Sonntag, 25. Mai 2014

Rezension: Emma Brockes - Sie ging nie zurück



Autorin: Emma Brockes
Titel: Sie ging nie zurück
Seitenanzahl: 352
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1.Juni 2014)
ISBN - 10: 3423260165
ISBN - 13:  978-3423260169
Originaltitel:  She left me the Gun










Quelle: wasliestdu?
Quelle: amazon


Die Geschichte eines Familiendramas aus dem es kein entkommen gibt.
Tiefgründig und aufwühlend. Ich hatte Tränen in den Augen.


Autorin: Emma Brockes
Titel: Sie ging nie zurück
Seitenanzahl: 352
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1.Juni 2014)
ISBN - 10: 3423260165
ISBN - 13:  978-3423260169
Originaltitel:  She left me the Gun

 Klappentext:
 Ihr Leben lang hat Emmas Mutter Paula von ihrer Kindheit und Jugend in Südafrika geschwiegen. Kurz vor ihrem Tod erzählt sie Emma zum ersten Mal davon. Sie war eines von acht Kindern eines gewalttätigen Vaters, der seinen Kindern Schreckliches antat. Nach dem Tod ihrer Mutter will Emma Licht in die Familiengeschichte bringen. Sie reist nach Johannesburg, verabredet sich mit Verwandten, versucht sie zum Reden zu bringen, studiert Gerichtsakten. Was sie dabei erfährt, ist schier unglaublich …

Meine Meinung:
Es ist sehr schwierig.
Es ist ein Unterschied ob ich ein Buch mit fiktiven Protagonisten lese oder ein Buch wo die eigene Vergangenheit aufgearbeitet wird.
Das macht sich hier auch sehr deutlich.
Es ist unheimlich sachlich. Was ich gut nachvollziehen kann, sonst würden wohl die Emotionen überhand nehmen. Dennoch find ich es auch gefühlvoll und unheimlich bewegend, wenn auch auf eine unterschwellige Art und Weise.
Es ist wahrhaft eine Tragödie die Emma da zutage führt.
Ich kann mir vorstellen, sie muss unheimlich gelitten haben, als sie die Vergangenheit ihrer Mutter ergründet hat.
Es gibt hier sehr viele Landschaftsbeschreibungen. Was ansich schön ist, aber mit dem eigentlichen Thema nicht wirklich was am Hut hat. Ich denke es gilt eher die Atmosphäre von damals und heute einzufangen.
Das Schweigen der Verwandten steht groß im Raum, eigentlich möchte niemand drüber reden.
Es liest sich jetzt auch nicht wie ein typischer Roman der ein Familiendrama beinhaltet, es ist eher eine Biografie und sowas find ich immer schwer zu lesen. Man muss erst Mauern überwinden um die richtigen Gefühle zuzulassen.
Berührend fand ich die Familienfotos die in dieses Buch eingebracht wurden, daß bringt uns dem ganzen noch ein wesentliches Stück näher.
Ich persönlich habe wirklich große Hochachtung vor der Autorin. Wie mutig muss man sein um dieses Buch schreiben zu können.
Den Schreibstil find ich etwas trocken und auch stellenweise langatmig.
Das heisst jetzt aber nicht, daß dieses Buch schlecht ist. Es ist nur etwas schwer zu lesen.
Alles in allem würde ich dieses Buch weiterempfehlen, denn es ist für mich ein facettenreiches und tiefgründiges Buch.
Es zeigt mir wie sehr Emma ihre Mutter geliebt hat. Dasselbe trifft auch auf Paula zu.




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