Hellinger - Haus der 13 Mörder

Heute durfte ich mal eine Anthologie rezensieren.
Ich habe das Buch von Frau Ursula Schmid-Spreer bekommen und bedanke mich herzlichst bei Ihr dafür.
Es war mir ein besonderer Lesegenuss.
Ich lese ja sonst nur Bücher die von einem Autor verfasst wurden.
Ich fand dieses daher ganz besonders interressant.

Eine absolut spannende Anthologie die sich keiner entgehen lassen sollte.
Nichts ist wie es scheint.






Quelle:amazon
Herausgeber: Peter Hellinger

Über den Autor und andere Mitwirkende: Idee: Ursula Schmid-Spreer und Anne Hassel Geschichten von: Anne Hassel, Ursula Schmid-Spreer, Alex Conrad, Inge Steinmüller, Josef Rauch, Gerald Kaliwoda, Florian Sußner, Petra Embacher, Michael Kress und Simone Jöst.
Titel: Haus der 13 Mörder
Seitenanzahl: 164
Verlag: art & words
Erscheinungsdatum: 28.02.2014
Sprache: deutsch
Preis: 11€
ISBN - 10: 3943140334
ISBN - 13:  978-3943140330

Inhalt:
  Siegfried Krötz, Hausmeister in einem Hochhaus am Nürnberger Wöhrdersee, scheint ein ausgesprochenes Ekelpaket zu sein, mit schief sitzendem Toupet, Blaumann und immer einem blöden Spruch auf den Lippen. Er kann Menschen offensichtlich nicht leiden und Hausbewohner schon gleich gar nicht. Nicht einmal vor der alleinerziehenden Mutter mit ihren drei Jungs macht er halt. Das Lehrerehepaar hat es ihm besonders angetan und der italienische Clown Andrea wird von Krötz ob seines weiblichen Vornamens aufgezogen. Wenn er es wenigstens bei Verbalattacken belassen würde! Nein, weit gefehlt: Mal setzt er den Fahrstuhl außer Betrieb und dreht auch gerne mal die Treppenhausbeleuchtung ab. Ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse, gegen den jeder der 13 Hausbewohner Mordgelüste hegt. Eines Tages liegt Krötz tatsächlich tot in seinem Werkzeugkeller. Eigentlich ein klarer Fall von Lynchjustiz doch nichts ist so wie es scheint, im Haus der 13 Mörder ...

Aufbau und Handlung:
Wir bekommen geschildert, warum jeder der Hausbewohner einen Hass auf Krötz entwickelt.
Und es wird dabei so authentisch und realitätsnah beschrieben, dass wir direkt mittendrin im Buch sind.
Dieses Buch erinnert ein bisschen an die ursprünglichen Krimis.
Es macht uns klar, daß sowas jeden von uns treffen kann.
Und einem Krötz kann jeder von uns begegnen.
Aber was anfangs relativ klar geschildert wird, lässt in uns die Frage aufkommen.
Ist es wirklich so einfach?
Aber das Leben lehrt uns, nichts ist einfach.
So auch in diesem Krimi.
Der Schreibstil ist flüssig geschrieben, man fliegt förmlich durch die Seiten.
Die Kapitel sind kurz, was das ganze noch reibungsloser gestaltet.
Interessant ist, daß verschiedene Autoren die Personen verkörpert haben.
Hätte ich es nicht gewusst, mir wäre es nicht aufgefallen.
Da alles nahtlos ineinander übergeht und perfekt harmoniert.

Meine Meinung:
Mit seinen 164 Seiten ist dieses Buch ein eher kurzweiliges Vergnügen.
Aber das sich mit jeder Zeile lohnt.
Ein durchaus faszinierendes Bucvh, daß mich gefesselt hat und von dem Ende war ich auch etwas überrascht. Das hatte ich so nicht vermutet.
Aber bei 13 Personen ist es auch verdammt schwer eine Vermutung anzustellen.
Das war meine erste Anthologie und ich bin wahrlich begeistert, wie perfekt die Autoren miteinander harmonieren.
Ein absolutes Lesevergnügen, daß sich keiner entgehen lassen sollte. 
 


Rezension: Gerlinde Friewald - Faltenfrei

Ein vielversprechender Auftakt einer Reihe um Nick Stein

Ein Krimi, der uns in seinen Bann zieht




Titel: Faltenfrei
Autor: Gerlinde Friewald
Seitenanzahl: 272
Verlag: Sutton
Erscheinungsdatum: 1.09.2013
Preis: 12€
ISBN - 10: 3954002140
ISBN - 13: 978-3954002146

Inhalt:
  Ausgerechnet in Mödling. Nick Stein, Profiler und Starermittler beim Bundeskriminalamt, hat von Anfang an ein flaues Gefühl im Magen, als er mitten in der Nacht zu einem Tatort in seiner Heimatstadt gerufen wird. Als er die Leiche sieht, trifft ihn fast der Schlag: Susanne Rippel, seine alte Schulkollegin, die er und seine Kumpels immer wegen ihres Übergewichts gehänselt hatten. Eigentlich müsste er den Fall abgeben, denn die Ermittlungen führen mitten hinein in seine alte, feierfreudige Clique, die mittlerweile zur guten Mödlinger Gesellschaft gehört. Andererseits ist er der beste Mann des BK. Private Gefühle können doch einen Nick Stein nicht ablenken, er ist schließlich promovierter Psychologe mit Dutzenden Zusatzausbildungen. Denkt er. Aber der charismatische Nick kann den Frauen nach wie vor genauso wenig widerstehen wie sie ihm. Und nur ganz tief im Unterbewusstsein warnt eine leise Stimme, dass er den Lebensstil seiner alten Freunde seinerzeit nicht grundlos aufgegeben hat. Als sich auch noch der Bürgermeister einmischt und ein zweiter Mord geschieht, ist es mit der professionellen Distanz dann endgültig vorbei, denn hinter den bürgerlichen Fassaden lauert das nackte Grauen. „Knallhart, direkt und facettenreich, voller sprühender Figuren, die lebendiger nicht sein könnten“ - Max Edelbacher, ehem. Leiter des Wiener Sicherheitsbüros

Aufbau und Handlung:
Dies ist der Auftakt einer Reihe um den Ermittler Nick Stein.
Gleich der erste Fall, hat es in sich. Denn Nick bekommt es mit seiner Vergangenheit zutun.
Er hat sich damals aus gutem Grund von seiner Vergangenheit distanziert.
Nun muss er ermitteln und gerät sofort wieder in den Sog.
Jedoch lässt er sich nicht beirren und was er da zutage bringt, ist unglaublich.
Der Ermittler Nick Stein wird sehr professionell dargestellt. Was ihn sehr authentisch wirken lässt.
Nick ist ganz der knallharte Ermittler. Er trennt strikt Privat- und Berufsleben.
Doch er hat eine Schwachstelle ... die Frauen.
Er kann ihnen nicht widerstehen.
Und das könnte ihm mitunter noch zum Verhängnis werden.
Der Anfang des Buches wurde sehr vielversprechend eingeleitet.
Die Spannung baute sich zwar langsam auf, was jedoch nicht negativ gewertet werden kann.
Da dieser Roman einen eigenartigen Sog auf den Leser ausübt.
Man ist nicht in der Lage das Buch wegzulegen.
Zur Mitte des Buches nahm die Spannung zu und im letzten Drittel begann die Autorin damit,
den Leser zu verwirren, indem sie verschiedene Spuren legte. Durchaus gekonnt, wodurch ein spannendes und gut ausgebautes Finale entstand.
Die Sichtweise der Protagonisten wechselt immer wieder.
Wodurch das ganze Buch nochmal an Spannung zubekommt und dem Leser es überlassen bleibt, seine eigene Richtung des Falles zu bestimmen.
Nick und sein Fall lassen bei uns ein Kopfkino entstehen, was uns immer tiefer in dieses Buch saugt und nicht mehr loslässt.


Meine Meinung:
Mir hat der 1.Band der Reihe um Nick Stein sehr gut gefallen.
Man hätte ihn nicht besser gestalten können.
Nick und seine Persönlichkeit haben mich sehr fasziniert.
Sehr gut fand ich, das direkt alles auf den Punkt gebracht wurde, Nicks Privatleben nominierte zwar schon sehr stark. Liess aber keinesfalls den Fall in den Hintergrund treten.
Ich habe dieses Buch in nur 6 Stunden gelesen, so sehr hat es mich gefesselt.
Ich bin nun sehr gespannt, wie es weitergeht mit Nick.
Wird er noch seine große Liebe treffen oder hat er es bereits?
Bekommt er es nochmal mit seiner Vergangenheit zutun?
In diesem Krimiauftakt steckt viel Potenzial. Und ich bin gespannt, wie er weiter ausgebaut wird.
Ich freue mich schon auf den zweiten Fall von Nick Stein.

 

Freitag, 2. Mai 2014

Rezension: Helen Fielding - Bridget Jones - Verrückt nach Ihm


eine amüsante Fortsetzung von Bridget Jones die aber leider nicht an die Vorgänger heranreicht.
Dennoch sehr unterhaltsam.






Autor: Helen Fielding
Titel: Bridget Jones - Verrückt nach Ihm
Seitenanzahl: 512
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 17.03.2014
Preis: 14,99€
ISBN - 10: 3442480132
ISBN - 13: 978-3442480135
Originaltitel: Bridget Jones - Mad about the Boy
Sprache: Deutsch

Inhalt: 
  Bridget is back!

78 kg; verputzte Protein-Schokoriegel: 28; verputzte Protein-Schokopuddings: 37; durch Protein-Schokoriegel bzw. -puddings ersetzte Mahlzeiten: 0; abgenommene Pfund: 0; zugelegte Pfund: 4,5. War gerade bei Gewichtskontrolle. „Bridget, Sie sollten die Proteinprodukte statt Ihrer normalen Mahlzeiten zu sich nehmen, nicht zusätzlich.“ Schöne Pleite.
Bridget Jones ist wieder da! Und das Leben scheint es gut mit ihr zu meinen: Sie hat einen aufregenden Job, sie kümmert sich hingebungsvoll um ihre kleine Familie – und sie ist frisch verliebt. Leider gibt es ein paar Kleinigkeiten, die ihr Glück trüben. Ihr Job als Drehbuchautorin ist nicht nur aufregend, er bringt sie auch mit sehr seltsamen Menschen in Kontakt. Ihren Kindern fehlt der Vater. Und der Mann, an den Bridget ihr Herz verloren hat, ist über zwanzig Jahre jünger als sie ...

Aufbau und Handlung:
Die dritte Fortsetzung ist in typischen Bridget Stil verfasst.
 Bridget ist nun Ü50, aber nicht weniger teenagerhaft als in den vorherigen Teilen.
Sie ist jetzt alleinerziehend mit 2 Kindern und Bridget befällt die Torschusspanik.
Nun muss ein Mann her. Womit gleich das nächste Klischee aufkommt.
Ältere Frau schnappt sich jüngeren Kerl. Bei Bridget genannt Toyboy.
Doch auf Umwegen gelangt auch Bridget wieder an ihr Glück.
Doch bis dahin gilt es einige Hürden zu überwinden.
Der Stil ist wie bekannt, tagebuchmäßig von Bridget verfasst.
Der Spannungsbogen ist relativ gering gehalten.
Das Buch ist sehr amüsant, teilweise sehr emotional und auch mitunter etwas ernst.
Allerdings hätte man das Buch locker etwas abkürzen können, da sich die Themen ständig wiederholen und man mitunter von Langeweile befallen wird.
Bridget Fans werden das Buch lieben , für alle anderen ist eine angenehme Lektüre für zwischendurch.

Meine Meinung:
Ich habe die ersten beiden Teile von Bridget Jones verschlungen.
Bei diesem Teil bin ich jedoch etwas zwiegespalten.
Einerseits ist es typisch Bridget und daher sehr unterhaltsam.
Andererseits, empfand ich es als etwas langatmig und hab mich wirklich bei dem Gedanken ertappt. Wann ist das Buch endlich zu Ende.
Daher fand ich es zwar schon gut, aber leider nur Mittelmaß.
Es kommt für mich nicht an die Vorgänger ran.
Da es doch einige Schwächen aufzuweisen hat.