Montag, 24. März 2014

Rezension: Marlies Lüer - Miras Welt

Mein Dank geht an den Traumstunden-verlag , danke für das Rezensionsexemplar, ich habe es genossen.
  
Taschenbuch: 372 Seiten
Verlag: Traumstunden Verlag Essen; Auflage: 1 (22. November 2013) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3942514958
ISBN-13: 978-3942514958

 Auf den ersten Blick erzählt Marlies Lüer in "Miras Welt" die Geschichte zweier, anfänglich komplett unterschiedlicher Frauen, deren Zusammentreffen beider Leben nachhaltig verändert und das einiger anderer Menschen gleich mit "gerade rückt". Erst auf den zweiten Blick wird klar: Hinter diesem Buch verbirgt sich viel mehr, als nur eine esoterisch angehauchte Erzählung über eine weise Frau und ihre Ratsuchende. Ein Zusammentreffen, das "in den Karten stand" - denn manchmal lässt sich das Schicksal doch in seine Karten schauen. Aber immer nur von DEM, der sie zu lesen versteht. Und Mira versteht sie zu lesen! Melissa hingegen ist "ein Kind der Neuzeit". Technikaffin, belesen, interessiert - jedoch allenfalls beruflich - an den überlieferten Möglichkeiten alternativer Medizin. Und bis zum Tag X völlig zufrieden mit ihrem geordneten, ruhigen Leben. Ein Leben, das ihr ausgerechnet an ihrem Geburtstag "um die Ohren fliegt" - und das mit einer Gründlichkeit, die ihresgleichen sucht!

Ablauf und Handlung:   Melissas Leben gerät gerade völlig aus den Fugen , alles läuft plötzlich schief.
Da begegnet sie Mira, sie soll die alte Frau beruflich interviewen. Doch sie ahnt nicht, das diese Begegnung ihr Leben für immer verändern soll.
Mira ist eine Lichtbringerin und eine sehr weise Frau, die viele Schicksalsschläge in ihrem Leben erdulden musste und versucht nun anderen Menschen auf den richtigen Weg zu helfen. Sie sieht in Melissa viele Parallelen zu ihrem eigenen Leben , sie hilft ihr auf den richtigen Weg, gibt ihr auch schon mal den richtigen Schubs in besagte Richtung und Melissa wird eine ihrer engsten Vertrauten.
Doch sie hilft nicht nur Melissa , sondern auch Melissas Familie.
Durch Mira, wird Melissa ruhiger, man könnte sagen sie besinnt sich und fängt an zu leben.
Miras Leben wird sehr detailliert beschrieben, es ist tief bewegend, schrecklich und macht uns auf Dinge aufmerksam, der wir sonst keine Beachtung schenken.
Erzählt wird überwiegend aus Melissas Sicht.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, man kommt sehr schnell voran, mir war gar nicht klar, wie schnell, weil es einfach eine sehr spannende Lektüre ist, die es schafft einen zu fesseln und nicht mehr loszulassen.
Die Spannung hält sich über das ganze Buch hinweg, im letzten Drittel, baut sie dann etwas ab.


Meine Meinung: Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, man merkt, das es teils Realität und teils Fiktion ist, die Emotionen kommen spürbar rüber und hinterlassen ein zwiespältiges Gefühl. Zum einen weil man mit Mira fühlt und zum anderen was mir persönlich etwas zuviel war, im letzten Drittel, das ganze Übernatürliche.
Aber sonst eine sehr bewegende Geschichte, die eine klare Leseempfehlung meinerseits ist.
Sehr gut gefallen hat mir auch, die Einarbeitung von Gedichten, Kurzgeschichten und Rezepten. Das hat das ganze nochmal etwas aufgelockert.
Die beiden Hauptpersonen habe ich sofort ins Herz geschlossen, jedoch fand ich , hätten Melissa mehr Kanten nicht geschadet, es war mir dann alles etwas zu glatt.

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