Samstag, 22. November 2014

Mein Interview mit der supersympathischen Autorin Sandra Florean, der Autorin der atemberaubenden Nachtahn Reihe

 Hallo meine Lieben ,

es wird mal wieder Zeit euch eine ganz tolle Autorin näherzubringen.
Sandra Florean ist supersympathisch und vor allem sehr natürlich.
Vor kurzem hab ich ihre ersten beiden Bände der Nachtahn Reihe gelesen.
Und damit  hat sie mich über alle Maßen beeindruckt.
Selten konnte mich eine vampirische Reihe so unsagbar in den Bann ziehen.



 Sandra Florean:
Sandra Florean wurde 1974 in Kiel geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach ihrer Fachhochschulreife absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung und arbeitet seitdem als Sekretärin.
Nebenberuflich ist sie selbstständig als Schneiderin für historische und fantastische Gewandungen und hat damit eines ihrer Hobbys, das historische Reenactment, zum Beruf machen können.
Zum Schreiben kam sie bereits als Jugendliche, wobei Fantasy und Vampire schon immer ihre Leidenschaft waren. Seit 2011 schreibt sie regelmäßig.

"Mächtiges Blut" ist ihr Debüt und der erste Band der "Nachtahn"-Reihe und hat es bereits auf Platz 1 der besten deutschsprachigen Debüts 2014 und auf Platz 3 der besten Vampir Liebesromane auf dem Literaturportal "lovelybooks" geschafft.

im Moment ist der Roman in beiden Kategorien auf Platz 2
 
Weitere Bände der "Nachtahn"-Reihe:
"Bluterben" erschien Anfang Oktober 2014,
"Gefährliche Sehnsucht" und
"Blutsühne" erscheinen voraussichtlich Anfang und Ende 2015.

Mehr über die Autorin auf folgenden Websites:

Ihre Bücher

 Und nun viel Spass bei dem Interview!



MM: Sandra, wie bist Du zum Schreiben gekommen?
SF: Bereits als Jugendliche fing ich an, Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. Die meisten habe ich jedoch, das muss ich zu meiner Schande gestehen, nie fertigbekommen. Aber ich habe alle in einem dicken Ordner aufbewahrt. Im Laufe der Zeit kam ich vom Schreiben ab, habe mich anderen kreativen Dingen gewidmet, bis ausgerechnet ein Vampirroman den Anstoß gab und ich mich wieder ans Schreiben gemacht habe.

MM: Ich fange gar nicht an, dich mit irgendjemanden zu vergleichen.
Kann man nicht und soll man nicht.
Denn ich finde jede/n Autor/in auf seine Art völlig einzigartig.
Deine Nachtahn-Reihe hat mich völlig verzaubert.
Wie kam es zu dieser Idee?
SF: Das freut mich wahnsinnig zu hören. Dass meine Reihe so gut ankommt, hätte ich nie auch nur zu hoffen gewagt!
Die Idee kam mir quasi beim Schreiben. Ich hab lange darüber nachgedacht, was ich zum Thema Vampir Neues schaffen könnte. Das ist gar nicht so leicht, da es auf dem Sektor wahrscheinlich nichts gibt, was es nicht gibt ;). Also bin ich mit einem anderen Denkansatz an die Geschichte herangegangen und habe mich auf die Fähigkeiten der Vampire konzentriert. Genau darum geht es nämlich in der ganzen Reihe. Es sind ganz unterschiedliche Fähigkeiten, bei Dorian zum Beispiel seine Kraft, das Blut seiner Gegner mittels seiner Gedanken zu erhitzen oder seine enormen Selbstheilungskräfte. Diese Fähigkeiten können mit dem Blut des Trägers auf den trinkenden Vampir übergehen. Genau das macht Dorian und sein mächtiges Blut so begehrenswert.
Ich wollte Action und Kampf – aber auch eine Liebesgeschichte. Und so schrieb ich einfach los, nachdem das Grundgerüst stand, und ließ meinen Figuren freien Lauf.
Der Charakter Dorian war schnell geboren und verkörpert viel von dem, wie ich gern wäre, wäre ich unsterblich und ein Vampir und ein Mann ;). Mit Louisa sah es schon anders aus. Sie ist mit der Geschichte gewachsen und zeigt sich gerade in den Folgebänden immer von ganz anderen – überraschenden – Seiten.

MM: Was hast du selbst beim Schreiben dieser Reihe empfunden?
SF: Alles, was meine Protagonisten auch empfunden haben. Ich habe mit ihnen gelitten und geweint, mich gefreut und gebangt. Sie haben mich so lange begleitet, dass sie mir fast wie reale Personen vorkamen. Ich hab quasi mit ihnen in ihrer Welt gelebt und sie ständig im Kopf gehabt. Das geht mir allerdings bei jeder Geschichte so. Wenn nicht, ist sie noch nicht ganz „rund“, dann muss ich noch dran arbeiten. Aber generell fiebere ich mit ihnen mit, als wüsste ich nicht selbst am besten, was als Nächstes geschieht ;)

MM: Was bedeuten dir deine Protagonisten und wie würdest du sie selbst beschreiben?
SF: Einen Teil der Frage hab ich wahrscheinlich oben schon beantwortet. Dorian ist der Lebemann, einer, der sich nicht unterkriegen lässt. Dabei hat er sich eine fast schon kindliche Naivität bewahrt. Er ist schon so lange auf der Welt, meint, alles bereits erlebt zu haben – und wird doch vom Schicksal manchmal sehr übel überrascht. Er ist ein sehr moderner Vampir, liebt Technik, schnelle Autos, Filme über Superhelden und ist jeden Tag in den Social Networks dieser Welt unterwegs.
Louisa hingegen ist ein eher introvertierter, stiller Charakter. Sie hat ein schlimmes Erlebnis zu verarbeiten und tut sich sehr schwer damit, wenn ihr erneut Steine in den Weg gelegt werden. Auch sie lässt sich nicht unterkriegen und wächst mit ihren Aufgaben, auch wenn sie manchmal einen sehr eigenwilligen Weg wählt.
Eric spielt im Laufe der Zeit eine immer wichtigere Rolle. Er ist der typische Kumpeltyp und Frauenheld. Er sieht gut aus, legt sehr viel wert auf seine körperliche Fitness und weiß, dass er bei den Frauen gut ankommt. Doch sein Herz hat er bereits verschenkt, aber mehr verrate ich nicht.
Die Vampire Jayden und Michael sind mir auch sehr ans Herz gewachsen. Beide sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht, haben die Geschichte aber gut vorangebracht. Wie, das müssen die Leser allerdings selbst herausfinden ;)

MM: Hast du ein Vorbild, was das Schreiben angeht?
SF: Viele und doch keine konkreten. Anne Rice hat mich mit Sicherheit geprägt. Ihre Reihe um Lestat waren die ersten Vampirromane, die ich je gelesen habe. Stephen Kings Erfolg beeindruckt mich natürlich wie jeden anderen Schreiberling auch. J.R. Ward und Laurell K. Hamilton sind, was den Erfolg der in Verlagskreisen oftmals so ungeliebten Reihen angeht, auf jeden Fall so etwas wie Vorbilder für mich. Aber generell versuche ich eher nicht, jemandem nachzueifern, sondern meinen eigenen unverwechselbaren Stil zu entwickeln.

MM: Ich mag dich unheimlich gern.
Was bist Du für ein Mensch. Wie würdest du dich charakterisieren?
SF: Danke, das ist ganz lieb! Das kann ich nur zurückgeben, liebe Susi.
Sich selbst zu beschreiben, ist schwierig, finde ich. Man will sich ja immer in dem allerbesten Licht darstellen. Das mach ich dann mal an dieser Stelle nicht. Wer mich kennt, wird bestätigen, dass ich sehr ungeduldig und launisch bin. Ich bin aber auch oft voller Tatendrang und gehe die Dinge an, anstatt nur von ihnen zu träumen. Manchmal könnte ich aus der Haut fahren, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir erhofft hatte, aber das legt sich schnell wieder. Wenn ich etwas tue, dann gründlich oder gar nicht. Wobei „gar nicht“ eher selten vorkommt ;)

MM: War es schwer, einen Verlag für deine Bücher zu finden?
SF: Ehrlich gesagt, nein. Das klingt immer doof, aber ich habe für meine Nachtahn-Reihe zwei Verlage angeschrieben. Der bookshouse Verlag hat sich bereits nach wenigen Tagen zurückgemeldet und ich hatte einen Vertrag auf dem Tisch, bevor der andere Verlag es überhaupt gesichtet hatte.

MM: Stellst du dir bestimmte Orte bei der Nachtahn-Reihe vor?
SF: Bei Band 1 und 2 ist es im Kopf immer meine Heimatstadt Kiel gewesen. Die, die Kiel kennen, erkennen vielleicht die ein oder andere Örtlichkeit wieder. Allerdings kann es auch in jeder beliebigen Kleinstadt spielen. Erst bei Band 3 habe ich den Ort konkret festgelegt. Ganz exklusive Info an dieser Stelle: Es geht auf Sizilien weiter.

MM. Wo kannst du am besten schreiben und was entspannt dich
SF: Entspannen? Kenn ich nicht. Genau das ist mein Problem. Ich steh ständig unter Strom, bin immer voller Ideen und Tatendrang. Genau deshalb brauch ich beim Schreiben Ruhe und Abgeschiedenheit. Ich habe unter dem Dach unseres kleinen Reihenhauses meine Kreativwerkstatt, wie ich sie liebevoll nenne. Da ist meine historische Schneiderei untergebracht und dort verbringe ich die meisten Abende und reise in meine Parallelwelten. Wenn die Tür zu meinem Refugium geschlossen ist, weiß der Rest der Familie, dass ich „nicht da“ bin.

MM: Hast du die Grundideen für deine Bücher schon im Voraus oder entsteht das nach und nach?
SF: Immer im Voraus. Lediglich die Nachtahn-Reihe bildete da eine Ausnahme, wobei ich auch dort ungefähr wusste, wo das alles enden sollte.
Gerade jetzt, wo ich so viel schreibe, und an Termine gebunden bin, ist es wichtig, mehr als eine grobe Richtung zu wissen. Sonst besteht Gefahr, dass man sich verzettelt und nie fertig wird. Deshalb weiß ich ziemlich genau, was passieren soll. Schwierig wird es allerdings manchmal, meine Protagonisten auch genau dorthin zu bringen.

MM: Liebe Sandra ich danke dir für dieses Interview und wünsch dir ganz viel Erfolg weiterhin als Autorin.
Für mich gehörst du bereits jetzt schon zu den ganz Großen.

SF: Ich hab zu danken! Das ist so ein großes Lob. Mann, mir kommen bei solchen Worten immer die Tränen.







Und hier zeig ich euch noch den Arbeitsplatz der Autorin, gefällt mir persönlich sehr gut.                         Er wirkt so herrlich normal.





So ich hoffe, ihr seid jetzt neugierig auf ihre Bücher geworden :)
Das würde mich sehr freuen, denn ihre Bücher muss man einfach lesen.


Buch - u. Autoreninfos: Quelle:  Amazon und Bookshouse
Autorenfoto und Arbeitsplatz: Copyright by Sandra Florean
Text und Fotocollage stammen von mir 

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