Donnerstag, 8. Mai 2014

Interview mit Gerlinde Friewald



Hier kommt mein Interview mit der Autorin Gerlinde Friewald.
Sie war so freundlich mir ein paar Fragen zu beantworten.
Sie ist eine sehr sympathische Frau.
Und ich liebe ihren Krimi  "Faltenfrei" der Start einer Reihe um Nick Stein.


Die Autorin
hier können sie mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren Gerlinde Friewald
Die Rezension zu ihrem Start der Krimireihe "Faltenfrei" findet ihr auch bei mir auf dem Blog klick



Wie kam es dazu, eine Reihe um den Ermittler Nick Stein zu eröffnen?
Ich liebe Serien-Krimis. Sie stellen für mich ein besonderes Lesevergnügen dar. Sie bestehen nicht nur aus einer spannenden Geschichte, sondern bringen mir Buch für Buch darüber hinaus die handelnden Personen näher.
Und noch einen großen Pluspunkt gibt es: Kennt ihr das Gefühl der Leere, wenn ein tolles Buch zu Ende geht? Bei einem Serien-Roman gibt es das nicht. Es folgen weitere Teile mit neuer Spannung und bekannten Figuren, an deren Leben man teilhaben darf.

Ich fand den ersten Teil sehr facettenreich, werden wir noch tiefere Einblicke auf einzelne Personen aus Nicks Team erhalten?
Ja. Nick steht natürlich weiter im Mittelpunkt. Sein neuer Fall wird nicht leicht zu knacken sein und ihn auf die Probe stellen; ebenso wie die Liebe ;-).
Samantha ist – für mich – von Nicks Seite nicht wegzudenken und auch Doktor Robert Hofer darf nicht fehlen. Hier freue ich mich schon jetzt auf einige Szenen, die ich bereits im Kopf habe. Der arme Nick wird verzagen ;-).
Eine Person aus FALTENFREI ist mir sehr ans Herz gewachsen, sie wird ebenfalls wieder mit dabei sein … in neuer Funktion.

Schreibst Du nur dieses Genre oder auch andere?
Es gibt noch andere. Vor Längerem habe ich zwei antike Krimis geschrieben, die Idee zu einem dritten reift gerade. Sie spielen zur Zeit Kleopatras, Caesars und anderer antiker Berühmtheiten, die alle ihren Auftritt haben. Diese Epoche ist ein „Hobby“ von mir. In den Büchern sind geschichtliche Fakten mit einer geheimnisvollen Geschichte (inklusive Liebe, Eifersucht, Verrat, …) verwoben. Im Mittelpunkt steht übrigens eine Frau.
Dann schreibe ich Liebesgeschichten mit einem kleinen Touch Erotik; sie erscheinen unter Pseudonym.
 Eine interessante Erfahrung war ein Ausflug ins Horror-Genre. In diesem Bereich geht es nächstes, spätestens übernächstes Jahr weiter.

 Was empfindest Du als störend beim Schreiben?
Beim Schreiben selbst: Wenn ich müde bin und mein Gehirn nicht mehr schnell genug arbeitet.
Nach dem Schreiben: die letzten beiden Kontrolldurchgänge. Das Basismanuskript durchläuft bei mir mindestens fünf Durchgänge. Am Schluss mag ich einfach nicht mehr und bin richtig froh, wenn ich die E-Mail mit dem fertigen Manuskript an den Verlag wegschicke. Das Drücken der Senden-Taste ist unglaublich befreiend. Im selben Zug macht sich aber sofort ein anderes Gefühl breit: Habe ich nichts übersehen? Passt alles? Hätte ich nicht doch das eine Wort auf Seite neunundneunzig streichen sollen?

 Hast Du eine Lieblingsfigur aus deinem Buch "Faltenfrei"?
Ganz klar: Nick, trotz (oder auch wegen) seiner Fehler ;-).
Samantha und Peter habe ich ebenfalls sehr gern. Sie sind unterschiedlich in ihrem Verhalten, jeder für sich jedoch eine integre Person. Aber auch die toughe Monika oder den selbstherrlichen Robert mag ich.

 Arbeitest du schon an einem Folgeband?
Ja! Der zweite FALTENFREI-Teil wird nächstes Jahr beim Sutton Verlag erscheinen. Arbeitstitel ist SCHULDFREI. Ich stecke mitten in der Recherche, die ersten Kapitel sind fertig.
Die Recherche ist immer eine sehr aufregende Zeit für mich. Ich lese viel entsprechende Sachliteratur, google ohne Ende, spreche mit Fachleuten, suche nach den „Nadeln im Heuhaufen“ – all die kleinen Hinweise und Verbindungen, um Nick auf die Spur schicken zu können.

 Wie lange dauert es, von der Idee zum Buch bis es dann zum Verlag geht?
Schwierig zu beantworten, weil die Vorbereitungszeit und das Verknüpfen von Ideen, in diesem Zuge bereits das Verfassen einzelner Passagen, oft lange vor dem eigentlichen Schreiben beginnt.
Für das Basismanuskript brauche ich vier bis sechs Monate, davor und währenddessen die Recherche, danach die Kontrollarbeiten.

 Wie gehst Du mit Feedback um?
Feedback ist für mich der einzige Weg, mein Werk aus den Augen einer anderen Person zu betrachten. Es hilft in vielen Bereichen, etwa bei der Variation einer Figur oder der Auslegung einer bestimmten Idee, selbst beim grundlegenden Plot von Geschichten.
Natürlich spielt auch die emotionale Seite eine große Rolle. Über lobende Worte freue ich mich wie ein kleines Kind. „Nick ist mir nicht sympathisch“ wäre ein Satz, über den ich grübeln würde. Und bei „Das ist unglaubwürdig“ hätte ich gerne die Möglichkeit zu antworten und meine Rechercheunterlagen vorzulegen ;-).

Liebe Gerlinde, ich danke dir für dieses wundervolle Interview.
Jetzt bist Du mir gleich noch um einiges mehr sympathisch geworden.
Ich versichere Dir, Du hast einen treuen Leser dazugewonnen.
Ich freu mich schon auf dein nächste Buch.


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