Montag, 10. März 2014

Rezension:Ich bin Tess von Lottie Moggach

Würdest du dein Leben aufgeben, um das eines anderen zu übernehmen? Leila hat Tess nie zuvor getroffen. Doch sie weiß mehr über sie als irgendjemand sonst. Tess hat Leila nie zuvor getroffen. Doch wenn sie unbemerkt aus der Welt scheiden will, muss sie Leila ihr Leben anvertrauen. Zu Beginn ist es leicht für Leila, sich online als Tess auszugeben. Niemand durchschaut ihr Spiel. Doch wie lange lässt sich eine solche Lüge aufrechterhalten? Okay, nehmen wir uns einmal dieses hypothetische Dilemma vor: Eine Frau leidet an einer Krankheit, die an und für sich nicht lebensbedrohlich ist, aber ihre Lebensqualität stark einschränkt und auch nicht heilbar ist. Nach reiflicher Überlegung kommt sie zu dem Schluss, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Aber sie weiß, dass sie damit ihrer Familie und ihren Freunden großen Kummer bereiten würde und handelt daher nicht. Dennoch wünscht sie sich verzweifelt den Tod und an dieser Einstellung ändert sich auch über die Jahre nichts. Irgendwann kommt sie zu dir und sagt, ihr sei ein Weg eingefallen, wie sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, ohne ihre Familie und ihre Freunde unglücklich zu machen, aber dafür brauche sie deine Hilfe. Was würdest du tun? Würdest du ihr helfen?

Fazit: Es ist auf jeden Fall keine leichte Lektüre, es liest sich mitunter etwas stockend und auch der langweilige Aspekt ist vorhanden, schmunzeln konnte ich zu keiner Zeit.
Aber ich denke auch, das liegt ganz einfach an diesem ernsten Thema das sich die Autorin ausgesucht hat und da liegt sie vollkommen in der Zeit, so abwegig ist das alles nicht, das gab es sicher auch schon mal, aber in einem Buch, meine ich, ist mir das bisher noch nicht begegnet.
Ich fand es sehr realistisch.
Auch wenn mir Leila in 3/4 des Buches nun wirklich nicht menschlich vorkam, so änderte sich das doch auf den letzten Seiten.
Sie wurde mir nicht unbedingt sympathisch, aber sie fing an die Welt zu betrachten, wie sie es noch nie zuvor getan hatte. Kurzum sie fing an zu leben.
Leider konnte bei mir kein Kopfkino ablaufen, aber ich habe verstanden, worauf die Autorin hinauswollte.
Und das sie sowas als Debüt rausbringt, finde ich sehr mutig.
Ich denke auch die Meinungen zu diesem Buch werden weit auseinander driften, da es wirklich schwierig ist, es zu lesen.
Die unterschwellige Spannung in dem Buch war die ganze Zeit vorhanden, auch wenn man sie nicht immer spüren konnte, das mag vielleicht auch am Schreibstil der Autorin liegen.
Ich musste auf jeden Fall wissen wie es ausging.
Vorhersehbar war es zu keiner Zeit und am Ende hat mich die Autor verblüfft und nachdenklich zurückgelassen.
Das Ende hat mir persönlich jetzt nicht wirklich zugesagt, aber da hat jeder Leser ja so seine eigene Ansicht.
Jetzt im Nachhinein, finde ich dieses Buch als ein gutes Debüt, aber ich bin nicht retslos begeistert, was am trockenen Schreibstil liegen mag.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen