Montag, 10. März 2014

Rezension: Rosa Mord von Nadja Quint

Der zweite Fall für Evelyn Eick
Der Düsseldorfer Geschäftsmann und Schwulenrechtler Bernd Brook genießt hohes Ansehen für sein soziales Engagement. Eines Morgens liegt er erdrosselt im Park, den Mund voller rosa Farbe.
Dies ist nur einer von zwei ritualisierten Mordfällen an homosexuellen Männern, mit deren Ermittlung die Düsseldorfer Hauptkommissarin Evelyn Eick vollauf beschäftigt ist. Sie vermutet bereits eine Serie, hinter der ein geistesgestörter Täter steckt, doch ein dritter Mord, nach ähnlichem Ritual ausgeführt, passt plötzlich nicht mehr in das Schema.
Auch Evelyns Privatleben verläuft nicht ausschließlich harmonisch. Ihr Vater ist inzwischen verstorben, und ihre Beziehung mit Lars, dem Rechtsmediziner, wird von dessen Töchtern aus erster Ehe skeptisch betrachtet. Die beiden Teenager wünschen sich, dass ihre Eltern sich wieder versöhnen, und Evelyn fühlt ihre Liebe zu Lars bedroht.
Als Evelyn schließlich glaubt, ihre drei Kriminalfälle gelöst zu haben, hört das Morden trotzdem nicht auf, und langsam aber sicher deckt sie ein menschliches Drama auf, dessen Wurzeln bis in die Fünfziger Jahre zurück reichen.
ROSA MORD thematisiert die Grenzen der Toleranz zwischen Menschen mit unterschiedlichem Lebens ideal in ihrer Gier nach Geld, Macht und Liebe.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.
Das ist das erste Buch der Autorin das ich gelesen habe.
Ich war auch schon direkt drin im Geschehen, jedoch war mir von Anfang an klar, das der Mörder nicht in der Homosexuellen - Szene zu finden war.
Vielmehr hab ich ein persönliches Motiv hinter dem ganzen vermutet. Jedoch lag ich mit meinem ersten Verdacht , erstmal gründlich daneben.
Irgendwann änderte dann das Buch seine Richtung, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da sowas in meinem Augen erst einen guten Krimi ausmacht.
Die Auflösung am Schluss hat mich dann doch ziemlich erschüttert, mit sowas hatte ich selbst in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet.
Aber daran sieht man auch mal wieder, wie tief die Abgründe der menschlichen Seele gehen und das nie etwas ist, wie es scheint.
Die Ermittler waren mir sympathisch, wenn ich auch nicht von Anfang an eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte, so konnten sie dennoch mein Herz im Laufe des Buches erwärmen. Einzig anmerken würde ich jetzt vielleicht dabei, daß mehr Ecken und Kanten den Ermittlern nicht geschadet hätten, war in meinen Augen zuviel Friede, Freude, Eierkuchen, gab irgendwie keine Konkurrenz oder Antipathie, sowas ist  im wahren Leben eigentlich nicht zu finden, aber dafür wurde mein Schmunzelfaktor desöfteren mal erhöht.
Insdgesamt ein sehr tolles Buch, zunächst als einfache Geschichte getarnt, man wurde in eine Richtung gelockt und unversehens mit einmal in eine andere Richtung geschleudert, absolut brilliant.
Ich denke ich werd mir von der Autorin noch mehr zu Gemüte führen.
Ein gut geschriebener Kriminalroman der es geschafft hat, mich von Anfang an zu fesseln.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen