Sonntag, 16. März 2014

Rezension: Donna Tartt - Der Distelfink

Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt ...

Ablauf und Handlung:
Erzählt wird die Geschichte von Theodore Decker.
Das ganze spielt sich in einem Zeitraum von 15 Jahren ab.
Er verlor mit 13 Jahren seine Mutter unter tragischen Umständen.
Wie sein Leben eine neue Wendung nahm , als er das Gemälde "Der Distelfink" nahm und es fortan sein Leben beinflusste.
Die Autorin beschreibt sehr ausführlich und eindrucksvoll, die Geschichte des Theo Decker.
Man könnte meinen, es handle sich hier um ein Familiendrama, aber das trifft es nicht ganz.
Die Geschichte ist voller Selbstzweifel, unverarbeitetem Traumata, Drogenexzessen, selbstzerstörerisches Handeln und aussichtsloser Liebe.
Aber am Ende wird dem Protagonisten sein Leben viel klarer und er beginnt zu handeln.
Es ist ein sehr düsteres Buch, das Licht kommt nur selten durch.
Aber auf seine eigene Art und Weise wird uns die Hauptfigur trotzdem sympathisch.
Ein sehr tiefgründiger Sinn der hinter der Geschichte steckt.
Es genügt nur ein winziger Augenblick um unser Leben in eine völlig andere Richtung zu leiten.
Es liegt in unserer Hand wie wir unser Leben gestalten und ob wir so werden wie unsere Vorfahren.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Theo geschrieben.

Meine Meinung:Ich habe dieses Buch in einer Leserunde gelesen.
Keine leichte Lektüre, ich hatte Probleme reinzufinden.
Eine tiefgründige Geschichte, die zum nachdenken anregt.
Ein Buch, das uns auf die Schattenseiten des Lebens aufmerksam macht.
Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Entschluss gelangt, das mir dieses Buch sehr gut gefallen hat.
Ich konnte mich zwar nicht in die einzelnen Personen reinversetzen, jedoch hat mich die komplette Geschichte in den Bann gezogen und nachdenklich zurückgelassen.
Der Schreibstil war relativ trocken, ein Umstand der mich eigentlich stört. Aber hier hat es sehr gut gepasst.
Ich kam relativ gut voran, einfach weil zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkam, es war immer eine gewisse Spannung vorhanden.
Den Titel fand ich sehr passend. Der Distelfink hat eine zentrale Rolle, da Theo sein Leben mehr oder weniger von ihm bestimmen lässt.
Der Einblick in die Kunstszene fand ich sehr interessant und informativ.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen